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Inbox: "Bewertung der meisten Aktien ist momentan sehr günstig"


28.03.2020

Zugemailt von / gefunden bei: Erste Group Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Aus dem Equity Weekly der Erste Group: In den letzten Tagen konnten wir die ersten Anzeichen einer Normalisierung der Aktienmärkte beobachten. Der ATX gewann in den letzten fünf Handels- tagen mehr als 20% und lag mit dieser Performance vor den meisten be- deutenden internationalen Indizes. Die Erholung wurde vor allem von den Sektoren vorangetrieben, die in den vergangenen Wochen am meisten gelit- ten hatten nämlich Öl & Gas, Urlaub und Freizeit sowie Automobil.

So ist es auch nicht verwunderlich, die Aktien genau dieser Sektoren an der Spitze der Kursliste des ATX Prime zu finden. Polytec konnte um 42% zule- gen, SBO und OMV um 40% bzw. 35%. Der einzige Wert, der auch in die- ser Woche ein negatives Vorzeichen hatte, war die DO & CO mit -1%.

Das Ende der Berichtssaison bescherte uns die endgültigen Zahlen der FACC, die keine Überraschungen beinhalteten. Viel mehr aber war man auf den Ausblick gespannt und der war aus unserer Sicht doch besser als er- wartet, da die Flugzeugbauer an ihrer Produktion (momentan noch) festhal- ten. Die Aktie kann sich deutlich erholen und gewinnt auf Wochensicht 33%.

Die CA Immo präsentierte Rekordzahlen und einen inneren Wert pro Aktie von EUR 38,36. Dass die Kursrückgänge angesichts des von der Corona- Krise nicht/kaum betroffenen Büroportfolios weit übertrieben waren, kehrt nun auch wieder ins Bewusstsein der Investoren zurück, die Aktie kann um mehr als 20% zulegen.

Polytec legte am heutigen Freitag Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Automobilindustrie ist hart getroffen, die Visibilität ist gering. Der deutliche Rückgang der Autozulassungen in China könnte als Indikation dienen, was uns in Westeuropa noch erwartet. Die Rückkehr zu einem Normalzustand der Wirtschaft in Europa ist wahrscheinlich Voraussetzung für eine Erholung der Industrie.

Eine Menge von weiteren Unternehmensmeldungen hat uns in dieser Wo- che erreicht, viele betreffen den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, daneben müssen Hauptversammlungen verschoben werden, Dividenden- zahlungen werden in Frage gestellt. Aber es gibt auch positive Nachrichten wie beispielsweise die Meldung, dass die STRABAG die Tätigkeit auf Bau- stellen in Österreich wieder aufnimmt.

Ausblick: Nach einem beispiellosen Absturz sehen wir aktuell eine intensive Erho- lungsphase, die nun aber wieder zu Ende gehen könnte. Wir sollten uns auf eine erhöhte Volatilität auch in den nächsten Wochen gefasst machen. In- vestoren beginnen die Spreu vom Weizen zu trennen, denn es sind nicht alle Unternehmen gleich von der Krise betroffen. Aktien von gut geführten Unternehmen mit einem robusten Geschäftsmodell und einer starken Bilanz sind derzeit gefragt. Für zyklische Unternehmen mit weiterhin eingeschränk- ter Visibilität ist es aus unserer Sicht noch zu früh.

Die Corona-Krise ist leider noch nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen und das Ausmaß ist schwer vorherzusagen. Selbst wenn wir in Europa die Lage einigermaßen in den Griff bekommen, bleiben da immer noch die USA, die für massive Verunsicherung der Märkte sorgen können. Dennoch sollte man als Anleger nicht in Panik verfallen, denn die Aktienkurse nehmen bereits viel von einem sehr schlimmen Szenario vorweg, die Bewertung der meisten Aktien ist momentan sehr günstig.


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Aktien auf dem Radar:Andritz, Wienerberger, Bawag, Amag, Warimpex, Frequentis, RBI, VIG, ATX, ATX Prime, voestalpine, AMS, Erste Group, Kapsch TrafficCom, SBO, CA Immo, Österreichische Post, Semperit, UBM, Agrana, DO&CO, FACC, Immofinanz, OMV, Palfinger, Pierer Mobility AG, Polytec, Uniqa, EVN.

(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    So ist es auch nicht verwunderlich, die Aktien genau dieser Sektoren an der Spitze der Kursliste des ATX Prime zu finden. Polytec konnte um 42% zule- gen, SBO und OMV um 40% bzw. 35%. Der einzige Wert, der auch in die- ser Woche ein negatives Vorzeichen hatte, war die DO & CO mit -1%.

    Das Ende der Berichtssaison bescherte uns die endgültigen Zahlen der FACC, die keine Überraschungen beinhalteten. Viel mehr aber war man auf den Ausblick gespannt und der war aus unserer Sicht doch besser als er- wartet, da die Flugzeugbauer an ihrer Produktion (momentan noch) festhal- ten. Die Aktie kann sich deutlich erholen und gewinnt auf Wochensicht 33%.

    Die CA Immo präsentierte Rekordzahlen und einen inneren Wert pro Aktie von EUR 38,36. Dass die Kursrückgänge angesichts des von der Corona- Krise nicht/kaum betroffenen Büroportfolios weit übertrieben waren, kehrt nun auch wieder ins Bewusstsein der Investoren zurück, die Aktie kann um mehr als 20% zulegen.

    Polytec legte am heutigen Freitag Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Automobilindustrie ist hart getroffen, die Visibilität ist gering. Der deutliche Rückgang der Autozulassungen in China könnte als Indikation dienen, was uns in Westeuropa noch erwartet. Die Rückkehr zu einem Normalzustand der Wirtschaft in Europa ist wahrscheinlich Voraussetzung für eine Erholung der Industrie.

    Eine Menge von weiteren Unternehmensmeldungen hat uns in dieser Wo- che erreicht, viele betreffen den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, daneben müssen Hauptversammlungen verschoben werden, Dividenden- zahlungen werden in Frage gestellt. Aber es gibt auch positive Nachrichten wie beispielsweise die Meldung, dass die STRABAG die Tätigkeit auf Bau- stellen in Österreich wieder aufnimmt.

    Ausblick: Nach einem beispiellosen Absturz sehen wir aktuell eine intensive Erho- lungsphase, die nun aber wieder zu Ende gehen könnte. Wir sollten uns auf eine erhöhte Volatilität auch in den nächsten Wochen gefasst machen. In- vestoren beginnen die Spreu vom Weizen zu trennen, denn es sind nicht alle Unternehmen gleich von der Krise betroffen. Aktien von gut geführten Unternehmen mit einem robusten Geschäftsmodell und einer starken Bilanz sind derzeit gefragt. Für zyklische Unternehmen mit weiterhin eingeschränk- ter Visibilität ist es aus unserer Sicht noch zu früh.

    Die Corona-Krise ist leider noch nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen und das Ausmaß ist schwer vorherzusagen. Selbst wenn wir in Europa die Lage einigermaßen in den Griff bekommen, bleiben da immer noch die USA, die für massive Verunsicherung der Märkte sorgen können. Dennoch sollte man als Anleger nicht in Panik verfallen, denn die Aktienkurse nehmen bereits viel von einem sehr schlimmen Szenario vorweg, die Bewertung der meisten Aktien ist momentan sehr günstig.


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