04.05.2021, 5628 Zeichen
Auch der heimische Markt startete freundlich in die neue Woche und in das neue Monat, für den ATX stand zu Handelsende ein Plus von 0,8% zu Buche. Rückenwind kam von den guten Einkaufsmanagerindices in den größten Staaten der Eurozone sowie von robusten deutschen Einzelhandelsdaten. Ansonsten waren Nachrichten gestern eher dünn gesät, Frequentis kauft das deutsche, auf Luftverkehrsoptimierung spezialisierte Unternehmen Orthogon, das gefiel den Anlegern aber nicht besonders und die Aktie musste 1,7% nachgeben. Die großen Banken hatten einen gemischten Tag, die Bawag musste um 0,3% abgeben, die Erste Group konnte sich um 0,5% verbessern und für die Raiffeisen gab es ein kleines Plus von 0,2%, die kleinere Addiko Bank musste 1,5% schwächer schließen. Einen guten Tag hatten die Ölwerte, für die OMV gab es einen Anstieg von stolzen 2,4%, auch der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann schaffte eine Verbesserung von 1,5%. Gut schlugen sich auch die Versicherungsunternehmen, für uniqa brachte der Handel ein Plus von 1,8%, die Vienna Insurance Group konnte um 1,1% vorrücken. Einer der besten Werte am gestrigen Handelstag war die Strabag mit einem Anstieg von 3,0%, auch für den Mitbewerber Porr lief es erfreulich und der Baukonzern konnte um 0,8% anziehen. Verlierer des Tages war Semperit, der Gummi- und Kautschukkonzern musste einen Rückgang von 4,0% hinnehmen, auch Amag wurde verkauft, für den Aluminiumproduzenten gab es ein Minus von 3,5%. Ebenfalls zu den Verlierern zählte der Anlagenbauer Andritz mit einem Abschlag von 1,1%. Gewinner des Tages war FACC, der Zulieferer für die Luftfahrtindustrie konnte um 3,1% nach oben klettern. Gesucht war auch Mayr-Melnhof, für den Kartonhersteller gab es am Ende des Tages eine im Vergleich zum Vortag um 2,0% höhere Schlussnotierung. Ebenfalls gut nachgefragt war Wienerberger, der weltgrößte Ziegelhersteller schaffte einen Anstieg von 1,8%, in gleichem Ausmaß konnte sich auch der Stärke- und Zuckerhersteller Agrana nach oben bewegen. Auch die Österreichische Post war auf den Einkaufslisten der Anleger unterstrichen, für das Logistikunternehmen ging es ebenfalls um 1,8% in die Höhe.
Unternehmensnachrichten
ams
Der heimische Halbleiterhersteller AMS veröffentlichte heute seine Zahlen für das Q1/21, die in etwa den Analystenschätzungen entsprachen. Zukünftig will das Unternehmen unter dem Namen „ams OSRAM“ auftreten. Der konsolidierte Gruppenumsatz im 1. Quartal betrug $1.549 Mio. und lag sequentiell um 9% niedriger verglichen mit dem sehr starken Vorquartal. Aufgrund der Akquisition von OSRAM sind vergleichbare Vorjahreszahlen nicht verfügbar. Vor dem Hintergrund einer insgesamt gesunden Nachfrage über verschiedene Endmärkte hinweg spiegelt die Umsatzentwicklung erwartete saisonale Effekte wider. Das Segment Halbleiter trug 65% zum Gesamtumsatz bei, das Segment L&S 35%. Die bereinigte Gruppen-Bruttomarge lag im 1. Quartal bei 35% und blieb damit gegenüber 35% im 4. Quartal 2020 unverändert; vergleichbare Vorjahreszahlen sind nicht verfügbar. Das bereinigte operative Gruppenergebnis (EBIT) im 1. Quartal betrug $172 Mio. bzw. 11% des Umsatzes verglichen mit $285 Mio. bzw. 17% für das 4. Quartal 2020 (unbereinigt: $81 Mio. bzw. 5% des Umsatzes im 1. Quartal); vergleichbare Vorjahreszahlen sind nicht verfügbar. Mit Blick auf die finalen veröffentlichten Erwartungen für des historischen ams-Geschäfts erreichte der Umsatz dieses Geschäfts $525 Mio. im 1. Quartal und die bereinigte operative Marge 22% vom Umsatz und lag damit in der oberen Hälfte bzw. nahe dem oberen Ende der erwarteten Spanne. Das bereinigte Gruppen-Nettoergebnis lag im 1. Quartal bei $89 Mio. gegenüber $183 Mio. im 4. Quartal 2020. Für das 2. Quartal 2021 erwartet ams OSRAM eine weitere positive Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung bestimmter saisonaler Effekte und einen Umsatz von $1.430-1.530 Mio. Zudem kündigte das Unternehmen gestern ein Delisting-Angebot für OSRAM an (rund 28% noch ausstehende Aktien). Der Angebotspreis liegt bei €52,3 pro OSRAM Aktie, bei einer vierwöchigen Annahmefrist voraussichtlich von ca. 21. Mai bis ca. 18. Juni 2021.
Q1/21: Umsatzerlöse: $1.549 Mio. (1.567e), EBIT: $172 Mio. (154,3e), Nettoergebnis (bereinigt): $89 Mio. (89,9e)
Lenzing
Die Lenzing Gruppe, weltweit führender Anbieter von holzbasierten Spezialfasern, wird mehr als €200 Mio. in ihre Produktionsstandorte in Purwakarta (Indonesien) und Nanjing (China) investieren, um bestehende Kapazitäten für Standardviscose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern umzuwandeln. In Nanjing (China) wird mit dieser Investition der erste Produktionsstandort für holzbasierte Cellulosefasern in China geschaffen, der vollständig auf Kohle als Energiequelle verzichtet. Mittels innovativer gasbasierter Blockheizkraft werden über 200.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart. Gleichzeitig wird durch die Konvertierung einer Linie von Standardviscose auf 35.000 Tonnen Modalfasern der Marke TENCEL™ per Ende 2022 das gesamtes Portfolio des chinesischen Faserwerks aus nachhaltig erzeugten Spezialfasern bestehen. In Purwarkata (Indonesien) investiert Lenzing in die Senkung der CO2-Emissionen sowie der Luft- und Wasseremissionen. Im Zuge dieser Investition wird Lenzing ihre gesamte Viscoseproduktion in Indonesien auf die Standards des EU Ecolabel bringen. Damit wird der Standort in Indonesien per 2023 zu einem reinen Spezialviscose-Anbieter. Die Kapazitäten für Standardviscose werden mit diesem Schritt in Kapazitäten für Fasern der Marke LENZING™ ECOVERO™ für textile Anwendungen und in LENZING™ Viscose Eco Fasern für Körperpflege- und Hygieneanwendungen umgewandelt.
Wiener Börse Party #1147: ATX zum Mai-Start etwas leichter, AT&S flirtet mit der Dreistelligkeit, auch Polytec erneut gesucht, Semperit klug
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Aktien auf dem Radar:Mayr-Melnhof, Flughafen Wien, AT&S, Zumtobel, FACC, Lenzing, OMV, Polytec Group, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Bajaj Mobility AG, VIG, Bawag, Marinomed Biotech, Erste Group, Athos Immobilien, BTV AG, DO&CO, RBI, voestalpine, Wolftank-Adisa, Wiener Privatbank, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG.
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