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ATX-Trends: Mayr-Melnhof, DO & CO, Kapsch TrafficCom, RBI, Erste Group ...

15.06.2022, 6525 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat gestern Dienstag klar tiefer geschlossen. Der ATX gab um 1,14 Prozent nach auf 3086,74 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,08 Prozent auf 1560,04 Zähler runter. Nach einem positiven Start rutschte der heimische Leitindex im Lauf des Vormittags in die Verlustzone, um sich am Nachmittag dank gestiegener US-Futures wieder zu erholen. Nach dem Börsenstart in New York fielen die Indizes an der Wall Streetaber, was auch den ATX wieder belastet haben dürfte.

Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Das ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen deutscher Börsianer ist im Juni zwar um 6,3 auf minus 28,0 Punkte gestiegen, blieb damit aber etwas hinter den Prognosen zurück. Vonseiten der US-Erzeugerpreise gab es keine Überraschung. Sie stiegen im Mai im Jahresvergleich um kräftige 10,8 Prozent, nach 10,9 Prozent im April.

Bereits heute dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger ganz auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed gerichtet sein. Hier dürfte die Fed ihren Leitzins erneut deutlich anheben, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Ein größerer Schritt um 0,5 Prozentpunkte gilt als ausgemacht. Immer mehr Analysten rechnen sogar mit einer noch stärkeren Anhebung um 0,75 Punkte.

Die Aktien der Flughafen-Wien-Gruppe zeigten sich den ganzen Tag über unbewegt. Dabei hat der Flughafenbetreiber aufgrund eines wieder gestiegenen Passagieraufkommens die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Für 2022 erwartet der Airportbetreiber nun einen Umsatz von rund 640 Millionen Euro (bisher: 560 Millionen Euro), und einen Jahresgewinn von zumindest 80 Millionen Euro (bisher: 20 Millionen Euro). Die schwergewichteten Banken gehörten zu den Verlierern im Prime-Segment. Während die Aktien der Bawag und der Raiffeisen Bank International (RBI) sich um 2,4 und 2,7 Prozent verbilligten, notieren die Papiere der Erste Group satte 3,2 Prozent tiefer. Nachdem die Ölpreise am Dienstag erneut stark gestiegen sind, konnten auch die Papiere des teilstaatlichen Ölkonzerns OMV um 1,1 Prozent zulegen. Am meisten zulegen konnten dagegen die Zumtobel-Titel, die sich nach deutlichen Verlusten am Vortag um 2,4 Prozent verteuerten.

Unternehmensnachrichten:

Do & Co

Das heimische Cateringunternehmen Do & Co präsentierte heute seine Zahlen zum Geschäftsjahr 21-22, die auf Ergebnisebene in etwa den Analystenschätzungen entsprachen. Der DO & CO Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Umsatz von €705,2 Mio. Dies stellt eine Umsatzsteigerung von €451,7 Mio. bzw. 178,2 % im Vergleich zum Vorjahr dar. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 konnte der Umsatz kontinuierlich jedes Quartal gesteigert werden. Sowohl in der Division Airline Catering also auch in der Division International Event Catering wurden sogar neue Umsatzrekorde erzielt. Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 war für die Division Airline Catering das umsatzstärkste vierte Quartal der Unternehmensgeschichte. Auch beim Ergebnis setzt sich der positive Trend fort. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte DO & CO mit €96,3 Mio. (Vj.: €45,0 Mio.) das höchste EBITDA der Unternehmensgeschichte. Die rasch durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zu Beginn der COVID-19 Pandemie, der Fokus auf effiziente interne Abläufe, die Akquisition zahlreicher neuer Kunden sowie diverse staatliche Unterstützungsleistungen haben diesen Ergebnisrekord in einem schwierigen Marktumfeld ermöglicht. Das EBIT des DO & CO Konzerns betrug €42,4 Mio. und lag damit um €69,7 Mio. über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 6,0 % (Vj.: -10,8 %). Das Konzernergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2021/2022 um €49,3 Mio. von im Vorjahr €-38,3 Mio auf €11,0 Mio. Trotz Erreichen eines positiven Konzernergebnisses schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und der Möglichkeiten, in naher Zukunft in Wachstumschancen zu investieren, für das Geschäftsjahr 2021/2022 keine Dividende auszuzahlen. Die Premiumprodukte und Dienstleistungen von DO & CO erfreuen sich einer sehr großen Nachfrage, welche sich auch durch eine starke Auftragsentwicklung zeigt Der Vorstand von DO & CO ist daher für das kommende Geschäftsjahr 2022/2023 zuversichtlich und erwartet in allen Divisionen großes Wachstum und eine erfreuliche Ergebnisentwicklung.

GJ 2021-22: Umsatz: €705,2 Mio. (679,2e), EBITDA: €96,3 Mio. (93,7e), EBIT: €42,4 Mio. (42,5e), Konzernergebnis: €11,0 Mio. (11,9e)

Kapsch

Der heimische Mautsystemhersteller Kapsch gab heute seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021-22 bekannt, die operativ leicht über den Erwartungen lagen. In einem herausfordernden Umfeld gelang es Kapsch TrafficCom im Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz auf €520 Mio. (+3 %) zu steigern. Die beiden Segmente Maut und Verkehrsmanagement legten um 3 % bzw. 2 % zu. Auch aus regionaler Sicht waren durchwegs positive Wachstumsraten zu verzeichnen: Die Umsätze in der Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika („EMEA“) stiegen um 2%, jene in Nord-, Mittel- und Südamerika („Americas“) um 3% und die Umsätze in Asien-Pazifik („APAC“) um 11%. Das EBIT war mit €11 Mio. positiv (Vj.: €-123 Mio.). Der Umschwung gelang, obwohl Sondereffekte im Ausmaß von €-32 Mio. (Vj.: €-132 Mio.) das EBIT belasteten. Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte €-9 Mio. (Vj.: €-103 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von €-0,72 (Vj.: €-7,91) entspricht. Der Vorstand wird, wie bereits im Vorjahr in den Raum gestellt, der ordentlichen Hauptversammlung 2022 keine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2021/22 vorschlagen. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 eine deutlich verbesserte Profitabilität auf einem stabilen Umsatzniveau. Um diese Ziele zu erreichen, liegt der Fokus weiterhin auf Neugeschäftsakquisition und Kostendisziplin.

GJ 2021-22: Umsatz: €519,8 Mio. (515,0e); EBIT: €11,0 Mio. (7,8e); Periodenergebnis: €-9,3 Mio. (Vj. -102,9)

Mayr-Melnhof

Die Mayr-Melnhof Gruppe (MM) erwartet für das 2. Quartal 2022 ein betriebliches Ergebnis in der Bandbreite von €150 bis 200 Mio. (2. Quartal 2021: €31 Mio.) nach €111 Mio. im 1. Quartal 2022 (1. Quartal 2021: €61 Mio.). Für das 1. Halbjahr 2022 ergibt sich daraus ein voraussichtliches betriebliches Ergebnis in einer Bandbreite von €260 bis 310 Mio. (1. Halbjahr 2021: €92 Mio.). Die Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Halbjahr / 2. Quartal 2022 ist neben dem laufenden Geschäft insbesondere durch die Einbeziehung der Anfang August 2021 erworbenen Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills geprägt.


(15.06.2022)

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Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.

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    1971
    Lustrum Press


    15.06.2022, 6525 Zeichen

    Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat gestern Dienstag klar tiefer geschlossen. Der ATX gab um 1,14 Prozent nach auf 3086,74 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,08 Prozent auf 1560,04 Zähler runter. Nach einem positiven Start rutschte der heimische Leitindex im Lauf des Vormittags in die Verlustzone, um sich am Nachmittag dank gestiegener US-Futures wieder zu erholen. Nach dem Börsenstart in New York fielen die Indizes an der Wall Streetaber, was auch den ATX wieder belastet haben dürfte.

    Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Das ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen deutscher Börsianer ist im Juni zwar um 6,3 auf minus 28,0 Punkte gestiegen, blieb damit aber etwas hinter den Prognosen zurück. Vonseiten der US-Erzeugerpreise gab es keine Überraschung. Sie stiegen im Mai im Jahresvergleich um kräftige 10,8 Prozent, nach 10,9 Prozent im April.

    Bereits heute dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger ganz auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed gerichtet sein. Hier dürfte die Fed ihren Leitzins erneut deutlich anheben, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Ein größerer Schritt um 0,5 Prozentpunkte gilt als ausgemacht. Immer mehr Analysten rechnen sogar mit einer noch stärkeren Anhebung um 0,75 Punkte.

    Die Aktien der Flughafen-Wien-Gruppe zeigten sich den ganzen Tag über unbewegt. Dabei hat der Flughafenbetreiber aufgrund eines wieder gestiegenen Passagieraufkommens die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Für 2022 erwartet der Airportbetreiber nun einen Umsatz von rund 640 Millionen Euro (bisher: 560 Millionen Euro), und einen Jahresgewinn von zumindest 80 Millionen Euro (bisher: 20 Millionen Euro). Die schwergewichteten Banken gehörten zu den Verlierern im Prime-Segment. Während die Aktien der Bawag und der Raiffeisen Bank International (RBI) sich um 2,4 und 2,7 Prozent verbilligten, notieren die Papiere der Erste Group satte 3,2 Prozent tiefer. Nachdem die Ölpreise am Dienstag erneut stark gestiegen sind, konnten auch die Papiere des teilstaatlichen Ölkonzerns OMV um 1,1 Prozent zulegen. Am meisten zulegen konnten dagegen die Zumtobel-Titel, die sich nach deutlichen Verlusten am Vortag um 2,4 Prozent verteuerten.

    Unternehmensnachrichten:

    Do & Co

    Das heimische Cateringunternehmen Do & Co präsentierte heute seine Zahlen zum Geschäftsjahr 21-22, die auf Ergebnisebene in etwa den Analystenschätzungen entsprachen. Der DO & CO Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Umsatz von €705,2 Mio. Dies stellt eine Umsatzsteigerung von €451,7 Mio. bzw. 178,2 % im Vergleich zum Vorjahr dar. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 konnte der Umsatz kontinuierlich jedes Quartal gesteigert werden. Sowohl in der Division Airline Catering also auch in der Division International Event Catering wurden sogar neue Umsatzrekorde erzielt. Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 war für die Division Airline Catering das umsatzstärkste vierte Quartal der Unternehmensgeschichte. Auch beim Ergebnis setzt sich der positive Trend fort. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte DO & CO mit €96,3 Mio. (Vj.: €45,0 Mio.) das höchste EBITDA der Unternehmensgeschichte. Die rasch durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zu Beginn der COVID-19 Pandemie, der Fokus auf effiziente interne Abläufe, die Akquisition zahlreicher neuer Kunden sowie diverse staatliche Unterstützungsleistungen haben diesen Ergebnisrekord in einem schwierigen Marktumfeld ermöglicht. Das EBIT des DO & CO Konzerns betrug €42,4 Mio. und lag damit um €69,7 Mio. über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 6,0 % (Vj.: -10,8 %). Das Konzernergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2021/2022 um €49,3 Mio. von im Vorjahr €-38,3 Mio auf €11,0 Mio. Trotz Erreichen eines positiven Konzernergebnisses schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und der Möglichkeiten, in naher Zukunft in Wachstumschancen zu investieren, für das Geschäftsjahr 2021/2022 keine Dividende auszuzahlen. Die Premiumprodukte und Dienstleistungen von DO & CO erfreuen sich einer sehr großen Nachfrage, welche sich auch durch eine starke Auftragsentwicklung zeigt Der Vorstand von DO & CO ist daher für das kommende Geschäftsjahr 2022/2023 zuversichtlich und erwartet in allen Divisionen großes Wachstum und eine erfreuliche Ergebnisentwicklung.

    GJ 2021-22: Umsatz: €705,2 Mio. (679,2e), EBITDA: €96,3 Mio. (93,7e), EBIT: €42,4 Mio. (42,5e), Konzernergebnis: €11,0 Mio. (11,9e)

    Kapsch

    Der heimische Mautsystemhersteller Kapsch gab heute seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021-22 bekannt, die operativ leicht über den Erwartungen lagen. In einem herausfordernden Umfeld gelang es Kapsch TrafficCom im Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz auf €520 Mio. (+3 %) zu steigern. Die beiden Segmente Maut und Verkehrsmanagement legten um 3 % bzw. 2 % zu. Auch aus regionaler Sicht waren durchwegs positive Wachstumsraten zu verzeichnen: Die Umsätze in der Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika („EMEA“) stiegen um 2%, jene in Nord-, Mittel- und Südamerika („Americas“) um 3% und die Umsätze in Asien-Pazifik („APAC“) um 11%. Das EBIT war mit €11 Mio. positiv (Vj.: €-123 Mio.). Der Umschwung gelang, obwohl Sondereffekte im Ausmaß von €-32 Mio. (Vj.: €-132 Mio.) das EBIT belasteten. Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte €-9 Mio. (Vj.: €-103 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von €-0,72 (Vj.: €-7,91) entspricht. Der Vorstand wird, wie bereits im Vorjahr in den Raum gestellt, der ordentlichen Hauptversammlung 2022 keine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2021/22 vorschlagen. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 eine deutlich verbesserte Profitabilität auf einem stabilen Umsatzniveau. Um diese Ziele zu erreichen, liegt der Fokus weiterhin auf Neugeschäftsakquisition und Kostendisziplin.

    GJ 2021-22: Umsatz: €519,8 Mio. (515,0e); EBIT: €11,0 Mio. (7,8e); Periodenergebnis: €-9,3 Mio. (Vj. -102,9)

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    Die Mayr-Melnhof Gruppe (MM) erwartet für das 2. Quartal 2022 ein betriebliches Ergebnis in der Bandbreite von €150 bis 200 Mio. (2. Quartal 2021: €31 Mio.) nach €111 Mio. im 1. Quartal 2022 (1. Quartal 2021: €61 Mio.). Für das 1. Halbjahr 2022 ergibt sich daraus ein voraussichtliches betriebliches Ergebnis in einer Bandbreite von €260 bis 310 Mio. (1. Halbjahr 2021: €92 Mio.). Die Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Halbjahr / 2. Quartal 2022 ist neben dem laufenden Geschäft insbesondere durch die Einbeziehung der Anfang August 2021 erworbenen Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills geprägt.


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