07.12.2025, 3762 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zum Flughafen Wien: "Nach den Q3/25-Zahlen und der Entscheidung der Firma, das Projekt 3. Piste nicht fortzuführen, haben wir unsere Schätzungen in unserer neuen Unternehmensanalyse zur Flughafen Wien-Aktie überarbeitet. Auf Basis unserer niedrigeren Schätzungen (sowie eines höheren Diskontsatzes) sinkt unser Kursziel auf EUR 57,70/Aktie (zuvor: EUR 62,20) und wir stufen unsere Empfehlung auf Halten ab (zuvor: Akkumulieren). Wir sehen auf aktuellen Kursniveaus die Chancen und Risiken der Investment Story des Flughafen Wiens angemessen eingepreist. Trotz des erwarteten Gegenwinds im kommenden Jahr bleibt die Flughafen Wien-Aktie langfristig interessant. Die Bilanz des Unternehmens ist solide und ermöglicht die Finanzierung eines umfangreichen Investitionsprogramms sowie eine stabile Dividendenpolitik."
Zu Zumtobel: "Die Ergebnisse des 2. Quartals 2025/26 zeigten wie erwartet eine weiter schwache Umsatzentwicklung mit -6% im Jahresabstand. Die Profitabilität überraschte jedoch dank geringer Kosten und einer Forschungsprämie. Der Vorstand erwartet für das GJ 2025/26 weiter einen rückläufigen Umsatz im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge wird unverändert zwischen 1% und 4% erwartet. Während Zumtobel auf Quartalsbasis im Q2 25/26 den fünften Umsatzrückgang in Folge verzeichnete, überraschte das bereinigte Konzern-EBIT positiv. Die Ergebnisse des 1. Halbjahres können jedoch nicht als Richtwert für die saisonal schwächere 2. Jahreshälfte herangezogen werden. Nach einer bereinigten Konzern-EBIT-Marge von 5,9 % im 1. Halbjahr sehen wir die untere Grenze bei der EBIT-Prognose jedoch als zu vorsichtig. Eine Erhöhung/Anpassung der Spanne im nächsten Quartal wäre vorstellbar."
Zu Uniqa "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Uniqa-Aktie stufen wir unsere Empfehlung von Akkumulieren auf Halten zurück, nachdem der Aktienkurs nach dem jüngsten Strategie-Update stark gestiegen ist. Gleichzeitig haben wir unser Kursziel deutlich auf EUR 16,30 je Aktie angehoben (von EUR 14,20), da wir die erwartete verbesserte Ertragskraft als nachhaltig ansehen. Unsere neutrale Einschätzung wird durch den Peer-Group-Vergleich untermauert. Die starke Kursentwicklung hat die Bewertungsmultiplikatoren erhöht: Das KGV liegt nun im zweistelligen Bereich, und das Kurs-Buchwert-Verhältnis beträgt 1,5x. Die Dividendenrendite bleibt mit 4,7 % auf Basis unsererGewinnschätzung für 2025 jedoch attraktiv und zählt zu den höchsten im ATX."
Zu VIG: "Die VIG veröffentlichte ihre neuen Finanzziele auf Basis der mit den Q3-Zahlen vorgestellten Drei-Jahres-Strategie „evolve28“. Die neuen Finanzziele unterstreichen das anhaltende Prämienwachstum. Die Zielwerte für 2028 liegen über unseren aktuellen Prognosen – insbesondere beim Vorsteuergewinn, dessen Zielwert mit mindestens EUR 1,5 Mrd. deutlich über unserer derzeitigen Schätzung von EUR 1,23 Mrd. liegt. Der Abschluss der Nürnberger-Übernahme dürfte zusätzlich zu einer weiteren Anhebung der mittelfristigen Finanzziele führen. Die VIG bleibt für uns weiterhin eine überzeugende Kaufempfehlung. Hinsichtlich der zukünftigen Dividenden hätten wir uns jedoch einen konkreteren Ausblick gewünscht, insbesondere mit einer Perspektive auf stärkere Erhöhungen als in der Vergangenheit. Der steigende Aktienkurs führt dazu, dass die Dividendenrendite sinkt – es sei denn, die Ausschüttungen werden deutlicher als bisher üblich angehoben."
Ausblick: Kommende Woche stehen keine Unternehmensereignisse am Börsenkalender.
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Aktien auf dem Radar:Semperit, Polytec Group, AT&S, RHI Magnesita, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Fabasoft, CA Immo, Reploid Group AG, Lenzing, Strabag, Marinomed Biotech, OMV, Rath AG, VAS AG, voestalpine, BKS Bank Stamm, Amag, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria.
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