26.03.2026, 3164 Zeichen
Am 31. März laufen bei Realty Income zwei wichtige Ereignisse zusammen — und das ausgerechnet in einer Phase, in der die Aktie nach einer sechstägigen Verlustserie erst leicht Boden gutgemacht hat.
Zinsdruck belastet die Stimmung
Zwischen dem 17. und 24. März verlor die Aktie rund 5,7 Prozent — deutlich mehr als der S&P 500, der im gleichen Zeitraum nur 2,4 Prozent nachgab. Auslöser ist das veränderte Zinsumfeld: Nachdem die Hoffnung auf weitere Leitzinssenkungen der US-Notenbank Fed geschwunden ist, geraten REITs wie Realty Income unter Druck. Höhere Finanzierungskosten verteuern das akquisitionsgetriebene Wachstumsmodell des Unternehmens — und die aktuelle Bewertung scheint diesen Gegenwind bereits einzupreisen.
Dabei sind die operativen Zahlen für 2025 alles andere als schwach. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 5,75 Milliarden Dollar, der Nettogewinn legte um 23 Prozent zu. Der Funds from Operations (FFO) — die für REITs entscheidende Kennzahl, die Abschreibungen herausrechnet — erreichte 4,25 Dollar je verwässerter Aktie. Das reicht komfortabel, um die jährliche Dividende von rund 3,25 Dollar je Aktie zu decken.
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Was der 31. März bringt
An diesem Tag schließt Realty Income eine Partnerschaft mit Apollo-gemanagten Fonds ab: Die Investoren bringen eine Milliarde Dollar ein und erhalten dafür 49 Prozent an einem neuen Joint Venture, das ein diversifiziertes Portfolio aus Einzelhandelsimmobilien mit langfristigen Nettomietverträgen halten soll.
Gleichzeitig ist der 31. März der Ex-Dividenden-Tag. Wer die Aktie erst ab diesem Datum kauft, erhält die nächste monatliche Ausschüttung nicht mehr. Das Unternehmen hat die Dividende leicht auf 0,2705 Dollar je Aktie angehoben — die 134. Dividendenerhöhung seit dem Börsengang 1994. Auf Jahresbasis entspricht das einer Rendite von rund 5,1 Prozent auf den aktuellen Kurs, weit über dem Durchschnitt des S&P 500.
Privatkapital als zweite Säule
Das Apollo-Abkommen ist kein Einzelfall. Bereits zuvor hatte Realty Income gemeinsam mit dem singapurischen Staatsfonds GIC ein Joint Venture im Volumen von über 1,5 Milliarden Dollar für Logistikimmobilien aufgelegt. Die Strategie dahinter: Kapitalquellen jenseits der Aktienmärkte erschließen, um das Wachstum auch in einem schwierigeren Zinsumfeld zu finanzieren.
Für das Gesamtjahr 2026 plant das Management ein Investitionsvolumen von rund acht Milliarden Dollar. Der angestrebte AFFO je Aktie liegt bei 4,38 bis 4,42 Dollar — ein Wachstum von rund 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Kurs-FFO-Verhältnis von etwa 15 erscheint die Bewertung moderat, sofern die Zinsentwicklung keine weiteren negativen Überraschungen liefert.
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