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Fazits zu FACC, Kontron, RBI, Flughafen Wien, Österreichische Post ...

08.05.2026, 6103 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Lenzing:: "Lenzing veröffentlichte gestern ihre Ergebnisse für das 1. Quartal 2026, die im Großen und Ganzen im Rahmen unserer Erwartungen lagen. Im Hinblick auf die anhaltend hohen Unsicherheiten infolge der geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen gibt der Vorstand keinen konkreten Finanzausblick für 2026. Die Textilnachfrage wird als weiter eher verhaltend eingeschätzt. In der Telekonferenz mit Investoren und Analysten betonte der CFO, dass Lenzing im Iran keine Geschäftsaktivitäten hat und auch im Nahostraum (mit der Ausnahme der Türkei) nur limitiertes Verkaufsvolumen hat. Trotzdem sind die Auswirkungen des Nahostkonflikts für Lenzing belastend. Das Unternehmen ist vor allem mit steigenden Energie- und Rohstoffkosten sowie höheren Logistikkosten konfrontiert. Dazu kommen noch Versorgungsrisiken bei wichtigen Chemikalien. Energiepreise sind teilweise abgesi- chert, Chemikalien werden jedoch zu Spotpreisen bezogen. Lenzing strebt an, die höheren Kosten in Kundenverträgen weiterzugeben. Trotz Fortschritten durch das Effizienzprogramm bleiben die Ertragsaussichten unserer Meinung nach angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs unsicher und der Weg zurück zur Profitabilität wird länger und schwieriger. Wir stufen die Lenzing-Aktie mit Halten ein."

RBI: "Die RBI veröffentlichte diese Woche ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Für 2026 erwartet der Vorstand eine Eigenkapitalrendite (ROE) des Konzerns von rund 10,5%. Das prognostizierte Kreditwachstum liegt bei etwa 7%. Unter Berücksichtigung der geplanten Akquisitionen (Addiko, Garanti Ru- mänien) wird die harte Kernkapitalquote (CET1) ohne Russland zum Jahres- ende nun bei 14,3% erwartet (zuvor: rund 15%). Die Risikokosten sollen sich auf rund 35 Basispunkte belaufen (2025: 20 Basispunkte). Das Ergebnis des ersten Quartals wurde durch im ersten Quartal typischerweise höhere regulatorische Belastungen sowie gestiegene Risikokosten belastet, unter anderem im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, was die zugrunde liegende Rentabilität verzerrt hat. Wichtig ist jedoch, dass die operative Entwicklung weiterhin solide bleibt – getragen von einem robusten Kreditwachstum und stabilen Margen."

Flughafen Wien: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Flughafen Wien-Aktie bestätigen wir unsere Halten-Empfehlung mit neuem Kursziel EUR 54,30/Aktie (zuvor: EUR 57,70). Der Ausblick für 2026 hat sich in den letzten Wochen etwas eingetrübt: Neben der geringeren Präsenz von Low-Cost-Carriern sowie sinkenden Flughafenentgelten verschärfte der Nahost-Konflikt über teureres bzw. knapperes Kerosin den Kostendruck für die Fluglinien in Europa, die mit Ticketzu- schlägen und teilweise Streckenkürzungen reagieren. Obwohl die Auswirkungen länger andauernder Spannungen in Nahost auf die Flugbranche immer noch schwierig einzuschätzen sind, bleiben wir der Meinung, dass die direkten Nahostrisiken für den Flughafen Wien relativ gering sind und das Unternehmen dank der Kostensenkungen und der Monetarisierung der Landbank gute Chancen hat, die negative Konsequenzen zumindest teilweise abzufedern. Nach wie vor bleiben die langfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens solide. Wir bestätigen unsere Halten-Einschätzung der Flughafen Wien-Aktie."

Kontron: "Kontron veröffentlichte gestern seine Ergebnisse für das 1. Quartal 2026, die leicht unter unseren Schätzungen lagen. Trotz fehlender Umsätze von rund EUR 75 Mio. durch Verkäufe von Unternehmensteilen erwartet der Vorstand einen Umsatz leicht über 2025 (EUR 1,6 Mrd.), was einem organischen Wachstum von 8% entspricht. Zuvor war ein Umsatz von EUR 1,75-1,80 Mrd. erwartet worden inkl. Beiträge von Übernahmen, die nun nicht umgesetzt werden. Das bereinigte EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen (rund EUR 25 Mio.) wird weiter bei rund EUR 225 Mio. erwartet. Das angekündigte Übernahmeangebot von Ennoconn zusammen mit dem Ak- tienrückkaufprogramm dürfte in den kommenden Wochen als starke Kursstütze wirken. Nach dem Angebot, welches wir innerhalb der nächsten zwei Monate erwarten, könnte der Aktienkurs wieder zurückgehen, solange Kontron nicht zeigt, dass es auf den Wachstumspfad von ca. 10% Wachstum p.a. zurückkehrt. Wir würden eine erste Einschätzung zu den mittelfristigen Wachstums- aussichten bestenfalls mit den Ergebnissen zum 4. Quartal erwarten, sodass Investoren noch Geduld zeigen müssen."

Österreichische Post: "Die Q1-Zahlen trafen unsere Erwartungen bei Umsatz und operativem Ergebnis, während das Nettoergebnis aufgrund eines negativen Bewertungseffekts unter unseren Schätzungen lag. Der Ausblick 2026 bleibt unverändert. Der Vorstand erwartet einen leicht steigenden Umsatz sowie eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung. Obwohl das schwächere Q1-Ergebnis im Markt bereits verankert sein sollte, kam die Post-Aktie in einer ersten Reaktion unter Druck. Der seit dem Dividenden-Abschlag Ende April bestehende Abwärtstrend könnte somit kurzfristig seine Fortsetzung finden."

FACC: "Die FACC konnte mit ihren Q1-Ergebnissen unsere Schätzungen deutlich toppen. Wir sehen die Q1-Ergebnisse - im Jahresverlauf das saisonal zweitschwächste Quartal - sehr positiv, auch die Bilanzzahlen haben sich weiter verbessert mit einer Eigenkapitalquote von 35,9%. Der langfristige Wachstumsausblick für die Flugzeugindustrie bleibt auch 2026 unverändert positiv mit steigenden Produktionsraten bei den großen Herstellern. Kurzfristig könnte die Nahost-Krise mit ihren Auswirkungen (Einschränkungen im Luftraum, steigende Treibstoffkosten, mögliche Nachfrageschwankungen) dämpfend auf die Flug- zeugauslieferungen auswirken."

Ausblick: Kommende Woche berichten Verbund, Wienerberger und Semperit über ihre Q1-Ergebnisse. Agrana veröffentlicht ihre finalen Ergebnisse für das GJ 2025/26. Wienerberger handelt ex-Dividende.



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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

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Bildnachweis

1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com



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