27.03.2026, 3996 Zeichen
Deutsche Wohnimmobilien sind im vierten Quartal 2025 im Schnitt drei Prozent teurer geworden als im Vorjahreszeitraum. Damit stiegen die Preise bereits zum fünften Mal in Folge. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutet das ein Plus von 3,2 Prozent – der erste jährliche Anstieg seit 2022. Die Daten des Statistischen Bundesamtes signalisieren eine klare Stabilisierung nach der Korrekturphase.
Gegenüber dem dritten Quartal 2025 legten die Preise zuletzt nur noch leicht um 0,1 Prozent zu. Die Branche blickt dennoch mit verhaltenem Optimismus auf das laufende Jahr. Experten rechnen mit einem moderaten Aufwärtstrend.
Anzeige
Angesichts steigender Immobilienpreise und Marktdynamik sollten Vermieter genau prüfen, welche Mietpreise aktuell rechtssicher durchsetzbar sind. Dieser kostenlose Report liefert Ihnen die passende Mietübersicht und Begründungshilfen für Ihre Stadt. In 5 Minuten wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen
Die Erholung verläuft nicht einheitlich. Während Kaufimmobilien im ersten Quartal 2026 nur um 0,3 Prozent auf durchschnittlich 2.950 Euro pro Quadratmeter zulegten, zeigte der Mietmarkt mehr Dynamik. Die durchschnittliche Nettokaltmiete kletterte um 1,4 Prozent auf 10 Euro pro Quadratmeter.
Besonders in den Metropolen geht es weiter bergauf. In München erreichen Eigentumswohnungen Spitzenwerte von durchschnittlich 7.855 Euro pro Quadratmeter. Bundesweit liegt dieser Wert bei etwa 2.703 Euro. Die regionalen Unterschiede bleiben enorm.
Die jüngsten Analysen zeigen ein gemischtes Bild. Laut Interhyp gab es im Februar bundesweit leichte Rückgänge von 0,1 Prozent. Doch einige Städte trotzten dem Trend: Berlin legte um 0,3 Prozent zu, München sogar um 1,1 Prozent. Andere Metropolen wie Leipzig (-0,4 Prozent) und Köln (-0,5 Prozent) verzeichneten dagegen leichte Verluste.
Auch zwischen den Immobilientypen gibt es Unterschiede. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im Jahresvergleich um gut ein Prozent. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser legten sogar um 1,8 Prozent zu. Nur bei Neubau-Häusern gab es leichte Rückgänge.
Anzeige
Wer als Immobilienbesitzer von der aktuellen Wertentwicklung profitieren möchte, kann seine Steuerlast durch gezielte Abschreibungen deutlich senken. Der kostenlose A-Z-Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie das neue Wachstumschancengesetz optimal für Ihre Liquidität nutzen. Steuer-Spar-Chancen durch Abschreibungen jetzt entdecken
Hinter der Erholung stecken mehrere Faktoren. Die Europäische Zentralbank hat ihren Zinserhöhungszyklus beendet, was für berechenbare Finanzierungskosten sorgt. Institutionelle Investoren kehren zurück und parken Kapital in der als sicher geltenden Anlageklasse.
Der wichtigste Preistreiber bleibt jedoch das massive Angebotsdefizit. Von Januar bis Oktober 2024 wurden 19,5 Prozent weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Dieses Ungleichgewicht stützt die Preise, besonders in begehrten Städten. Auch die Energieeffizienz wird immer mehr zum Preisfaktor: Eine Wohnung der Klasse A+ kann bis zu 650 Euro mehr pro Quadratmeter kosten als ein vergleichbares Objekt der Klasse D/E.
Was kommt jetzt? Branchenkenner wie das Institut der deutschen Wirtschaft prognostizieren für 2026 Preissteigerungen von drei bis vier Prozent. „Wir sehen keine Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage“, sagt Michael Neumann, Vorstandschef von Dr. Klein. Der Grund: Es werden weiterhin zu wenige neue Wohnungen gebaut, und das Angebot an Bestandsobjekten in gefragten Lagen ist knapp.
Der Wohnungsmarkt in deutschen Metropolen wird wohl noch Jahre von einem Nachfrageüberhang geprägt sein. Die Kaufpreissteigerungen von 2025 dürften sich daher fortsetzen – vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben stabil. Geopolitische Risiken und mögliche Zinsanpassungen sind jedoch Unsicherheitsfaktoren, die den Aufwärtstrend bremsen könnten.
Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht
EY
Bei EY wird alles daran gesetzt, dass die Welt besser funktioniert. Dafür steht unser Anspruch „Building a better working world“. Mit unserem umfassenden Wissen und der Qualität unserer Dienstleistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Kapitalmärkte und Volkswirtschaften.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
» Starker Auftakt ins zweite Quartal: ATX legt kräftig zu, AT&S mit zweist...
» Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was d...
» Von Mexiko über eBay bis zur Treasury-Software: Alexander von Schirmeist...
» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: AT&S, Do&Co und FACC gesucht
» ATX-Trends: Addiko, RBI, OMV, ams Osram ...
» Börsepeople im Podcast S24/08: Alexander von Schirmeister
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. RBI, CPI Europe, Robert Halver, Lars Re...
» Q1-Finale an den Märkten: Turnaround-Stories, mehr Volumen und die Suche...
» Österreich-Depots: Q1-Bilanz, Stockpicking Österreich mit Mini-Plus (Dep...
» Börsegeschichte 31.3: Uniqa (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)