28.02.2026, 4606 Zeichen
Der Deal ist durch. Warner Bros. Discovery wechselt für 110 Milliarden Dollar den Besitzer – eine der größten Transaktionen in der Geschichte Hollywoods. Paramount Skydance sicherte sich heute Morgen die Unterschrift, nachdem Netflix gestern seinen Rückzug aus dem Bieterwettstreit erklärt hatte. Damit endet ein monatelanger Übernahmekampf, der die Unterhaltungsbranche in Atem hielt.
Netflix hatte ursprünglich nur Teile von Warner Bros. Discovery übernehmen wollen – die Filmstudios und das Streaming-Geschäft HBO Max. Doch als der Konzern gestern aus dem Rennen ausstieg, wurde eine satte Ausstiegsgebühr fällig: 2,8 Milliarden Dollar flossen an Netflix, wie aus informierten Kreisen zu hören ist. Paramount entschied sich stattdessen, das komplette Unternehmen für 31 Dollar je Aktie zu übernehmen – deutlich mehr als Netflixs Angebot von 27,75 Dollar pro Anteilsschein.
Bruce Campbell, Chef-Stratege bei Warner Bros. Discovery, bestätigte den unterschriebenen Vertrag heute in einer unternehmensweiten Townhall-Veranstaltung. Die Gesamtsumme von 110 Milliarden Dollar beinhaltet rund 29 Milliarden Dollar Schulden, die Paramount mit übernimmt.
Während in den USA noch erhebliche kartellrechtliche Hürden zu nehmen sind, sieht die Lage in Europa entspannter aus. Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen gehen davon aus, dass die EU-Kommission grünes Licht geben wird. Der kombinierte Marktanteil von Paramount und Warner Bros. liegt in allen europäischen Märkten unter 20 Prozent – weit unter der kritischen 30-Prozent-Schwelle, ab der Brüsseler Wettbewerbshüter üblicherweise genauer hinschauen.
Sollten dennoch Auflagen kommen, wäre Paramount bereit, kleinere TV-Sender abzugeben. Im Gespräch sind vor allem Kinderkanäle, denn hier gibt es Überschneidungen: Paramount betreibt Nickelodeon, Warner Bros. den Cartoon Network. CEO David Ellison hatte bereits im Januar Kontakte in Europa geknüpft und sich mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron getroffen. Auch Chefanwalt Makan Delrahim führte Gespräche mit Guillaume Loriot, dem obersten Fusionskontrolleur der EU-Kommission.
Die formelle Anmeldung wird in den kommenden Monaten erwartet. Die reguläre Prüffrist beträgt 25 Arbeitstage und kann bei Zugeständnissen um zehn Tage verlängert werden.
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Die größte Hürde dürfte jedoch Kalifornien darstellen. Auch wenn die Ellison-Familie – Paramount wird von David Ellison geführt, Sohn von Milliardär Larry Ellison – gute Verbindungen zu Präsident Donald Trump pflegt, gibt es parteiübergreifend Bedenken. Kritiker fürchten höhere Preise für Konsumenten und weniger Auswahl. Kinobetreiber warnen vor Jobverlusten und befürchten, dass weniger Filme in die Kinos kommen, wenn zwei große Studios verschmelzen.
Um regulatorische Risiken abzufedern, erhöhte Paramount die Vertragsstrafe für den Fall, dass die Genehmigungen scheitern: von 5,8 auf 7 Milliarden Dollar. Das zeigt, wie ernst es dem Unternehmen mit dem Deal ist. Aktivist-Investor Ancora Holdings, der einen kleineren Anteil an Warner Bros. Discovery hält, hatte im Vorfeld Druck gemacht und das Management aufgefordert, intensiver mit Paramount zu verhandeln.
Für Paramount eröffnet die Übernahme riesige Chancen. Das Unternehmen erhält Zugang zu Warner Bros.' umfangreicher Content-Bibliothek mit Franchises wie "Fantastic Beasts" und "Matrix". Im Streaming-Geschäft könnte eine Fusion von HBO Max und Paramount+ entstehen – ein Schwergewicht, das Netflix ernsthaft Konkurrenz machen könnte. Warner Bros. Discovery bringt außerdem starke Marktpositionen im linearen TV mit, was Paramounts Portfolio deutlich verstärkt.
Die Übernahme ist das Ergebnis einer monatelangen Offensive. Paramount hatte Warner Bros. Discovery seit Ende 2025 aggressiv umworben und sein Angebot kontinuierlich nachgebessert. Am Ende setzte sich die Hartnäckigkeit durch – und Hollywood hat einen neuen Giganten.
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