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Weihnachten: Familienfest oder ... (Gerald Hörhan)

Bild: © www.shutterstock.com, Weihnachten, Christbaumkugel, http://www.shutterstock.com/de/pic-154974956/stock-photo-c...

Autor:
Gerald Hörhan

Gerald Hörhan ist ein österreichischer Investment Banker, Querdenker, Unternehmer und Publizist. Via Akademie richtet er sich an alle. Via Runplugged sind Proben seiner Bücher gratis zu hören. 

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10.12.2014, 3217 Zeichen

Weihnachten ist eigentlich ein Familienfest, ein Fest das man gemeinsam mit Familie, Freunden und Bekannten feiert, eine Zeit, wo man Ruhe findet und endlich einmal abschalten kann (das gelingt sogar mir und das heisst etwas). Die Weihnachtsfeiertage sind in unserer heutigen Welt eine der wenigen Tage im Jahr, wo kein Job ruft, kein Handy klingelt und kein Geschäft ruft, wo man Zeit hat zum Nachdenken, welche Ziele man sich für das folgende Jahr setzt.

Ich war am Wochenende im Stadtzentrum von Wien unterwegs. Auf den Hauptshoppingstrassen gab es kein Durchkommen, Menschenmassen wie bei einem Musikfestival. Schlangen vor den Kassen und in den Geschäften, einfach nur Stress pur. Stau auf allen Ausfallstrassen aus Wien. Der Handel jubelt über den höchsten Umsatz an einem Adventwochenende. Einfach nur Crazy.

Weihnachten wurde sicher nicht als Fest des Konsumrausches und der Geldverschwendung geschaffen. Die Shoppinghysterie, die vom Handel natürlich gezielt gefördert hat, und die man alljährlichen in den Stadtzentren und Shopping Malls erlebt, hat Weihnachten zweckentfremdet. Stress anstelle von Ruhe, und grenzenloser Konsum anstelle von Nachdenken.

Das dicke Ende kommt jedoch wenn die schlimmste Jahreszeit beginnt, wenn es im Jänner und Februar richtig kalt auf den Straßen wird. Ein großer Teil des Konsums vor Weihnachten passiert nämlich auf Schulden, Kreditkarten und Geld ausgeben, was die Leute noch gar nicht besitzen. Und die Rechnung für den Shoppingwahn kommt dann im Jänner und Februar, wenn hohe Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge mit überzogenen Bankkonten im Postfach landen.

Dann muss eisern gespart werden um die Schulden abzubezahlen, sonst kommt der Kuckuck. Die Effekte der vorweihnachtlichen Verschwendung sind überall sichtbar: Leere Restaurants, leere Züge, leere Hotels, leere Flugzeuge, leere Geschäfte – und das trotz Abverkauf und Sonderrabatten. Als Vermieter sehe ich ebenfalls den Effekt, denn im Jänner und Februar kommen überdurchschnittlich viele Mieten zu spät. Das Geld ist einfach alle bei vielen Leuten.

Ich kann nur jedem raten, sich auf die Ursprünge des Weihnachtsfests zu besinnen, anstelle in den vorweihnachtlichen Kaufrausch zu verfallen, um zu überteuerten Preisen Geschenke zu kaufen, die zu 50% gar nicht gebraucht werden. Die besten Geschenke sind kreativ und kosten nicht viel, und das wichtigste Geschenk ist Zeit. Zeit die man nicht in überfüllten Geschäften verbringt sondern mit seinen Freunden und der Familie.

Auch wirtschaftlich betrachtet ist die ganze Weihnachtsshoppingtour völlig widersinnig. Geschenkgutscheine sind wesentlich effektiver, der Beschenkte kann sich kaufen was er will und hat keine falsch sitzende Kleidung oder unpassende Vasen für seine Wohnung, und die Preise sind nach Weihnachten 50% weniger.

Meine Empfehlung an alle: Hört auf mit dem vorweihnachtlichen Shopping Marathon. Schenkt Euch selbst Zeit zum Nachdenken und Zeit zum Ziele Definieren für das neue Jahr, und schenkt Euren Freunden und Eurer Familie Kreativität und Aufmerksamkeit anstelle teurer Geschenke. Das Geld was ihr Euch dabei erspart, könnt ihr besser investieren, in Eure Bildung oder die Bildung Eurer Kinder, oder in Eure finanzielle Unabhängigkeit.

 


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1. Weihnachten, Christbaumkugel, http://www.shutterstock.com/de/pic-154974956/stock-photo-christmas-ornaments-on-the-christmas-tree.html , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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