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Rocket Internet-Aktie: Nach Verlusten am seidenen Faden (Plusvisionen.de, Marc Schmidt)

Bild: © www.shutterstock.com, Rocket Internet, Logo 360b / Shutterstock.com

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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02.09.2016, 2490 Zeichen

Rocket Internet – mit Beteiligungsgesellschaften hat man als Aktionär immer seine Not. Was sind die Beteiligungen aktuell wert. Zu welchem Preis werden diese sich künftig veräußern lassen? Denn das ist in aller Regel entscheidend, da Beteiligungsgesellschaften damit das große Geld verdienen. Und weil es so viele Fragen zum Geschäftsmodell und zur Werthaltigkeit gibt, machte die Börse bei Beteiligungsgesellschaften einfach einen Bewertungsabschlag – ergo, die Aktie wird meist unter Wert gehandelt. Auch bei Rocket Internet (WKN: A12UKK / ISIN: DE000A12UKK6) wird dieser „Standardabschlag“ gemacht.

Nun hat Rocket Internet für das erste Geschäftshalbjahr auch noch einen stattlichen Verlust von 617 Millionen Euro gemeldet. Sondereffekte aufgrund von Wertberichtigungen bei der Global Fashion Group (GFG) hätten das Ergebnis belastet. Das Wort „Sondereffekte“ kommt in diesem Zusammenhang etwas seltsam daher, da die GFG Abschreibungen auf den Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte vorgenommen hat, was nichts besonders bei einer Beteiligungsgesellschaft sein sollte, sondern Kerngeschäft ist. Sondereffekte soll wohl dem geneigten Anleger suggerieren, dass es sich hier um etwas Außergewöhnliches handele – und es somit in Zukunft keinesfalls mehr vorkomme. Hat das Rocket Internet (schon) nötig? Man könnte meinen, es stehe um das Unternehmen schlimmer als gedacht und es ist noch ein deutlicherer Abschlag als der sonst übliche notwendig.

Rocket-Internet-Chart: finanztreff.de

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Unverdrossen optimistisch bleibt Rocket-CEO Oliver Samwer [ist auch sein Job]: „Nach wie vor erwarten wir, dass bis Ende 2017 mindestens drei unserer Beteiligungen profitabel sein werden, und die aggregierten operativen Verluste unserer wesentlichen Beteiligungen 2015 den Höchstpunkt hatten.“

Bei den Anlegern schwindet hingegen der Optimismus, zurecht, wenn das Unternehmen nicht bald auf Dauer bessere Zahlen liefert…

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Ein Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.


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