04.10.2017, 4574 Zeichen
Noch ist die Umwandlung bei thyssenkrupp vom größten deutschen Stahlkonzern in ein Industrie- und Technologieunternehmen des 21. Jahrhunderts nicht abgeschlossen. Nachdem es lange Zeit so ausgesehen hatte, als sollte die Neuaufstellung nicht gelingen, scheint man nun dem Ziel aber endlich näher gekommen zu sein.
Vor einigen Jahren sah es rund um Deutschlands größten Stahlkonzern ziemlich düster aus. Die Finanzkrise, teure Abenteuer in Übersee und die Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt machten dem Essener DAX -Konzern zu schaffen. Inzwischen hat sich die Lage jedoch deutlich aufgehellt. Am 9. September wurde der endgültige Verkauf des brasilianischen Stahlwerks CSA für 1,5 Mrd. Euro an den lateinamerikanischen Stahlhersteller Ternium vermeldet. Das Weiterverarbeitungswerk in den USA konnte thyssenkrupp bereits im Jahr 2014 erfolgreich an ein Konsortium um ArcelorMittal und Nippon Steel verkaufen.
Mit dem Verkauf konnte thyssenkrupp nicht nur die Netto-Finanzschulden weiter senken. Das „Missverständnis“ Steel Americas konnte auf diese Weise ebenfalls zu den Akten gelegt werden. Zudem wurde die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen traditionellen Stahlgeschäft deutlich verringert. thyssenkrupp erwirtschaftet nun laut eigener Aussage mehr als 75 Prozent seines Umsatzes mit profitablen Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Und jetzt hat man auch noch eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft gefunden.
Zwischenzeitlich war sogar wieder von einer so genannten „Deutschen Stahl AG“ die Rede. Am 23. August hatte das Handelsblatt berichtet, dass es Überlegungen für einen Zusammenschluss der Stahlgeschäfte von thyssenkrupp, der Stahlgruppe Georgsmarienhütte und der Salzgitter AG geben würde. Allerdings wurde daraus bekanntlich nichts. Stattdessen konnten sich thyssenkrpp und das indische Stahlunternehmen Tata Steel grundsätzlich darauf einigen, ihre Europa-Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture zusammenzulegen. Rund eineinhalb Jahre wurde bereits verhandelt. Bis Anfang 2018 soll die Vertragsunterzeichnung erfolgen, während der Vollzug bis Ende 2018 angestrebt wird.
Das neue Unternehmen würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Mrd. Euro erzielen und etwa 48.000 Mitarbeiter an aktuell 34 Standorten beschäftigen. Die Versandmengen des Joint Ventures würden etwa 21 Millionen Tonnen pro Jahr betragen. Man wäre die neue Nummer zwei hinter Marktführer ArcelorMittal. Die jährlichen Synergien werden bei 400 bis 600 Mio. Euro gesehen. Allerdings dürfte insbesondere vonseiten von Gewerkschaften einiges an Gegenwind drohen.
Zudem sind auch umfangreiche Stellenstreichungen zu erwarten. Dies hat das Management zuletzt jedoch nicht daran gehindert, die Neuaufstellung des Konzerns voranzutreiben. Um den finanziellen Handlungsspielraum wurde zudem eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um 10 Prozent spülte knapp 1,4 Mrd. Euro in die Kassen. Das Geld soll unter anderem dabei helfen, sich auf neue Geschäftsbereiche abseits des Stahlgeschäfts zu konzentrieren. Warten wir ab, wie gut die Umstrukturierung in den kommenden Jahren vonstattengehen wird.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der thyssenkrupp-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DM5YZS) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,56, die Knock-Out-Schwelle bei 18,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM47UK, aktueller Hebel 3,02; Knock-Out-Schwelle bei 31,15 Euro) auf fallende Kurse der thyssenkrupp-Aktie setzen.
Stand: 03.10.2017
© Deutsche Bank AG 2017Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1180: ATX nach umsatzstarken Rekordtagen etwas schwächer, AT&S gesucht, danke an die Porr und Servus TV
ArcelorMittal Letzter SK: 0.00 ( 0.00%)
DAX Letzter SK: 0.00 ( 0.10%)
Deutsche Bank
Uhrzeit: 18:29:28
Veränderung zu letztem SK: 0.01%
Letzter SK: 30.94 ( 2.45%)
Salzgitter
Uhrzeit: 18:24:52
Veränderung zu letztem SK: -7.84%
Letzter SK: 56.45 ( -1.40%)
ThyssenKrupp
Uhrzeit: 18:26:00
Veränderung zu letztem SK: -4.12%
Letzter SK: 11.06 ( -1.12%)
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:AT&S, Lenzing, DO&CO, Austriacard Holdings AG, Semperit, EuroTeleSites AG, Erste Group, CPI Europe AG, Verbund, Marinomed Biotech, SBO, voestalpine, Rosgix, EVN, Uniqa, Warimpex, FACC, BTV AG, Zumtobel, BKS Bank Stamm, Amag, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
Zertifikate Forum Austria
Das Zertifikate Forum Austria wurde im April 2006 von den führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs gegründet. Zu den Fördermitgliedern zählen alle führenden deutschsprachigen Börsen für Zertifikate – die Börse Stuttgart, die Börse Frankfurt Zertifikate AG, die Wiener Börse AG und gettex exchange– sowie das Finanzportale finanzen.net GmbH.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Und noch ein High für das gleichgewichtete Austria 30...
» Börsegeschichte 18.6.: Pankl, Strabag (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Karl-Heinz Strauss, Klemens Eiter, Thomas Winkler, Sandra Marc...
» PIR-News: Research zu Flughafen Wien, Erste Group, Semperit, Palfinger, ...
» ATX leicht unter Rekordniveau: Wiener Börse erlebt umsatzstarke Tage und...
» Porr-Aktie auf Allzeithoch: Kapitalmarktstimmen vom Kundengartenfest in ...
» Wiener Börse Party #1180: ATX nach umsatzstarken Rekordtagen etwas schwä...
» Wiener Börse zu Mittag leichter: AT&S, Flughafen und Bajaj Mobility gesucht
» ATX-Trends: wienerberger, Semperit, AT&S, Lenzing ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wie Warimpex, Wolftank-Adisa, Flughafen Wien, Baj...
- Wie SBO, AT&S, Uniqa, Lenzing, voestalpine und Wi...
- Österreich-Depots: Und noch ein High für das glei...
- Börsegeschichte 18.6.: Pankl, Strabag (Börse Gesc...
- Nachlese: Karl-Heinz Strauss, Klemens Eiter, Thom...
- #gabb Jobradar: Agrana, Uniqa, Strabag (#gabb Radar)
Featured Partner Video
Zertifikate Party Österreich: Axel Schmidt zur Verbindung Deutsche Börse Frankfurt / ZFA (noch 3 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026)
Zertifikate Party Österreich mit dem Zertifikate Award Austria Countdown: Noch 3 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026, heute ist Axel Schmidt, Head of Business Development bei der Deutsche Börse...
Books josefchladek.com
Joan van der Keuken
Wij zijn 17
1955
C.A.J. van Dishoeck
Yusuf Sevinçli
Oculus
2018
Galerist & Galerie Filles du Calvaire
Antonio Moreno
Cuaderno de campo
2025
Self published
