11.01.2019, 3977 Zeichen
Der Chemiekonzern BASF bewegt sich derzeit in einem schwierigen Marktumfeld. Trotzdem vergessen die Ludwigshafener nicht, passende Maßnahmen zu ergreifen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Frage bleibt nur, ob es die richtigen Maßnahmen sind.
Am 20. und 21. November 2018 stellte die BASF im Rahmen ihres Kapitalmarkttages die neue Konzern-Strategie vor. Schon zu diesem Zeitpunkt gelang es dem Chemiekonzern nicht, an der Börse für Aufbruchstimmung zu sorgen. Das in Aussicht gestellte jährliche Wachstum des EBITDA vor Sondereinflüssen um 3 bis 5 Prozent konnte Anleger nicht vom Hocker reißen. Für noch mehr Enttäuschung sorgte eine kurz darauf ausgesprochene Gewinnwarnung.
Am 7. Dezember hieß es von Unternehmensseite, dass für das Geschäftsjahr 2018 statt eines leichten Rückgangs des Ergebnisses der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen von bis zu 10 Prozent nun ein deutlicher Rückgang von 15 bis 20 Prozent erwartet wird. Die EBIT-Prognose („deutlicher Rückgang“) und die Umsatz-Erwartungen („Anstieg von bis zu 5 Prozent“) wurden bestätigt. Dies war allerdings nur ein schwacher Trost.
Entsprechend schwach schnitt die BASF-Aktie im Jahr 2018 ab. Auf Jahressicht stand beim DAX-Wert ein Kursminus von rund 34 Prozent zu Buche. Zumal die BASF auch mit einigen negativen Sonderfaktoren fertig werden musste. Dazu gehörte vor allem die lange Zeit vorherrschende Trockenheit in Deutschland und ein damit zusammenhängender niedriger Rheinpegel. Der niedrige Wasserstand des Rheins wirkte sich negativ auf die Logistikkette des Konzerns aus und sollte das BASF-Ergebnis im Schlussquartal um rund 200 Mio. Euro belasten. Doch das ist nicht alles.
Der BASF machen auch der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die drohende Konjunkturabkühlung zu schaffen. Schließlich gilt das Chemiegeschäft als besonders konjunkturabhängig. Zudem hat das Unternehmen im Zuge seiner neuen Strategie Asien und vor allem China als wichtige Zukunftsmärkte ausgemacht. Die bereits starke Positionierung in dieser Region soll noch weiter ausgebaut werden. Beispielsweise wurde bereits am 29. Oktober 2018 verkündet, dass die BASF und das chinesische Erdgas- und Mineralölunternehmen SINOPEC eine Absichtserklärung über den Ausbau der Kooperation in China unterzeichnet haben. Teil der neuen Strategie ist auch ein Sparprogramm. Dieses soll zwischen 2019 bis 2021 umgesetzt werden und ab Ende 2021 einen jährlichen Ergebnisbeitrag von 2 Mrd. Euro leisten.
Die BASF setzt im Zuge ihrer neuen Strategie auf organisches Geschäftswachstum. Allerdings sollen auch einige jüngst getätigte Zukäufe helfen, nachdem Bayer im Zuge der Monsanto-Übernahme bestimmte Geschäftsbereiche abgeben musste. Die BASF schnappte sich Teile des Geschäfts mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sowie den vielversprechenden Bereich Digital-Farming. Zudem wird das Öl- und Gasgeschäft gemeinsam mit LetterOne ganz neu geordnet. Dieses wird in das Joint Venture Wintershall DEA eingebracht. Dem Ludwigshafener Unternehmen fallen dabei zunächst 67 Prozent der Anteile zu. Mittelfristig ist ein Börsengang angedacht, was viele Möglichkeiten eröffnet. Außerdem will die BASF vom erwarteten Boom im Bereich Batterien für Elektroautos profitieren.Ab Ende 2020 sollen Batteriematerialien für den europäischen Automobilmarkt im finnischen Harjavalta produziert werden. Dies zeigt, dass die BASF trotz oder gerade wegen des aktuell vorherrschenden schwierigen Marktumfelds die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen möchte.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der BASF-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX1N2B) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,10, die Barriere bei 50,45 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS7YMY, aktueller Hebel 4,32, Barriere bei 74,50 Euro) auf fallende Kurse der BASF-Aktie setzen.
Stand: 10.01.2019
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