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ATX-Trends: KapschTrafficCom, voestalpine, Strabag, OMV, Bawag ...

08.10.2020, 5009 Zeichen

Kaum verändert schloss der heimische Markt, der ATX beendete den gestrigen Handel mit einem marginalen Rückgang von 0,1%. Unter den Einzelwerten stand unter anderem Kapsch TrafficCom im Blickpunkt, der Mautspezialist wird bis Mitte 2021 mit einem neuentwickelten System die Lkw-Maut in elf EU-Ländern einnehmen können, weitere EU-Staaten mit elektronischer Lkw-Maut aber auch die Schweiz sollen folgen, sobald dort die technischen Voraussetzungen geschaffen wurden, das bedeutete für die Aktie einen Anstieg von 4,7%. Voestalpine verbesserte sich um 2,8%, der Linzer Stahlkonzern bewarb sich für EU-Gelder, um den klimaschädlichen CO2-Ausstoß bei der Stahlerzeugung zu reduzieren. Die Strabag gab bekannt, dass das Unternehmen einen Partner für einen neuen Auftrag in Tschechien an Land gezogen hat, der Gesamtwert beträgt etwa 105 Millionen Euro und wird für beide Partner gleich aufgeteilt, dennoch musste der Titel gestern 1,5% nachgeben. Die OMV befindet sich weiter auf Erholungskurs und stieg im Vorfeld des heute zur Veröffentlichung anstehenden Trading Update um 1,2%, dass der Erdölkonzern von der polnischen Wettbewerbsbehörde im Zusammenhang mit Nord Stream 2 eine Strafe von knapp 20 Millionen Euro auferlegt bekam, konnte die Aktie nicht nachhaltig belasten. Einen eher schwachen Tag hatten die Banken, die Bawag musste 1,2% abgeben, die Erste Group verzeichnete ein Minus von 0,8% und die Raiffeisen musste 0,4% schwächer schliessen. Stärkster Titel des gestrigen Handels war wieder einmal Semperit, für den Kautschuk- und Gummikonzern und Hersteller medizinischer Schutzhandschuhe brachte der Handel eine Verbesserung von 5,1%. Ebenfalls sehr gesucht war Palfinger, der Kranhersteller konnte einen Anstieg von 3,6% verbuchen. FACC präsentierte sich leicht erholt, der Luftfahrtzulieferer beendete den Tag mit einer 1,5% höheren Notierung, auch der Verbund war gut nachgefragt und konnte eine Steigerung von 1,7% verbuchen. Die Liste der Verlierer wurde von Immobilienwerten angeführt, für Immofinanz gab es einen Rückgang von 2,6%, für S Immo ging es 2,4% nachunten. Auch die Telekom Austria wurde verkauft, hier schwappte die schlechte Stimmung europaweit für den Sektor nach Wien über, es kam zu einem Minus von 2,5%. Andritz litt unter Gewinnmitnahmen, der Anlagenbauer beendete den Tag mit einer im Vergleich zum Vortag 2,0% tieferen Notierung.

Unternehmensnachrichten

Agrana

Der börsenotierte Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana hat die Coronakrise bisher gut überstanden. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2020/2021 erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,7 Prozent auf 1,309 Mrd. Euro, das Konzernergebnis stieg um 19 Prozent auf 34,4 Mio. Euro. Weniger Verlust im Zuckergeschäft ließ den Gesamtgewinn steigen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag im Bereich Frucht bei 30,1 Mio. Euro, im Vorjahreshalbjahr waren es noch 36,1 Mio. Euro. Das EBIT im Geschäftsbereich Stärke lag nahezu unverändert bei 34,7 (34,3) Mio. Euro und im Zuckersegment halbierte sich das Minus auf -9,0 (-18,7) Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet die Agrana unter Berücksichtigung der Coronakrise mit einem Konzern-EBIT "zumindest auf Vorjahresniveau". Beim Konzernumsatz erwartet der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern einen "leichten bis moderaten" Anstieg um bis zu 10 Prozent. Die Prognose beinhaltet auch noch keine finanziellen Auswirkungen einer möglichen Schließung der Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld (NÖ) nach der Zuckerrüben-Kampagne 2020. Die Anbauvertragsverhandlungen der Agrana mit den Rübenbauern laufen noch bis Mitte November um die Rübenanbaufläche in Österreich auf zumindest 38.000 Hektar zu steigern. Abhängig vom Verhandlungsergebnis Mitte November will der Zuckerkonzern über Weiterbetrieb oder Schließung der Fabrik in Leopoldsdorf nach Ende der heurigen Zuckerrübenverarbeitung entschieden.

OMV

Das heimische Öl- und Gasunternehmen OMV veröffentlichte heute sein Trading Update für das Q3/20. Im Upstream ging die Gesamtproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% auf 444 kboe/d zurück (+4,3% QoQ). Die Gesamtverkaufsmenge ließ damit einhergehend auch im Jahresvergleich um 9,4% auf 422 kboe/d nach und war im Vergleich zum Q2/20 um 2,8% zu rückläufig. Während sich der durchschnittlich realisierte Rohölpreis im Vergleich zum Q2/20 um 45,7% auf $37,3/bbl steigerte (-36,8% YoY), ging der durchschnittlich realisierte Gaspreis um 11,0% auf 7,3/MWh zurück (-31,8% YoY).

Im Downstream waren sowohl die Retail Margen als auch die Commercial Margen rückläufig. Die OMV Referenz-Raffineriemarge brach um 61,5% QoQ auf $0,87/bbl ein (-84,1% YoY). Der Raffinerie-Auslastungsgrad konnte im Quartalsvergleich um 11 Prozentpunkte auf 90% gesteigert werden. Die Ethylen/Propylen Netto-Marge musste im Vergleich zum Vorquartal einen Rückgang um 4,5% auf €375/t verkraften (-15,0% YoY). Während die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten um 12,7% QoQ auf 4,69 Mio. t anstieg (-17,1% YoY), legte die Erdgas-Verkaufsmenge um 2,9% QoQ auf 33,27 TWh zu (+22,5% YoY).

 


(08.10.2020)

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Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbund und Bawag (auch nach Ende Rückkaufprogramm) gesucht




 

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    Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag im Bereich Frucht bei 30,1 Mio. Euro, im Vorjahreshalbjahr waren es noch 36,1 Mio. Euro. Das EBIT im Geschäftsbereich Stärke lag nahezu unverändert bei 34,7 (34,3) Mio. Euro und im Zuckersegment halbierte sich das Minus auf -9,0 (-18,7) Mio. Euro.

    Für das Gesamtjahr rechnet die Agrana unter Berücksichtigung der Coronakrise mit einem Konzern-EBIT "zumindest auf Vorjahresniveau". Beim Konzernumsatz erwartet der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern einen "leichten bis moderaten" Anstieg um bis zu 10 Prozent. Die Prognose beinhaltet auch noch keine finanziellen Auswirkungen einer möglichen Schließung der Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld (NÖ) nach der Zuckerrüben-Kampagne 2020. Die Anbauvertragsverhandlungen der Agrana mit den Rübenbauern laufen noch bis Mitte November um die Rübenanbaufläche in Österreich auf zumindest 38.000 Hektar zu steigern. Abhängig vom Verhandlungsergebnis Mitte November will der Zuckerkonzern über Weiterbetrieb oder Schließung der Fabrik in Leopoldsdorf nach Ende der heurigen Zuckerrübenverarbeitung entschieden.

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