18.01.2021, 3066 Zeichen
Anders als beim klassischen Aktienportfolio werden etwaige Gewinne aus dem Handel mit Digitalen Assets, wie zum Beispiel Kryptowährungen, nicht automatisiert an die Finanz abgeführt. Die Finanz muss also auf die Ehrlichkeit der Investoren zählen und hoffen, dass diese die Gewinne in ihren Steuererklärungen auch ausweisen. Blockpit, Entwickler von Online-Finanz-Lösungen für das Portfolio-Management und Steuerreporting von auf Blockchain Technologien basierenden digitalen Assets, empfiehlt allen Steuerpflichtigen, sämtliche Einkünfte aus Kryptowährungen transparent und sauber zu dokumentieren, da diese Nachweise auch rückwirkend vom Finanzamt eingefordert werden können. „Die meisten unserer Kunden erzielten im Jahr 2020 fünfstellige Kryptogewinne. Wir geben ihnen mit unserer Softwarelösung die Sicherheit, dass bei der Steuererklärung und der Kommunikation mit dem Finanzamt alles passt“, so Florian Wimmer, Geschäftsführer und Mitgründer von Blockpit.
Im Rahmen der Studie wurden anonyme Nutzerdaten zur Einschätzung des möglichen Steueraufkommens genauer betrachtet, wobei nur aktive Nutzer mit lückenloser Transaktionshistorie herangezogen und Ausreißer zuvor entfernt wurden, um einen „durchschnittlichen Nutzer“ abzubilden. Die Zahl der Kryptoanleger in Österreich wird aktuell auf 180.000 geschätzt und basiert auf den Zahlen der registrierten Nutzer auf den führenden Tauschbörsen sowie auf Erhebungen durch die Österreichische Nationalbank. Laut Blockpit hält dieser Krypto-Nutzer zum Stichtag 31.12.2020 einen Portfoliowert von 32.129 Euro und erzielte im Steuerjahr 2020 potenziell steuerpflichtige Gewinne in Höhe von durchschnittlich 10.836 Euro sowie steuerfreie Gewinne in Höhe von 7.558 Euro. Entsprechend der Annahmen der Autoren ergibt sich bei rund 180.000 Kryptowährungsbesitzern in Österreich – von denen der Datengrundlage zufolge nur 55% aktiv am Handel partizipieren – bei einem durchschnittlichen Einkommensteuersatz von 35 %, ein Steueraufkommen in Österreich für das Jahr 2020 in Höhe von 375 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im Nachbarland Deutschland beträgt das hochgerechnete Steueraufkommen vergleichsweise „nur“ 1,28 Mrd. Euro. Es zeigt sich hierbei, dass Österreich im Vergleich zu Deutschland eine höhere Dichte an Kryptonutzern in der Bevölkerung aufweist. Für beide Länder wurde die Anzahl der Kryptonutzer konservativ geschätzt und basiert auf Studien aus den Jahren 2018 bis 2020. Die neuen Zuwächse aus dem aktuellen Krypto-Boom sind hier noch nicht berücksichtigt. Sollte sich der Kryptomarkt also im Jahr 2021 weiterhin wie bisher entwickeln oder sogar nur halbwegs stabil bleiben, sind weitaus höhere Zahlen für die kommende Steuerschätzung zu erwarten.
Die Hochrechnung für die Studie wurde durchgeführt von Florian Wimmer, Geschäftsführer des Kryptosteuerexperten Blockpit gemeinsam mit Philipp Sandner, dem Gründer des Frankfurt School Blockchain Center, Stefan Schmitt vom Frankfurt School Blockchain Center und mit Joerg Andres, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater bei der Andres Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.
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Florian Wimmer, CEO der Blockpit GmbH, Credit: Blockpit
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