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ATX-Trends: Erste Group, RBI, Wienerberger, Immofinanz, S Immo ...

19.01.2021, 3868 Zeichen

Deutlich verbessern konnte sich am gestrigen Handelstag der heimische Markt, der ATX schaffte einen Anstieg von 1,4%. Auch in Wien waren die Handelsumsätze unterdurchschnittlich gering, viele Anleger schienen sich angesichts neuer Lockdown-Verschärfungen in einigen Ländern und der anstehenden Vereidigung des designierten US-Präsidenten Joe Biden zurückzuhalten, da hier ja erneute Unruhen befürchtet werden. Für Bewegung sorgten in Wien einzelne Unternehmensmeldungen und Analystenkommentare, so hatte die Deutsche Bank das Kursziel für voestalpine von 27,0 Euro auf 31,0 Euro erhöht und die Einstufung als „Halten“ bestätigt, der Stahlkonzern konnte um 3,9% vorrücken. Kapsch TrafficCom konnte gleich um 7,3% in die Höhe springen und war stärkster Titel des gestrigen Tages, der Mautsystemanbieter sicherte sich einen Vertrag mit fünf Jahren Laufzeit in Bulgarien und wird hier für den technischen Betrieb des e-Vignettensystems für Pkw und des elektronischen Mautsystems für Lkw zuständig sein, das Projektvolumen beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro. Die Banken hatten einen guten Tag, die Bawag konnte sich um 2,0% verbessern, für die Erste Group ging es um 2,2% nach oben und für die Raiffeisen gab es eine 2,1% höhere Schlussnotierung. Die Ölwerte zeigten sich nach dem schwachen Freitag erholt, Schoeller-Bleckmann schaffte einen Anstieg von 0,8%, für die OMV brachte der Handel einen Zuwachs von 1,6%. Ebenfalls gut nachgefragt wurde Wienerberger, der Ziegelkonzern notierte gegen Ende des Handels um 2,6% höher als am Vortag. Gesucht waren auch Immobilienwerte, für die Immofinanz gab es ein Plus von 2,4%, S Immo konnte um 2,4% anziehen. Die Liste der Verlierer wurde von Werten aus der Reise und Luftfahrtbranche angeführt, nachdem der Flughafen Frankfurt einen dramatischen Einbruch der Passagierzahlen im abgelaufenen Jahr gemeldet hatte, das Cateringunternehmen Do & Co musste 3,3% nachgeben, für den Flughafen Wien ging es in gleichem Ausmaß nach unten. Ebenfalls zu den Verlierern zählte die Strabag mit einem Minus von 2,9%, während sich der zweite Bautitel, Porr, um 0,8% verbessern konnte.

Unternehmensnachrichten

Schoeller-Bleckmann
Schoeller-Bleckmann präsentierte heute sein vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020. Laut den vorläufigen Zahlen lag der Umsatz von SBO bei €291 Mio. (2019: €445,3 Mio.). Das operative Ergebnis war ausgeglichen, wurde jedoch von Wechselkursverlusten in der Höhe von €7 Mio. belastet. Dadurch betrug das Betriebsergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten €-6 Mio. (2019: €60,8 Mio.), das EBIT nach Einmaleffekten belief sich auf €-28 Mio. (2019: €60,2 Mio.). Die im ersten Halbjahr 2020 berichteten, nicht-liquiditätswirksamen Wertminderungen von Vermögenswerten bei nordamerikanischen Tochtergesellschaften sowie Restrukturierungsaufwendungen in der Höhe von €21,3 Mio. wirkten sich hierbei negativ auf das Ergebnis aus.  Das Ergebnis vor Steuern kam auf €-31 Mio. (2019: €47,9 Mio.). Durch den hohen positiven Cashflow und einen Bestand an liquiden Mitteln von €314 Mio. verzeichnete das Unternehmen eine Nettoliquidität von €9 Mio. (2019: Nettoverschuldung €20,1 Mio.).

Kapsch TrafficCom
Kapsch Traffic Solutions, ein Konsortium verschiedener Unternehmen der Kapsch TrafficCom Group, ist für die Laufzeit von fünf Jahren für den technischen Betrieb des e-Vignettensystems für Pkws und des elektronischen Lkw-Mautsystems in Bulgarien zuständig. Die Beauftragung folgt einer öffentlichen Ausschreibung, aus der Kapsch Traffic Solutions als Bestbieter hervorging. Der technische Betrieb umfasst die Wartung sämtlicher Hardware und Software sowie den Betrieb der Datencenter. Das Gesamtprojektvolumen beträgt rund €60 Mio. Kapsch Traffic Solutions errichtete in Bulgarien das bestehende Pkw e-Vignettensystem und das elektronische Lkw-Mautsystem. Diese wurden 2019 bzw. 2020 fertig gestellt und an den Staat übergeben.


(19.01.2021)

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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

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