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06.10.2021

Das Revival politscher Börsen. Na wer sagt’s denn. Die so lange an die hinteren Plätze in der Kapitalmarkt-Präferenz gerutschte Politik kommt gerade zurück. Und das mit Verve. Reißt die Themenhoheit an sich und spielt sich über den Globus die Bälle wieder fleißig zu.

Da haben wir zum Beispiel das schon längst als abgemacht verstandene US-Infrastrukturpaket. Gefühlt 10 mal Senat und Kongress hinauf und hinunter diskutiert und jedes Mal mit Siegerpose Joe Bidens als „durch“ verkündet ist wieder doch nix. Man wird weiterverhandeln müssen. Ist offensichtlich ein US-Merkmal, bei der Vielzahl an Senatoren und Kongressabgeordneten wohl immer einen oder eine zu finden, die sich‘s dann doch wieder überlegt. Kennen wir ja von Bayer, VW, etc … die wohl noch Jahre Rechtsstreitereien ausfechten und bezahlen müssen, bis entweder nix mehr in der Kasse, oder jeder, wirklich jeder Richter final geurteilt hat.

Aber auch die EU kann’s wieder so richtig in Sachen Politik. Ursache: die Preisexplosion bei Rohöl, Erdgas, Kohle und in deren Folge, richtig Strom. Unsere geliebte Steckdose wird gerade zur Sparkassa umfunktioniert. Und da nähern sich diesem Kostenfaktor unsere vielschichtigen EU-Politiker auf ebenso vielschichte Art und Weise gerade an. Spanien will seine Versorger pauschal von Gewinnen befreien und dem Volke wieder geben „was des Volkes ist“. Blöd nur, dass die Versorger selbst die hohen Preise für ihre Energie-Einkäufe bezahlen müssen. Die Freude über Gewinne erstickt in der Logik gerade. Oder Frankreich. Da wird gleich, ohne auf die Ursachen, nämlich obige Energiepreisexplosion, hinzuweisen, eine pauschale Deckelung der Strompreise verordnet. Und weil es dem kommenden Wahlziel hilft gibt’s gleich einen Bonus für kleinere Einkommensschichten drauf, der vielleicht gar nicht notwendig wäre, weil ma n ja eh die Preise der Endverbraucher stark begrenzt. Auch UK geht seinen eigenen, fast störrisch anmutenden Weg. Markt ist Markt und wem das nicht passt der muss halt gehen oder schließen. Haben bereits ein Versorger und zwei Düngemittelfabriken gemacht. Aus, wir sperren zu. Mit Folgen die einem sogar die Augen vor zynischem Lächeln feucht werden lassen: weil die Düngemittel-Fabriken zu sind, gibt es auch kein Abfallprodukt aus deren Produktion, CO². Kein Scherz, dieses CO² ist für viele Industrien enorm wichtig. Vom Bier, über Limonaden zu Fleischkonservieren bis zu Kühlketten, alles CO²-abhängig. Der grüne Gedanke verkrümelt sich gerade ins Abseits vor Scham.

Ach ja, nachdem Deutschland noch im Nachwahlstreiten und somit ziemlich entscheidungsgelähmt wirkt, springt Österreich mit einer Steuerreform die, quasi als Rettung vor dem Niedergang bei Wählerumfragen, eine starke Komponente bezüglich der aktuellen Energiepreisthematik enthält, mitten ins europäische Geschehen. Ein Marktpreis, den wir Alle im Hintergrund aber kaum vordergründig im Auge haben wird dabei ins Zentrum gerückt, das CO². Schlau, aber für uns Kapitalisten doch wieder nicht, denn die Adresse ist die gleiche: staatliche Eingriffe ins Preisgeschehen. Also wird die Preiserhöhung bei Öl und Erdgas via CO²-Abgabe an uns Energieverbraucher lässig weitergegeben. Und dies mit dem Mascherl „ökosozial“. Quasi, wer sich den Benzinfresser leisten kann, der soll auch mehr dafür bezahlen. Gleichzeitig will man die einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten schützen inde m man ihnen Förderungen und Begünstigungen verspricht. Also Verteuern und danach zum Betteln verurteilen. Genial. So ist eben Politik.

Ja, und die Kapitalmärkte haben diesen Kauderwelsch in der Interpretation der jeweiligen Börsen zu entwirren. Die Einen haben den Vorteil bei Versorgern mit alternativer Energieerzeugung belassen, die anderen pauschalieren Alle. Die einen müssen mit Marktpreisen Vorteile und Nachteile von Industrien bewerten, die Anderen kalkulieren die Nachteile bei bevormundeten Energieeinkäufern. Der gesamte Kapitalmarkt aber überdenkt gerade wie weit die jeweilige Politik gehen würde um ihre Interessen zu schützen obwohl in einem offenen Markt, wie beispielsweise die EU, ein grenzüberschreitender Verkauf auch für Strom und Erdgas gilt. Eine Variable die die Kapitalmärkte schon lange nicht mehr so analytisch spielen mussten.

Da ist ja die Hängepartie in USA schon fast eine Erholung …

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 06.10.)


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    Da haben wir zum Beispiel das schon längst als abgemacht verstandene US-Infrastrukturpaket. Gefühlt 10 mal Senat und Kongress hinauf und hinunter diskutiert und jedes Mal mit Siegerpose Joe Bidens als „durch“ verkündet ist wieder doch nix. Man wird weiterverhandeln müssen. Ist offensichtlich ein US-Merkmal, bei der Vielzahl an Senatoren und Kongressabgeordneten wohl immer einen oder eine zu finden, die sich‘s dann doch wieder überlegt. Kennen wir ja von Bayer, VW, etc … die wohl noch Jahre Rechtsstreitereien ausfechten und bezahlen müssen, bis entweder nix mehr in der Kasse, oder jeder, wirklich jeder Richter final geurteilt hat.

    Aber auch die EU kann’s wieder so richtig in Sachen Politik. Ursache: die Preisexplosion bei Rohöl, Erdgas, Kohle und in deren Folge, richtig Strom. Unsere geliebte Steckdose wird gerade zur Sparkassa umfunktioniert. Und da nähern sich diesem Kostenfaktor unsere vielschichtigen EU-Politiker auf ebenso vielschichte Art und Weise gerade an. Spanien will seine Versorger pauschal von Gewinnen befreien und dem Volke wieder geben „was des Volkes ist“. Blöd nur, dass die Versorger selbst die hohen Preise für ihre Energie-Einkäufe bezahlen müssen. Die Freude über Gewinne erstickt in der Logik gerade. Oder Frankreich. Da wird gleich, ohne auf die Ursachen, nämlich obige Energiepreisexplosion, hinzuweisen, eine pauschale Deckelung der Strompreise verordnet. Und weil es dem kommenden Wahlziel hilft gibt’s gleich einen Bonus für kleinere Einkommensschichten drauf, der vielleicht gar nicht notwendig wäre, weil ma n ja eh die Preise der Endverbraucher stark begrenzt. Auch UK geht seinen eigenen, fast störrisch anmutenden Weg. Markt ist Markt und wem das nicht passt der muss halt gehen oder schließen. Haben bereits ein Versorger und zwei Düngemittelfabriken gemacht. Aus, wir sperren zu. Mit Folgen die einem sogar die Augen vor zynischem Lächeln feucht werden lassen: weil die Düngemittel-Fabriken zu sind, gibt es auch kein Abfallprodukt aus deren Produktion, CO². Kein Scherz, dieses CO² ist für viele Industrien enorm wichtig. Vom Bier, über Limonaden zu Fleischkonservieren bis zu Kühlketten, alles CO²-abhängig. Der grüne Gedanke verkrümelt sich gerade ins Abseits vor Scham.

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