Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





ATX-Trends: UBM, Erste, RBI, FACC, Addiko, voestalpine ...

09.11.2022, 9006 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat am Dienstag erneut mit höheren Notierungen geschlossen, der ATX stieg um 0,6% und konnte damit seine jüngsten Zugewinne etwas ausbauen. In den Fokus der Investoren rückten die gestern Mittag angelaufenen US-Zwischenwahlen, aber auch die am Donnerstag anstehenden US-Inflationszahlen warfen bereits ihren Schatten voraus. Insbesondere im Hinblick auf die internationale Politik der USA werden die Ergebnisse der Zwischenwahlen mit Spannung erwartet, laut Umfragen drohen der demokratischen Partei von US-Präsident Joe Biden erhebliche Verluste, im Senat dürfte das Rennen aber wesentlich knapper ausfallen als im Repräsentantenhaus. Unternehmensseitig blieb es gestern eher ruhig, die Berichtssaison nimmt in Wien erst heute wieder Fahrt auf. Bei den Einzelwerten ist Lenzing weiter nicht aufzuhalten, der Faserhersteller knüpfte an die zuletzt extrem starke Entwicklung an und konnte sich um weitere erstaunliche 17,0% verbessern, wodurch sich der Aktienkurs im November schon fast verdoppelt hat.

Ein Plus von 1,1% gab es für die Erste Group, Österreichs größtes Geldhaus steht vor einem Zukauf in Tschechien, die tschechische Tochterbank Ceska Sporitelna hat einen Vertrag über den Kauf des lokalen Kreditportfolios der in Liquidation befindlichen russischen Sberbank in dem Land unterzeichnet, wie das Unternehmen am Montag mitgeteilt hat, Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Raiffeisen Bank International liebäugelt laut Medienberichten mit dem Kauf der Moneta Money Bank, die tschechische Tochter ist angeblich nach wie vor an einer Fusion mit Moneta interessiert, allerdings wird laut Unternehmensangaben ein möglicher Deal derzeit noch nicht geprüft, hier gab es einen Zuwachs von 1,6%. Lediglich die Bawag als drittes großes Finanzinstitut musste nachgeben und endete mit einem Minus von 0,5%. Die Vienna Insurance Group hat die Aufnahme der Aktien an der Budapester Börse beantragt, der erste Handelstag ist mit 11. November angesetzt, für den Titel gab es gestern keine Veränderung. Weiter gut gesucht war UBM Development, für den Titel ging es um 4,3% nach oben, auch Agrana wurde den zweiten Tag in Folge stark nachgefragt und erzielte einen Anstieg von 3,1%.

voestalpine

Der heimische Stahlkonzern voestalpine präsentierte heute seine Zahlen zum Q2/2022-23, die operativ deutlich über den Analystenschätzungen lagen. Der voestalpine-Konzern wies im 1. Halbjahr 2022/23 beim Umsatz und bei weiteren wesentlichen Ergebniskategorien Rekordwerte aus. Insgesamt steigerte der voestalpine Konzern die Umsatzerlöse im Q2/22-23 im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf €4.645,4 Mio. (Q2/21-22: €3.432,5 Mio.). Mit der Ausdehnung der Produktpreise über das Niveau der gestiegenen Kostenbasis hinaus verzeichnete der Konzern im Jahresvergleich einen Anstieg der Bruttomarge und damit einen Ausbau des operativen Ergebnisses. In Summe verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum um 14,1% auf €566,6 Mio. bei einer Marge von 12,2% (Q2/21-22: €496,4 Mio.; Marge 14,5%). Auf das EBIT wirkten sich im 1. Halbjahr 2022/23 die außerplanmäßigen Abschreibungen von insgesamt €173 Mio. in der High Performance Metals Division negativ aus. Konkret wurden Wertminderungen auf Vermögenswerte bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, Deutschland (€54 Mio.) sowie Wertminderungen des Firmenwertes bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HPM Production (€119 Mio.) vorgenommen. Daher ging das EBIT im Q2/22-23 im Jahresvergleich um 33,1% von €306,9 Mio. (Marge 8,9%) auf €205,4 Mio. (Marge 4,4% erhöhen. In Summe leitet sich daraus ein Ergebnis nach Steuern von €100,6 Mio. ab (Vorjahr: €226,5 Mio.). Der erst kürzlich im Zuge eines positiven Profit Warnings erneuerte Ausblick wurde bestätigt. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr 2022/23 und unter der Einschätzung einer sich abkühlenden Konjunktur im 2. Halbjahr 2022/23 erwartet der Vorstand der voestalpine AG – wie bereits am 24. Oktober 2022 veröffentlicht – aus heutiger Sicht ein EBITDA in einer Bandbreite von €2,3 bis 2,4 Mrd. Diese Zahl beinhaltet positive Einmaleffekte aus einem noch im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Grundstücksverkauf in der Höhe von rund €120 Mio.

Q2/2022-23: Umsatzerlöse: €4.649,8 Mio. (4.032e); EBITDA: €566,6 Mio. (524,5e); EBIT: €205,4 Mio. (281,1e), Ergebnis nach Steuern: €100,6 Mio. (211,2e)

 

Addiko

Die heimische Bankenholding Addiko Bank präsentierte heute ihre Ergebnisse für die ersten 3 Quartale des Geschäftsjahres 2022. Der Anteil der beiden Fokusbereiche Konsumenten und SME stieg auf 81% der Bruttokundenforderungen gegenüber 74% zum Jahresende 2021. Der Gesamtumfang der Bruttokundenforderungen (performing loans) bliebt mit €3,34 Mrd. stabil und verzeichnete trotz des beschleunigten Abbaus in den Nicht-Fokusbereichen sowie der Reduktion der ertragsschwachen mittelgroßen SME-Volumina ein Wachstum im Vergleich zu €3,29 Mrd. zum Jahresende 2021. Insgesamt belief sich das Wachstum der Fokusbereiche auf 9% im Jahresvergleich (+10% seit Anfang 2022), wobei diese ohne die mittelgroßen Unternehmen im SME-Segment um 15% wuchsen. Das Nettozinsergebnis stieg um 2% auf €129,3 Mio. (3Q21: €126,8 Mio.), die entsprechende Nettozinsmarge auf 2,97% (3Q21: 2,85%) trotz der bewussten Reduktion in den Nicht-Fokusbereichen. Unterstützt wurde dies ferner durch ein deutliches Wachstum im Provisionsergebnis um 11,9% gegenüber dem Vorjahr auf €55,4 Mio. (3Q21: €49,5 Mio.). Trotz der Euro-Einführungskosten in Kroatien, der Kosten für die Neupositionierung der Marke und des Inflationsdrucks sanken die Betriebsaufwendungen infolge des Transformationsprogramms um 2,2% auf €-124,7 Mio. im Jahresvergleich (3Q21: €-127,5 Mio.). Die Cost-Income Ratio verbesserte sich weiter auf 67,5% (3Q21: 72,3%). Die Risikokosten beliefen sich auf €-16,3 Mio. oder -0,49% (3Q21: €-12,9 Mio.). Während die Qualität der entsprechenden Vermögenswerte weiterhin stark war, beschloss Addiko angesichts der erhöhten Volatilität des wirtschaftlichen Umfelds bei der Risikovorsorge vorsichtig zu bleiben. Als Resultat wurde die post-model Anpassung unverändert bei €13 Mio. belassen. Das Ergebnis nach Steuern von €19,6 Mio. (3Q21: €9,6 Mio.) wurde durch eine starke Geschäftsentwicklung, solides Kostenmanagement und ausgeglichene Risikokosten unterstützt. Die NPE-Quote blieb mit 2,8% (2021: 2,9%) stabil bei einer höheren NPE-Deckung durch Risikovorsorgen von 78,9% (2021: 71,9%). Die NPE-Quote auf on-balance loans lag bei 3,9% (2021: 4,0%) basierend auf notleidenden Bruttokundenforderungen (NPE) von €183 Mio. (2021: €194 Mio.). Die CET1-Quote lag bei 21,8% auf Übergangsbasis und 21,3% IFRS 9 fully-loaded (2021: 22,2% bzw. 21,6%).  Für das Gesamtjahr 2022 hat man den im Vorquartal nach oben revidierten Ausblick bestätigt. Die Bruttokundenforderungen sollen bei ca. €3,3 Mrd. liegen, mit mehr als 10% Wachstum in den Fokusbereichen. Das Nettobankergebnis soll aufgrund verbesserter Geschäftsaktivitäten trotz des beschleunigten Abbaus in den Nicht-Fokusbereichen bei über €240 Mio. liegen (zuvor: stabil auf Vorjahresniveau von ca. €236 Mio.) Die Betriebsaufwendungen sollen aufgrund des gestiegenen Inflationsdrucks bei unter €167 Mio. liegen (zuvor: unter €165 Mio.).

Q1-3/22: Betriebserträge: €180,4 Mio. (Vj. 170,9); Operatives Ergebnis: €55,6 Mio. (Vj. 43,5); Ergebnis vor Steuern: €24,2 Mio. (Vj. 14,8); Ergebnis nach Steuern: €19,6 Mio. (Vj. 9,6)

 

FACC

Der heimische Flugzeugkomponentenhersteller FACC präsentierte heute Zahlen zum Q3/22, die umsatzseitig über und ergebnisseitig unter den Analystenschätzungen lagen. Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2022 (1. Juli - 30. September) hat sich, wie auch die vorhergehenden Quartale 2022, sehr positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Die Luftfahrtbranche hat im dritten Quartal Ihren Wachstumskurs planmäßig fortgesetzt – die Nachfrage nach neuen und emissionsarmen Flugzeugen hat sich international deutlich gesteigert. Die Umsatzerlöse im Q3/22 belaufen sich auf €149,5 Mio. (Q3/21: €118,1 Mio.). Das entspricht einem Wachstum von 26,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT betrug €-1,9 Mio (Q3/21: €0,1 Mio.). Die von FACC implementierten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zeigen Wirkung. Trotz langfristiger Energieversorgungsverträge wirken steigende Energiekosten, Inflation sowie eine hohe Anzahl an Konfigurationsänderungen den gesetzten Maßnahmen entgegen. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf €-9,6 Mio. (Q3/21: €-2,0 Mio.). Mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von rund 10 % auf 550 Mio. EUR und einem EBIT im niedrigen zweistelligen Millionenbereich bleibt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 unverändert. Der Fokus im vierten Quartal 2022 liegt auf der plangemäßen Erhöhung der Produktionsraten und weiteren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. FACC geht unverändert von einem Erreichen der Vorkrisenumsätze in den Jahren 2024 – 2025 aus.

Q3/22: Umsatz: €149,5 Mio. (131,0e), EBIT: €-1,9 Mio. (1,0e), Ergebnis nach Steuern: €-9,6 Mio. (-0,5e)


(09.11.2022)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Raiffeisen Zertifikate
Raiffeisen Zertifikate ist der führende österreichische Anbieter, der mit über 5.000 Anlage- und Hebelprodukten seit mehr als 20 Jahren in der DACH-Region genauso wie in vielen Märkten Zentral- und Osteuropas zu Hause ist. Einfach kompetent und schnell Marktentwicklungen handelbar zu machen, dafür steht Raiffeisen Zertifikate - Egal ob auf Aktien, Aktien-Indizes, Rohstoffe oder einzelne Themen basierend. Raiffeisen Zertifikate ist eine Marke der Raiffeisen Bank International AG.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...

» Wiener Börse Party #1128: ATX am Gründonnerstag rot, Extremes zu AT&S un...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2074

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S23/25: Peter Thier

    Peter Thier ist Kommunikationschef der ÖBB und ganz aktuell Co-Autor des Buchs "Deadline". Wir sprechen über Wipress, APA, Standard, die Ära des Börsefernsehens, lange Jahre bei der Bank Austria in...

    Books josefchladek.com

    Marcel Natkin (ed.)
    Le nu en photographie
    1937
    Éditions Mana

    Matteo Girola
    Viewfinders
    2025
    Studiofaganel

    Daido Moriyama
    Farewell Photography (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Jacques Fivel
    CHINON DCM-206
    2025
    Le Plac’Art Photo

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII


    09.11.2022, 9006 Zeichen

    Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat am Dienstag erneut mit höheren Notierungen geschlossen, der ATX stieg um 0,6% und konnte damit seine jüngsten Zugewinne etwas ausbauen. In den Fokus der Investoren rückten die gestern Mittag angelaufenen US-Zwischenwahlen, aber auch die am Donnerstag anstehenden US-Inflationszahlen warfen bereits ihren Schatten voraus. Insbesondere im Hinblick auf die internationale Politik der USA werden die Ergebnisse der Zwischenwahlen mit Spannung erwartet, laut Umfragen drohen der demokratischen Partei von US-Präsident Joe Biden erhebliche Verluste, im Senat dürfte das Rennen aber wesentlich knapper ausfallen als im Repräsentantenhaus. Unternehmensseitig blieb es gestern eher ruhig, die Berichtssaison nimmt in Wien erst heute wieder Fahrt auf. Bei den Einzelwerten ist Lenzing weiter nicht aufzuhalten, der Faserhersteller knüpfte an die zuletzt extrem starke Entwicklung an und konnte sich um weitere erstaunliche 17,0% verbessern, wodurch sich der Aktienkurs im November schon fast verdoppelt hat.

    Ein Plus von 1,1% gab es für die Erste Group, Österreichs größtes Geldhaus steht vor einem Zukauf in Tschechien, die tschechische Tochterbank Ceska Sporitelna hat einen Vertrag über den Kauf des lokalen Kreditportfolios der in Liquidation befindlichen russischen Sberbank in dem Land unterzeichnet, wie das Unternehmen am Montag mitgeteilt hat, Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Raiffeisen Bank International liebäugelt laut Medienberichten mit dem Kauf der Moneta Money Bank, die tschechische Tochter ist angeblich nach wie vor an einer Fusion mit Moneta interessiert, allerdings wird laut Unternehmensangaben ein möglicher Deal derzeit noch nicht geprüft, hier gab es einen Zuwachs von 1,6%. Lediglich die Bawag als drittes großes Finanzinstitut musste nachgeben und endete mit einem Minus von 0,5%. Die Vienna Insurance Group hat die Aufnahme der Aktien an der Budapester Börse beantragt, der erste Handelstag ist mit 11. November angesetzt, für den Titel gab es gestern keine Veränderung. Weiter gut gesucht war UBM Development, für den Titel ging es um 4,3% nach oben, auch Agrana wurde den zweiten Tag in Folge stark nachgefragt und erzielte einen Anstieg von 3,1%.

    voestalpine

    Der heimische Stahlkonzern voestalpine präsentierte heute seine Zahlen zum Q2/2022-23, die operativ deutlich über den Analystenschätzungen lagen. Der voestalpine-Konzern wies im 1. Halbjahr 2022/23 beim Umsatz und bei weiteren wesentlichen Ergebniskategorien Rekordwerte aus. Insgesamt steigerte der voestalpine Konzern die Umsatzerlöse im Q2/22-23 im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf €4.645,4 Mio. (Q2/21-22: €3.432,5 Mio.). Mit der Ausdehnung der Produktpreise über das Niveau der gestiegenen Kostenbasis hinaus verzeichnete der Konzern im Jahresvergleich einen Anstieg der Bruttomarge und damit einen Ausbau des operativen Ergebnisses. In Summe verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum um 14,1% auf €566,6 Mio. bei einer Marge von 12,2% (Q2/21-22: €496,4 Mio.; Marge 14,5%). Auf das EBIT wirkten sich im 1. Halbjahr 2022/23 die außerplanmäßigen Abschreibungen von insgesamt €173 Mio. in der High Performance Metals Division negativ aus. Konkret wurden Wertminderungen auf Vermögenswerte bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, Deutschland (€54 Mio.) sowie Wertminderungen des Firmenwertes bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HPM Production (€119 Mio.) vorgenommen. Daher ging das EBIT im Q2/22-23 im Jahresvergleich um 33,1% von €306,9 Mio. (Marge 8,9%) auf €205,4 Mio. (Marge 4,4% erhöhen. In Summe leitet sich daraus ein Ergebnis nach Steuern von €100,6 Mio. ab (Vorjahr: €226,5 Mio.). Der erst kürzlich im Zuge eines positiven Profit Warnings erneuerte Ausblick wurde bestätigt. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr 2022/23 und unter der Einschätzung einer sich abkühlenden Konjunktur im 2. Halbjahr 2022/23 erwartet der Vorstand der voestalpine AG – wie bereits am 24. Oktober 2022 veröffentlicht – aus heutiger Sicht ein EBITDA in einer Bandbreite von €2,3 bis 2,4 Mrd. Diese Zahl beinhaltet positive Einmaleffekte aus einem noch im laufenden Geschäftsjahr erwarteten Grundstücksverkauf in der Höhe von rund €120 Mio.

    Q2/2022-23: Umsatzerlöse: €4.649,8 Mio. (4.032e); EBITDA: €566,6 Mio. (524,5e); EBIT: €205,4 Mio. (281,1e), Ergebnis nach Steuern: €100,6 Mio. (211,2e)

     

    Addiko

    Die heimische Bankenholding Addiko Bank präsentierte heute ihre Ergebnisse für die ersten 3 Quartale des Geschäftsjahres 2022. Der Anteil der beiden Fokusbereiche Konsumenten und SME stieg auf 81% der Bruttokundenforderungen gegenüber 74% zum Jahresende 2021. Der Gesamtumfang der Bruttokundenforderungen (performing loans) bliebt mit €3,34 Mrd. stabil und verzeichnete trotz des beschleunigten Abbaus in den Nicht-Fokusbereichen sowie der Reduktion der ertragsschwachen mittelgroßen SME-Volumina ein Wachstum im Vergleich zu €3,29 Mrd. zum Jahresende 2021. Insgesamt belief sich das Wachstum der Fokusbereiche auf 9% im Jahresvergleich (+10% seit Anfang 2022), wobei diese ohne die mittelgroßen Unternehmen im SME-Segment um 15% wuchsen. Das Nettozinsergebnis stieg um 2% auf €129,3 Mio. (3Q21: €126,8 Mio.), die entsprechende Nettozinsmarge auf 2,97% (3Q21: 2,85%) trotz der bewussten Reduktion in den Nicht-Fokusbereichen. Unterstützt wurde dies ferner durch ein deutliches Wachstum im Provisionsergebnis um 11,9% gegenüber dem Vorjahr auf €55,4 Mio. (3Q21: €49,5 Mio.). Trotz der Euro-Einführungskosten in Kroatien, der Kosten für die Neupositionierung der Marke und des Inflationsdrucks sanken die Betriebsaufwendungen infolge des Transformationsprogramms um 2,2% auf €-124,7 Mio. im Jahresvergleich (3Q21: €-127,5 Mio.). Die Cost-Income Ratio verbesserte sich weiter auf 67,5% (3Q21: 72,3%). Die Risikokosten beliefen sich auf €-16,3 Mio. oder -0,49% (3Q21: €-12,9 Mio.). Während die Qualität der entsprechenden Vermögenswerte weiterhin stark war, beschloss Addiko angesichts der erhöhten Volatilität des wirtschaftlichen Umfelds bei der Risikovorsorge vorsichtig zu bleiben. Als Resultat wurde die post-model Anpassung unverändert bei €13 Mio. belassen. Das Ergebnis nach Steuern von €19,6 Mio. (3Q21: €9,6 Mio.) wurde durch eine starke Geschäftsentwicklung, solides Kostenmanagement und ausgeglichene Risikokosten unterstützt. Die NPE-Quote blieb mit 2,8% (2021: 2,9%) stabil bei einer höheren NPE-Deckung durch Risikovorsorgen von 78,9% (2021: 71,9%). Die NPE-Quote auf on-balance loans lag bei 3,9% (2021: 4,0%) basierend auf notleidenden Bruttokundenforderungen (NPE) von €183 Mio. (2021: €194 Mio.). Die CET1-Quote lag bei 21,8% auf Übergangsbasis und 21,3% IFRS 9 fully-loaded (2021: 22,2% bzw. 21,6%).  Für das Gesamtjahr 2022 hat man den im Vorquartal nach oben revidierten Ausblick bestätigt. Die Bruttokundenforderungen sollen bei ca. €3,3 Mrd. liegen, mit mehr als 10% Wachstum in den Fokusbereichen. Das Nettobankergebnis soll aufgrund verbesserter Geschäftsaktivitäten trotz des beschleunigten Abbaus in den Nicht-Fokusbereichen bei über €240 Mio. liegen (zuvor: stabil auf Vorjahresniveau von ca. €236 Mio.) Die Betriebsaufwendungen sollen aufgrund des gestiegenen Inflationsdrucks bei unter €167 Mio. liegen (zuvor: unter €165 Mio.).

    Q1-3/22: Betriebserträge: €180,4 Mio. (Vj. 170,9); Operatives Ergebnis: €55,6 Mio. (Vj. 43,5); Ergebnis vor Steuern: €24,2 Mio. (Vj. 14,8); Ergebnis nach Steuern: €19,6 Mio. (Vj. 9,6)

     

    FACC

    Der heimische Flugzeugkomponentenhersteller FACC präsentierte heute Zahlen zum Q3/22, die umsatzseitig über und ergebnisseitig unter den Analystenschätzungen lagen. Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2022 (1. Juli - 30. September) hat sich, wie auch die vorhergehenden Quartale 2022, sehr positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Die Luftfahrtbranche hat im dritten Quartal Ihren Wachstumskurs planmäßig fortgesetzt – die Nachfrage nach neuen und emissionsarmen Flugzeugen hat sich international deutlich gesteigert. Die Umsatzerlöse im Q3/22 belaufen sich auf €149,5 Mio. (Q3/21: €118,1 Mio.). Das entspricht einem Wachstum von 26,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT betrug €-1,9 Mio (Q3/21: €0,1 Mio.). Die von FACC implementierten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zeigen Wirkung. Trotz langfristiger Energieversorgungsverträge wirken steigende Energiekosten, Inflation sowie eine hohe Anzahl an Konfigurationsänderungen den gesetzten Maßnahmen entgegen. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf €-9,6 Mio. (Q3/21: €-2,0 Mio.). Mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von rund 10 % auf 550 Mio. EUR und einem EBIT im niedrigen zweistelligen Millionenbereich bleibt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 unverändert. Der Fokus im vierten Quartal 2022 liegt auf der plangemäßen Erhöhung der Produktionsraten und weiteren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. FACC geht unverändert von einem Erreichen der Vorkrisenumsätze in den Jahren 2024 – 2025 aus.

    Q3/22: Umsatz: €149,5 Mio. (131,0e), EBIT: €-1,9 Mio. (1,0e), Ergebnis nach Steuern: €-9,6 Mio. (-0,5e)


    (09.11.2022)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Raiffeisen Zertifikate
    Raiffeisen Zertifikate ist der führende österreichische Anbieter, der mit über 5.000 Anlage- und Hebelprodukten seit mehr als 20 Jahren in der DACH-Region genauso wie in vielen Märkten Zentral- und Osteuropas zu Hause ist. Einfach kompetent und schnell Marktentwicklungen handelbar zu machen, dafür steht Raiffeisen Zertifikate - Egal ob auf Aktien, Aktien-Indizes, Rohstoffe oder einzelne Themen basierend. Raiffeisen Zertifikate ist eine Marke der Raiffeisen Bank International AG.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

    » Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

    » LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

    » Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

    » Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

    » News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

    » ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...

    » Wiener Börse Party #1128: ATX am Gründonnerstag rot, Extremes zu AT&S un...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2074

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S23/25: Peter Thier

      Peter Thier ist Kommunikationschef der ÖBB und ganz aktuell Co-Autor des Buchs "Deadline". Wir sprechen über Wipress, APA, Standard, die Ära des Börsefernsehens, lange Jahre bei der Bank Austria in...

      Books josefchladek.com

      Anton Bruehl
      Mexico
      1933
      Delphic Studios

      Daido Moriyama
      Farewell Photography (English Version
      2018
      Getsuyosha, bookshop M

      Daido Moriyama
      Ligh and Shadow (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Siri Kaur
      Sistermoon
      2025
      Void

      Otto Wagner
      Moderne Architektur
      1902
      Anton Schroll