Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





inv3st.de: Edison Lithium, Mercedes-Benz, Volkswagen – Elektroauto Prämie gestrichen: Was nun?

Magazine aktuell


#gabb aktuell



22.12.2023, 10505 Zeichen

Während weltweit die Elektroautos auf dem Vormarsch sind hat die deutsche Bundesregierung beschlossen, den Umweltbonus für Elektroautos zu beenden. Neue Anträge sind nicht mehr möglich, was zu Unklarheit über die Zukunft des E-Auto-Marktes in Deutschland führt. Damit ist das Ziel von 15 Mio. Elektroautos bis 2030 in Gefahr. Wir werden uns daher zwei der führenden Automobilhersteller in Deutschland anschauen und analysieren, was diese Entscheidung für Auswirkungen haben wird. Darüber hinaus sehen wir uns mit Edison Lithium ein Unternehmen an, das die kritischen Rohstoffe für die Elektrofahrzeuge bereitstellen kann. Der Bedarf an Lithium und Kobalt wird in den kommenden Jahren deutlich steigen.

 

Autor: Armin Schulz

 

ISIN: Edison Lithium Corp | CA28103Q2080

MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

 

Edison Lithium – ein Deal der alles verändern könnte

 

Edison Lithium verfügt über 2 wichtige Rohstoffe für die Zukunft der Elektromobilität. Das Kobalt Projekt liegt in Nordost-Ontario, Kanada, und umfasst historische Minen wie die Thomas Edison, Shakt-Davis und Cobalt-Kittson mit reicher Kobalt-Mineralisierung. Das Flaggschiff-Projekt ist das Lithium Projekt in der argentinischen Provinz Catamerca. Vor rund 2,5 Jahren übernahm man Resource Ventures S.A. für 1,25 Mio. CAD. Das Tochterunternehmen besitzt die Rechte an über 148.000 ha Lithiumsoleansprüchen im berühmten südamerikanischen Lithium-Dreieck. Dort produziert auch schon der große Lithiumproduzent Livent.

 

Das Engagement in Argentinien zahlt sich aus. Am 19. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass man eine Absichtserklärung mit Meteor Energy LLC (Meteor) unterzeichnet hat, nach der Meteor die Tochtergesellschaft Resource Ventures für 5 Mio. USD kauft. Vorab wird allerdings eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die die Claims Pipanaco und einen der LEXI Claims übernehmen wird. Das sind rund 20 % der ursprünglichen Claims. Damit kann sich Edison Lithium auf 8 Bergbaukonzessionen auf einer Fläche von 28.766 ha konzentrieren. Mit Unterzeichnung der Absichtserklärung erhielt das Unternehmen 25.000 USD. Man geht davon aus, dass die Transaktion in den kommenden 60 Tagen abgeschlossen sein wird.

 

Neben Kobalt und Lithium hat das Unternehmen Anfang November ein Natriumsole-Konzessionsgebiet in Saskatchewan erworben, um von der steigenden Nachfrage nach Natrium-Ionen-Batterien zu profitieren. Zudem soll das Kobaltprojekt per Spin-Out in ein neues Unternehmen überführt werden. Das soll in der ersten Jahreshälfte 2024 geschehen. Das Unternehmen ist in Wachstumsmärkten unterwegs und erscheint derzeit unterbewertet. Wird der Verkauf der Tochter wie geplant durchgeführt, notiert die Aktie aktuell unter dem Cash-Bestand. Denn die aktuelle Marktkapitalisierung bei einem gegenwärtigen Aktienkurs von 0,225 CAD liegt bei gerade einmal rund 3,3 Mio. CAD. Selbst voll verwässert kommt man nur auf rund 4,5 Mio. CAD.

 

Mercedes-Benz – großer Rückruf

 

Das Haushaltsloch des Bundes muss gestopft werden und so fiel die Förderung der Elektroautos den Kürzungen zum Opfer. Dabei sollten 2030 rund 15 Mio. reine Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Derzeit sollen es rund 1,3 Mio. sein, die ihren Wagen an mehr als 100.000 Ladestationen auftanken. Das Gipfeltreffen der Automobilindustrie Ende November im Kanzleramt hat keine neuen Impulse gebracht. Auf dem Treffen wurden auch die Probleme in Deutschland angesprochen, wie zu wenige Ladesäulen, ein zu hoher Strompreis und jetzt fällt auch noch die Förderung weg.

 

Mercedes Benz zeigt sich kulant und wird den staatlichen Anteil für alle Fahrzeuge, die bis Ende 2023 bestellt werden, übernehmen. Ab 2024 will der Konzern zumindest auch weiterhin den Herstelleranteil aufrechterhalten. Das kann sich der Konzern leisten, denn der Fokus auf das Premiumsegment hat eine hohe EBIT Marge von 12,4 % zur Folge, laut den Zahlen zum 3. Quartal. Um auch in Zukunft solche Werte präsentieren zu können, haben die Stuttgarter ihr Modell Portfolio verkleinert. Sowohl die A- als auch die B-Klasse stehen vor dem Aus, genau wie einige Coupés, Cabrios und auch Kombis.

 

Aus den KFZ-Zulassungszahlen von Acea (Verband der Europäischen Automobilhersteller) lässt sich ablesen, dass die Autonachfrage im November zurückgegangen ist. Für die nächste schlechte Nachricht hat das Kraftfahrt-Bundesamt gesorgt, indem es angeordnet hat, dass mehr als 100.000 Dieselfahrzeuge von Mercedes-Benz zurückgerufen werden müssen, da sie anscheinend mit einer illegalen Abgastechnik ausgestattet sind. Wie hoch die Kosten für das Softwareupdate sind, ist aktuell noch unklar. Die Aktie, die seit Anfang November rund 18 % zulegen konnte, hat den Rückwärtsgang eingelegt und ist derzeit für 62,46 EUR zu haben.

 

Volkswagen – Kostensenkungsprogramm

 

Von zweistelligen Margen träumt man bei Volkswagen. Zuletzt kam man auf eine Umsatzrendite von gerade einmal 3,4 %. Will man langfristig wettbewerbsfähig bleiben, muss diese Zahl steigen. Mittlerweile hat man sich mit dem Betriebsrat auf ein Sparprogramm von bis zu 10 Mrd. EUR verständigt. Das betrifft auch den Standort Wolfsburg, wo im Verwaltungsbereich bis zu 20 % an Kosten eingespart werden sollen. Auch in der Entwicklung will man sparen und gleichzeitig die Entwicklungszeit verkürzen. Durch die Einsparungen soll die Umsatzrendite auf 6,5 % ansteigen.

 

Nachdem einige Autohersteller sich bereit erklärt haben die staatliche Förderung zu übernehmen, hat sich auch Volkswagen dazu entschlossen. Das dürfte Berechnungen zufolge maximal mit etwa 100 Mio. EUR zu Buche schlagen. Die Transformation der Werke von der Verbrennerproduktion hin zur Elektroautofertigung stellt eine Herausforderung dar und kostet Geld. Auch die Wolfsburger werden sich von verschiedenen Modellen trennen, wie beispielsweise dem Arteon, und bei der Produktion weniger Konfigurationsmöglichkeiten anbieten. Auch auf diesem Weg soll Geld eingespart und der Produktionsprozess entschlackt werden.

 

In China wurde der Verkauf des ID.7 gestartet, doch es wurden innerhalb der ersten 3 Tage lediglich 300 Bestellungen entgegengenommen. Gerade im niedrigpreisigen Segment droht Volkswagen die Konkurrenz aus China. Branchenexperte Dudenhöffer geht davon aus, dass die Chinesen einen Entwicklungsvorsprung von Jahren haben. Da selbst der Branchenprimus BYD zuletzt die Preise reduzierte, hat Volkswagen auf dem größten Markt für Elektrofahrzeuge viel Konkurrenz. Der Chart sieht ähnlich wie der von Mercedes-Benz aus. Seit Anfang November ging es aufwärts und zuletzt hat eine Konsolidierung eingesetzt, die die Aktie bis auf 112,10 EUR gedrückt hat.

 

Es werden immer mehr Elektrofahrzeuge verkauft und damit wächst auch der Bedarf an Rohstoffen wie Lithium und Kobalt. Auch die Energiespeicher der Erneuerbaren Energien benötigen Material. Gut für Edison Lithium, das über verschiedene Rohstoffe für die Technologien von morgen verfügt. Mercedes-Benz ist mit seinem Fokus auf das Premiumsegment gut aufgestellt, muss jetzt aber erst einmal den Diesel-Rückruf stemmen. Volkswagen hat ein Margenproblem und versucht mit einem Kostensenkungsprogramm gegenzusteuern. Die Transformation des Konzerns wird Zeit brauchen.

 

Der Autor

 

Armin Schulz

Armin Schulz

 

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

 

Interessenskonflikt

 

Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

 

Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

 

Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

 

Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

 

Risikohinweis

 

Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

 

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

 

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.

 

Informationen gem. § 5 Telemediengesetz und § 55 Abs. 1 Rundfunkstaatsvertrag (RStV)

Die Seite www.inv3st.de wird bereitgestellt durch die Apaton Finance GmbH.

 

ANSCHRIFT:

 

Apaton Finance GmbH

Ellernstr. 34

30175 Hannover

Deutschland/Germany

Tel.: +49 / 511 / 6768-731

Fax: +49 / 511 / 6768-730



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/26: Birgit Noggler




 

Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Telekom Austria, Amag, UBM, Austriacard Holdings AG, Andritz, Wienerberger, Zumtobel, Porr, Marinomed Biotech, Addiko Bank, AT&S, Erste Group, Palfinger, Rath AG, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Infineon, Münchener Rück, Zalando, Siemens Energy, Merck KGaA, Fresenius Medical Care.


Random Partner

Zertifikate Forum Austria
Das Zertifikate Forum Austria wurde im April 2006 von den führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs gegründet. Zu den Fördermitgliedern zählen alle führenden deutschsprachigen Börsen für Zertifikate – die Börse Stuttgart, die Börse Frankfurt Zertifikate AG, die Wiener Börse AG und gettex exchange– sowie das Finanzportale finanzen.net GmbH.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Ausgewählte Events von BSN-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: Verbund 0.62%, Rutsch der Stunde: Frequentis -1.28%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 14-15: Andritz(1), voestalpine(1), Semperit(1), RBI(1), Erste Group(1), Lenzing(1)
    Smeilinho zu Österreichische Post
    Smeilinho zu Strabag
    Smeilinho zu Andritz
    Smeilinho zu Verbund
    Smeilinho zu Bajaj Mobility AG
    Smeilinho zu Polytec Group
    Smeilinho zu Wienerberger

    Featured Partner Video

    SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Es geht weiter nach oben, Anastasia Potapowa und Lukas Neumayer holen wichtige Punkte

    Woche 18 brachte erneut 2026er-Rekorde im Platzziffer- und Punkte-Ranking. Die win2day-Spielerin der Woche ist zum 4. Mal Anastasia Potapova, Lukas Neumayer gehört ebenfalls vor den Vorhang. Es geh...

    Books josefchladek.com

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval

    Gerhard Puhlmann
    Die Stalinallee
    1953
    Verlag der Nation

    Richard Avedon
    Nothing Personal
    1964
    Atheneum Publishers

    Daido Moriyama
    Farewell Photography (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Yusuf Sevinçli
    Oculus
    2018
    Galerist & Galerie Filles du Calvaire

    inv3st.de: Edison Lithium, Mercedes-Benz, Volkswagen – Elektroauto Prämie gestrichen: Was nun?


    22.12.2023, 10505 Zeichen

    Während weltweit die Elektroautos auf dem Vormarsch sind hat die deutsche Bundesregierung beschlossen, den Umweltbonus für Elektroautos zu beenden. Neue Anträge sind nicht mehr möglich, was zu Unklarheit über die Zukunft des E-Auto-Marktes in Deutschland führt. Damit ist das Ziel von 15 Mio. Elektroautos bis 2030 in Gefahr. Wir werden uns daher zwei der führenden Automobilhersteller in Deutschland anschauen und analysieren, was diese Entscheidung für Auswirkungen haben wird. Darüber hinaus sehen wir uns mit Edison Lithium ein Unternehmen an, das die kritischen Rohstoffe für die Elektrofahrzeuge bereitstellen kann. Der Bedarf an Lithium und Kobalt wird in den kommenden Jahren deutlich steigen.

     

    Autor: Armin Schulz

     

    ISIN: Edison Lithium Corp | CA28103Q2080

    MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

    VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

     

    Edison Lithium – ein Deal der alles verändern könnte

     

    Edison Lithium verfügt über 2 wichtige Rohstoffe für die Zukunft der Elektromobilität. Das Kobalt Projekt liegt in Nordost-Ontario, Kanada, und umfasst historische Minen wie die Thomas Edison, Shakt-Davis und Cobalt-Kittson mit reicher Kobalt-Mineralisierung. Das Flaggschiff-Projekt ist das Lithium Projekt in der argentinischen Provinz Catamerca. Vor rund 2,5 Jahren übernahm man Resource Ventures S.A. für 1,25 Mio. CAD. Das Tochterunternehmen besitzt die Rechte an über 148.000 ha Lithiumsoleansprüchen im berühmten südamerikanischen Lithium-Dreieck. Dort produziert auch schon der große Lithiumproduzent Livent.

     

    Das Engagement in Argentinien zahlt sich aus. Am 19. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass man eine Absichtserklärung mit Meteor Energy LLC (Meteor) unterzeichnet hat, nach der Meteor die Tochtergesellschaft Resource Ventures für 5 Mio. USD kauft. Vorab wird allerdings eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die die Claims Pipanaco und einen der LEXI Claims übernehmen wird. Das sind rund 20 % der ursprünglichen Claims. Damit kann sich Edison Lithium auf 8 Bergbaukonzessionen auf einer Fläche von 28.766 ha konzentrieren. Mit Unterzeichnung der Absichtserklärung erhielt das Unternehmen 25.000 USD. Man geht davon aus, dass die Transaktion in den kommenden 60 Tagen abgeschlossen sein wird.

     

    Neben Kobalt und Lithium hat das Unternehmen Anfang November ein Natriumsole-Konzessionsgebiet in Saskatchewan erworben, um von der steigenden Nachfrage nach Natrium-Ionen-Batterien zu profitieren. Zudem soll das Kobaltprojekt per Spin-Out in ein neues Unternehmen überführt werden. Das soll in der ersten Jahreshälfte 2024 geschehen. Das Unternehmen ist in Wachstumsmärkten unterwegs und erscheint derzeit unterbewertet. Wird der Verkauf der Tochter wie geplant durchgeführt, notiert die Aktie aktuell unter dem Cash-Bestand. Denn die aktuelle Marktkapitalisierung bei einem gegenwärtigen Aktienkurs von 0,225 CAD liegt bei gerade einmal rund 3,3 Mio. CAD. Selbst voll verwässert kommt man nur auf rund 4,5 Mio. CAD.

     

    Mercedes-Benz – großer Rückruf

     

    Das Haushaltsloch des Bundes muss gestopft werden und so fiel die Förderung der Elektroautos den Kürzungen zum Opfer. Dabei sollten 2030 rund 15 Mio. reine Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Derzeit sollen es rund 1,3 Mio. sein, die ihren Wagen an mehr als 100.000 Ladestationen auftanken. Das Gipfeltreffen der Automobilindustrie Ende November im Kanzleramt hat keine neuen Impulse gebracht. Auf dem Treffen wurden auch die Probleme in Deutschland angesprochen, wie zu wenige Ladesäulen, ein zu hoher Strompreis und jetzt fällt auch noch die Förderung weg.

     

    Mercedes Benz zeigt sich kulant und wird den staatlichen Anteil für alle Fahrzeuge, die bis Ende 2023 bestellt werden, übernehmen. Ab 2024 will der Konzern zumindest auch weiterhin den Herstelleranteil aufrechterhalten. Das kann sich der Konzern leisten, denn der Fokus auf das Premiumsegment hat eine hohe EBIT Marge von 12,4 % zur Folge, laut den Zahlen zum 3. Quartal. Um auch in Zukunft solche Werte präsentieren zu können, haben die Stuttgarter ihr Modell Portfolio verkleinert. Sowohl die A- als auch die B-Klasse stehen vor dem Aus, genau wie einige Coupés, Cabrios und auch Kombis.

     

    Aus den KFZ-Zulassungszahlen von Acea (Verband der Europäischen Automobilhersteller) lässt sich ablesen, dass die Autonachfrage im November zurückgegangen ist. Für die nächste schlechte Nachricht hat das Kraftfahrt-Bundesamt gesorgt, indem es angeordnet hat, dass mehr als 100.000 Dieselfahrzeuge von Mercedes-Benz zurückgerufen werden müssen, da sie anscheinend mit einer illegalen Abgastechnik ausgestattet sind. Wie hoch die Kosten für das Softwareupdate sind, ist aktuell noch unklar. Die Aktie, die seit Anfang November rund 18 % zulegen konnte, hat den Rückwärtsgang eingelegt und ist derzeit für 62,46 EUR zu haben.

     

    Volkswagen – Kostensenkungsprogramm

     

    Von zweistelligen Margen träumt man bei Volkswagen. Zuletzt kam man auf eine Umsatzrendite von gerade einmal 3,4 %. Will man langfristig wettbewerbsfähig bleiben, muss diese Zahl steigen. Mittlerweile hat man sich mit dem Betriebsrat auf ein Sparprogramm von bis zu 10 Mrd. EUR verständigt. Das betrifft auch den Standort Wolfsburg, wo im Verwaltungsbereich bis zu 20 % an Kosten eingespart werden sollen. Auch in der Entwicklung will man sparen und gleichzeitig die Entwicklungszeit verkürzen. Durch die Einsparungen soll die Umsatzrendite auf 6,5 % ansteigen.

     

    Nachdem einige Autohersteller sich bereit erklärt haben die staatliche Förderung zu übernehmen, hat sich auch Volkswagen dazu entschlossen. Das dürfte Berechnungen zufolge maximal mit etwa 100 Mio. EUR zu Buche schlagen. Die Transformation der Werke von der Verbrennerproduktion hin zur Elektroautofertigung stellt eine Herausforderung dar und kostet Geld. Auch die Wolfsburger werden sich von verschiedenen Modellen trennen, wie beispielsweise dem Arteon, und bei der Produktion weniger Konfigurationsmöglichkeiten anbieten. Auch auf diesem Weg soll Geld eingespart und der Produktionsprozess entschlackt werden.

     

    In China wurde der Verkauf des ID.7 gestartet, doch es wurden innerhalb der ersten 3 Tage lediglich 300 Bestellungen entgegengenommen. Gerade im niedrigpreisigen Segment droht Volkswagen die Konkurrenz aus China. Branchenexperte Dudenhöffer geht davon aus, dass die Chinesen einen Entwicklungsvorsprung von Jahren haben. Da selbst der Branchenprimus BYD zuletzt die Preise reduzierte, hat Volkswagen auf dem größten Markt für Elektrofahrzeuge viel Konkurrenz. Der Chart sieht ähnlich wie der von Mercedes-Benz aus. Seit Anfang November ging es aufwärts und zuletzt hat eine Konsolidierung eingesetzt, die die Aktie bis auf 112,10 EUR gedrückt hat.

     

    Es werden immer mehr Elektrofahrzeuge verkauft und damit wächst auch der Bedarf an Rohstoffen wie Lithium und Kobalt. Auch die Energiespeicher der Erneuerbaren Energien benötigen Material. Gut für Edison Lithium, das über verschiedene Rohstoffe für die Technologien von morgen verfügt. Mercedes-Benz ist mit seinem Fokus auf das Premiumsegment gut aufgestellt, muss jetzt aber erst einmal den Diesel-Rückruf stemmen. Volkswagen hat ein Margenproblem und versucht mit einem Kostensenkungsprogramm gegenzusteuern. Die Transformation des Konzerns wird Zeit brauchen.

     

    Der Autor

     

    Armin Schulz

    Armin Schulz

     

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

     

    Interessenskonflikt

     

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

     

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

     

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

     

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

     

    Risikohinweis

     

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

     

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

     

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.

     

    Informationen gem. § 5 Telemediengesetz und § 55 Abs. 1 Rundfunkstaatsvertrag (RStV)

    Die Seite www.inv3st.de wird bereitgestellt durch die Apaton Finance GmbH.

     

    ANSCHRIFT:

     

    Apaton Finance GmbH

    Ellernstr. 34

    30175 Hannover

    Deutschland/Germany

    Tel.: +49 / 511 / 6768-731

    Fax: +49 / 511 / 6768-730



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Börsepeople im Podcast S24/26: Birgit Noggler




     

    Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Telekom Austria, Amag, UBM, Austriacard Holdings AG, Andritz, Wienerberger, Zumtobel, Porr, Marinomed Biotech, Addiko Bank, AT&S, Erste Group, Palfinger, Rath AG, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Infineon, Münchener Rück, Zalando, Siemens Energy, Merck KGaA, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Zertifikate Forum Austria
    Das Zertifikate Forum Austria wurde im April 2006 von den führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs gegründet. Zu den Fördermitgliedern zählen alle führenden deutschsprachigen Börsen für Zertifikate – die Börse Stuttgart, die Börse Frankfurt Zertifikate AG, die Wiener Börse AG und gettex exchange– sowie das Finanzportale finanzen.net GmbH.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Ausgewählte Events von BSN-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      Star der Stunde: Verbund 0.62%, Rutsch der Stunde: Frequentis -1.28%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 14-15: Andritz(1), voestalpine(1), Semperit(1), RBI(1), Erste Group(1), Lenzing(1)
      Smeilinho zu Österreichische Post
      Smeilinho zu Strabag
      Smeilinho zu Andritz
      Smeilinho zu Verbund
      Smeilinho zu Bajaj Mobility AG
      Smeilinho zu Polytec Group
      Smeilinho zu Wienerberger

      Featured Partner Video

      SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Es geht weiter nach oben, Anastasia Potapowa und Lukas Neumayer holen wichtige Punkte

      Woche 18 brachte erneut 2026er-Rekorde im Platzziffer- und Punkte-Ranking. Die win2day-Spielerin der Woche ist zum 4. Mal Anastasia Potapova, Lukas Neumayer gehört ebenfalls vor den Vorhang. Es geh...

      Books josefchladek.com

      Machiel Botman
      Heartbeat
      1994
      Volute

      Marcel Natkin (ed.)
      Le nu en photographie
      1937
      Éditions Mana

      Olga Ignatovich
      In the Shadow of the Big Brother
      2025
      Arthur Bondar Collection WWII

      Mellen Burns
      Skimpies
      2024
      burns books

      Dean Garlick
      100 Sculptural Circumstances
      2025
      Lodge Press