14.02.2024, 2503 Zeichen
Die Marinomed Biotech AG erwirtschaftete vorläufigen Zahlen zufolge im Jahr 2023 einen Umsatz von 9,2 Mio. Euro (2022: 11,3 Mio. Euro), wovon der Großteil erneut auf den Verkauf von Carragelose-Produkten entfiel. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist laut Marinomed auf ein geringeres Auftragsvolumen infolge hoher Lagerbestände der Carragelose-Partner zurückzuführen. Die obersten Prioritäten von Marinomed im Jahr 2024 sind die Verpartnerung der führenden Marinosolv-Produkte, die Wertmaximierung des Carragelose-Assets sowie die Erlangung der Marktzulassung für Carragelose in den USA. Andreas Grassauer, CEO von Marinomed: „Wir erwarten weitere wichtige Meilensteine im Carragelose-Geschäft im Jahr 2024. In unserer Partnerschaft mit Procter & Gamble haben wir zuletzt große Fortschritte bei der Vorbereitung der FDA-Zulassung gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass wir noch vor Ende 2024 die Zulassung erhalten und damit den weltweit größten OTC-Markt erschließen können.“
CFO Pascal Schmidt ergänzt: „Wir möchten den Wert unseres Carragelose-Business weiter maximieren. Gleichzeitig haben wir Ende 2023 einen strukturierten Prozess gestartet, um verschiedene strategische Optionen für das Carragelose-Geschäft zu prüfen, und sind in Gesprächen mit potenziellen Partnern. Dies ist ein logischer Schritt zum richtigen Zeitpunkt und bietet uns die Möglichkeit, uns voll auf unsere Marinosolv-Plattform zu konzentrieren. Oberste Priorität hat für uns nach wie vor die Verpartnerung unserer Marinosolv-Leitprodukte Budesolv und Tacrosolv sowie die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen Forschung und Entwicklung."
Einen Ausblick auf das laufende Jahr gibt es ebenso. Schmidt: „Aufgrund der aktuellen Auftragslage sehen wir, dass die Umsätze mit Carragelose in der ersten Jahreshälfte weiter zurückgehen werden und unser Auftragsbestand deutlich niedriger ist als im Februar letzten Jahres. Wir nehmen jedoch eine steigende Nachfrage unserer Kunden für die Saison 2024/25 wahr. Ein Aufschwung ist auch zu erwarten, wenn die Produkteinführungen und Markterweiterungen wirksam werden. Mit der EIB gibt es eine erste Einigung und wir sind zuversichtlich, dass wir in der Folge mit der EIB und den anderen Kreditgebern eine Gesamtlösung erreichen werden. Auch wenn die derzeitige Situation herausfordernd bleibt, sind wir fest entschlossen, unser Ziel der Profitabilität im Jahr 2024 zu erreichen.“
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken in 2023 auf 2,6 Mio. Euro (2022: 8,2 Mio. Euro).
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