21.03.2026, 3575 Zeichen
Neue Bluttests revolutionieren die Alzheimer-Diagnostik. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat diese Woche die CE-Kennzeichnung für einen Test erhalten, der den genetischen Hauptrisikofaktor ApoE4 im Blut nachweist. Gleichzeitig bestätigen aktuelle Studien die hohe Genauigkeit weiterer Biomarker. Diese minimalinvasiven Verfahren könnten die bisher aufwändige Diagnose grundlegend verändern.
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Ein simpler Bluttest für das genetische Risiko
Roches Elecsys-Test identifiziert die Genvariante ApoE4 aus einer herkömmlichen Blutprobe. Sie gilt als stärkster genetischer Risikofaktor für die spät einsetzende Alzheimer-Krankheit. Bisher waren dafür oft komplexere DNA-Analysen nötig. Der neue Test richtet sich an Erwachsene mit ersten kognitiven Auffälligkeiten und soll Ärzten helfen, das individuelle Risiko besser einzuschätzen und die Behandlung zu steuern. Schätzungsweise trägt jeder zweite Alzheimer-Patient diese Variante in sich.
p-tau217: Der Biomarker, der Alzheimer vorhersagt
Parallel zu genetischen Risikotests rücken Biomarker in den Fokus, die die Krankheitsprozesse im Gehirn direkt widerspiegeln. Der Star unter ihnen heißt p-tau217. Aktuelle Studien belegen seine außergewöhnliche Treffsicherheit. Er kann mit der Genauigkeit teurer PET-Scans oder invasiver Liquor-Analysen die für Alzheimer typischen Proteinablagerungen im Gehirn anzeigen. Besonders bemerkenswert: Erste Veränderungen lassen sich bis zu 25 Jahre vor dem Auftreten von Symptomen wie Gedächtnisverlust im Blut nachweisen.
Die nächste Generation: Proteine unter der Lupe
Die Forschung arbeitet bereits an der übernächsten Stufe. Ein Team des Scripps Research Institute in den USA analysiert nicht mehr nur die Menge, sondern die strukturelle Beschaffenheit Hunderter Proteine im Blut. Die Hypothese: Alzheimer stört das Gleichgewicht der Proteine im gesamten Körper. Diese charakteristischen Fehlfaltungen könnten eine noch präzisere Blut-Signatur der Krankheit liefern.
Vom Spezialisten zum Hausarzt
Bisher war eine sichere Alzheimer-Diagnose zu Lebzeiten kompliziert. Die Goldstandards – Nervenwasseruntersuchung oder PET-Scan – sind teuer, invasiv und nicht flächendeckend verfügbar. Einfache Bluttests könnten die Diagnostik aus der Spezialklinik in die Hausarztpraxis holen. Studien zeigen: Die diagnostische Treffsicherheit von Ärzten könnte so von etwa 60 auf über 90 Prozent steigen. Zudem würde die Suche nach Studienteilnehmern für neue Medikamente massiv beschleunigt.
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Der Weg zur Prävention beginnt mit der Früherkennung
Die neuen Tests sind mehr als eine Erleichterung für die Diagnose. Sie sind die Voraussetzung für wirksame Therapien. Medikamente wie Lecanemab entfalten ihre Wirkung am besten in einem sehr frühen Krankheitsstadium. Roche plant für dieses Jahr bereits die Einführung eines weiteren Bluttests, der auf Phospho-Tau abzielt. Langfristig verschiebt sich der Fokus: Wer Risikopersonen Jahrzehnte vor den ersten Symptomen identifizieren kann, eröffnet völlig neue Wege für echte Prävention.
Börsepeople im Podcast S24/17: Monika Kalbacher
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