10.03.2026, 2772 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind gestern Montag am Wiener Aktienmarkt deutlich zu spüren gewesen. Die stark ansteigenden Ölpreise sowie die Angst vor einer höheren Inflation und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums brockten dem ATX zeitweise ein dickes Minus ein. Im Tagesverlauf erholte sich der österreichische Leitindex aber wieder und ging am Abend mit einem Minus von 1,76 Prozent auf 15.308,39 Punkte aus dem Handel. Der ATX Prime verlor 1,8 Prozent auf 2.637,70 Zähler. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es abwärts. Der Ölpreis war im frühen Handel wegen der sich weiter verschärfenden Lage im Nahen Osten weiter gestiegen. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent stieg in der Nacht um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Im Laufe des Tages stabilisierten sich die Preise wieder etwas. Hoffnung gab eine Dringlichkeitssitzung der Finanzminister führender Industriestaaten (G7) mit dem Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Krieges wurde nach französischer Darstellung allerdings noch keine Entscheidung getroffen. Wegen stark gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.
Unternehmensseitig blieb es am Montag weitgehend ruhig. Die Werte des Anlagenbauers Andritz gaben um 2,42 Prozent auf 66,45 Euro nach. Ein stärkerer Euro sowie das Ausbleiben größerer Aufträge in den vergangenen Quartalen wirkten sich im Geschäftsjahr 2025 negativ auf Umsatz und Rentabilität aus. Jedoch trage die Umstrukturierung allmählich Früchte. Am unteren Ende des ATX notierten zum Handelsschluss die Werte der Voestalpine, die 7,88 Prozent verloren. Unter den größten Verlierern folgten die Aktien von Do&Co (-5,08 Prozent), Wienerberger (-3,89 Prozent) und Porr (-3,35 Prozent). Moderate Abschläge von 1 bis rund 1,5 Prozent gab es bei den schwergewichteten Bankenwerten. RHI Magnesita verloren im Prime Market 5,74 Prozent, Bajaj Mobility fielen um 5,26 Prozent. Gestützt wurde der Leitindex lediglich von SBO mit einem Plus von 3,13 Prozent, Verbund mit plus 0,93 Prozent und OMV mit plus 0,52 Prozent. EVN blieben unverändert. Im Prime Market verzeichneten zudem der Flughafen Wien ein Plus von 1,92 Prozent sowie FACC ein Plus von 0,57 Prozent."
Wiener Börse Party #1111: Turnaround Tuesday Effekt bringt erneut sehr positiven ATX mit AT&S vorne, potenzieller Big Deal der RBI
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
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