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Galeria verhandelt Miete für acht Warenhäuser neu ( Finanztrends)

15.03.2026, 3514 Zeichen

Galeria kämpft um den Erhalt von acht Filialen. Der Warenhauskonzern verhandelt derzeit mit Vermietern bundesweit über neue Mietverträge. Sollten die Gespräche scheitern, drohen Schließungen.

Besonders im Fokus stehen zwei prominente Berliner Standorte: das Haus am Kurfürstendamm und das traditionsreiche Kaufhaus am Hermannplatz. Insgesamt sind acht der 83 verbliebenen Galeria-Filialen betroffen, darunter auch Häuser in München, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

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Berliner Flagschiffe in der Schusslinie

Für die Hauptstadt wäre eine Schließung ein schwerer Schlag. Beide Häuser sind seit Jahrzehnten zentrale Anker in ihren Bezirken. Während die Zukunft dieser Standorte ungewiss ist, gibt es für das Kaufhaus am Alexanderplatz vorerst Entwarnung – dort läuft der Vertrag noch bis 2027.

Die Verhandlungen offenbaren den enormen Kostendruck auf den Einzelhandel. Galeria will die Fixkosten drastisch senken und flexiblere Mietmodelle durchsetzen. Die auslaufenden Verträge bieten dem Konzern jetzt Hebel.

Belegschaft reagiert mit scharfer Kritik

Das Management bereitet sich bereits auf alle Szenarien vor. Es hat vorsorglich Gespräche über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die rund 12.000 Beschäftigten aufgenommen.

Dieser Schritt stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf Unverständnis. „Nach der Übernahme habe man sich mehr erhofft als leere Versprechungen“, kritisiert Verdi-Vorstand Silke Zimmer. Sie wirft den neuen Eigentümern – der US-Investmentgesellschaft NRDC und Unternehmer Bernd Beetz – vor, die Standorte vernachlässigt zu haben.

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Immobilienmarkt im Umbruch

Die Lage ist auch eine Folge der jüngeren Unternehmensgeschichte. Anfang 2024 meldete Galeria bereits die dritte Insolvenz innerhalb von vier Jahren. Exorbitante Mieten des damaligen Mutterkonzerns Signa hatten das Geschäft erdrückt.

Jetzt nutzt der Konzern seine Verhandlungsmacht. Für die Vermieter ist es eine Zwickmühle: Sie müssen zwischen niedrigeren Mieten und dem Risiko eines riesigen Leerstands wählen. Ein Verlust des Ankermieters könnte ganze Einkaufsstraßen schwächen.

Parallel zu den Verhandlungen treibt Galeria die Modernisierung voran. In 37 Filialen soll die Beleuchtung auf LED umgerüstet werden, zwölf weitere werden geprüft. Das Ziel: Millionen an Betriebskosten und tausende Tonnen CO2 einsparen.

Signalwirkung für den gesamten Einzelhandel

Die Entwicklungen bei Galeria sind symptomatisch. Der Druck auf den stationären Handel verändert den gesamten Gewerbeimmobilienmarkt. Die Zeiten, in denen Vermieter ihre Konditionen diktieren konnten, sind vorbei.

Branchenbeobachter rechnen mit Kompromissen, etwa umsatzabhängigen Mieten. Sollte es dennoch zu Schließungen kommen, wäre das ein Weckruf. Die Frage lautet dann: Wer füllt die riesigen Lücken in den Innenstädten? Die kommenden Wochen werden Richtung weisen.


(15.03.2026)

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