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Stimmungsumschwung? (Christian Drastil)


Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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15.06.2006, 1368 Zeichen
DB-Chefanalyst Roland Neuwirth sprach gestern im BE von einem „Stopp-Loss-Crash“. Das reiht sich nahtlos in Statements ein, die man von anderen Marktteilnehmern hört.

Die Frage ist natürlich: Wo kommt diese Stop-Loss-Flut plötzlich her? Die Antwort ist einhellig: Es seien die Hedge Funds, oft neue und „junge“ Institutionelle, die den klassischen Hintergrund eines Traders mitbringen. Dazu gehört auch, dass man Verluste nicht aussitzt, sondern begrenzt.

Dazu gehört weiters ein klassisches Long/Short-Denken, während in den Köpfen der meisten Privatinvestoren eher der fundamentale Aspekt ausschlaggebend ist. Eine Konstellation, wie wir sie aktuell haben, ist für Wien neu. Das ist und ich wiederhole mich hier bewusst mit dem Wort „einhellig“ die Meinung der professionellen Marktteilnehmer.

In den vergangenen Tagen sei „sehr viel Geld“ vom Wiener Markt abgezogen worden. Geld, das - so die Vermutung noch nicht wiederveranlagt worden sei. Geld, das natürlich auch in den Wiener Markt zurückfliessen könnte.

Das Schöne an den neuen Marktteilnehmern ist, dass man ihnen viel nachsagt, aber nicht, dass sie „nachtragend“ seien. Wenn man in Wien wieder Chancen sieht, wird man investieren. Und dann kann es sehr schnell gehen. Mit der Betonung auf „kann“.

Am Mittwoch Nachmittag hörte man aus den Sales-Abteilungen erstmals wieder verhaltenen Optimismus durch.
(15.06.2006)

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