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Schrecksekunde an der Wiener Börse (Christian Drastil)


Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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14.06.2007, 1376 Zeichen
Während wir heute gerade mit Interesse die Geschehnisse rund um voest und Böhler (voest mit Eisbergorder 170.000 Stück im Ask, Böhler gleichzeitig über dem Angebotspreis von 73 Euro) verfolgten, kam eine „Hammermeldung“ über die APA.

Titel: „Zukunftsvorsorge - Wiener Börse kein zulässiger Anlagemarkt mehr“.

Shit (sorry für das Wording), dachten wir in einer Erstreaktion; das klingt ja ziemlich final.

Dürfen jetzt die Manager von Zukunftsvorsorgeprodukten keine Austro-Aktien mehr kaufen? Müssen Sie sogar verkaufen?

Nach kurzer Recherche (Büro des Kapitalmarktbeauftragten, Wiener Börse) wissen wir: Nein, hier gibt es keinen Spontan-Druck. Im Kern geht es um die Marktkapitalisierung in Prozent des BIP, die Grenze lag FRÜHER bei 30 Prozent, diese ist aber bereits im Budgetbegleitgesetz 2007 auf 40 Prozent angehoben worden. Auch werden vergangene Jahre herangezogen (für 2007 beispielsweise die Jahre 2003, 2004 und 2005) und da ist es sich auch mit den 30 Prozent noch knapp ausgegangen.

Trotzdem: Es ist nun definitiv so, dass die Marktkapitalisierung in Prozent des BIP zu hoch geworden ist, also muss, damit österreichische Aktien auch künftig in die Zukunftsvorsorge passen, weiter an der Definition geschraubt werden. Da hierzu aber ohnedies bereits die Köpfe sämtlicher Kapitalmarktkapazunder des Landes rauchen, sind wir guter Dinge.

War nur eine Schrecksekunde.

(14.06.2007)

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