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Halbjahreszahlen Stelios Kanakis (Daniel Koinegg)

Bild: © shutterstock.com/eigene Bilder, Akropolis, Athen, Griechenland, http://www.shutterstock.com/de/pic-141927709/stock-photo-p...

14.09.2015, 3652 Zeichen

Vor einigen Tagen hat die hier bereits behandelte Stelios Kanakis ihren Halbjahresgeschäftsbericht 2015 veröffentlicht. In aller Kürze möchte ich die wichtigsten Dinge aufgreifen, die mir beim Lesen des Berichtes aufgefallen sind und die ich wie folgt interpretiere:

  • Derzeit merkt die Gesellschaft noch nichts von den widrigen wirtschaftlichen Verhältnissen in Griechenland. Logischerweise wird sich die wahre Auswirkung der Kapitalverkehrskontrollen und den damit verbundenen Problemen der griechischen Wirtschaft erst im zweiten Halbjahr zeigen. Auch Stelios Kanakis rechnet mit Nachfragerückgängen, wenngleich diese branchenbedingt (Nahrungsmittel) weniger stark sein dürften.
  • Man rechnet bei einigen Produkten (insbesondere bei solchen auf Schokoladen- und Haselnussbasis) mit steigenden Einkaufspreisen, die nicht an die Kunden in Griechenland weitergegeben werden können. Angesichts des Produktmixes, den die Gesellschaft veröffentlicht, machen diese aber am Umsatz einen eher geringen Teil aus.
  • Vereinzelt werden Kunden Zahlungsprobleme haben. Da man aber an weit über 2000 Kunden liefert, sehe ich kein Klumpenrisiko, das eine enorme Auswirkung auf die Liquiditätsposition hätte.
  • Falls durch das weitere Abkühlen der griechischen Wirtschaft der Vorratsumschlag sinkt, könnten gewisse Produkte dem Verderb ausgesetzt sein.
  • Ergebnisseitig konnte im ersten Halbjahr 2015 eine Steigerung gegenüber 2014 erzielt werden. Umsatz und Profitabilität sind höher. Weiters sieht man ein geringfügig verbessertes Working-Capital-Management (kürzere Debitorenlaufzeit, höhere Kreditorenlaufzeit).
  • Durch die kürzlich erhöhte Körperschaftssteuer in Griechenland (von 26 auf 29%) wird die Profitabilität noch weiter belastet.
  • Grundsätzlich geht man davon aus, dass zwar die Margen etwas leiden werden, man aber Marktanteile von finanziell schwächeren Mitbewerbern gewinnen wird können.
  • Die finanzielle Stabilität ist nach wie vor ausgezeichnet mit einer Eigenkapitalquote von 77%, 5 MEUR Net Cash und einem deutlichen Überschuss an Umlaufvermögen über die Gesamtverbindlichkeiten.

Unternehmen, die eine Bilanzstruktur wie Stelios Kanakis aufweisen, bewerte ich grundsätzlich mit der Summe aus einem adaptierten Net Current Asset Value und einer Abschätzung des Wertes der Ertragskraft.

EBT   2,08
Steuer   -0,60
Ergebnis   1,48
Multiple   8,00
Ertragswert   11,81
     
Umlaufvermögen Bilanz Wert
Vorräte 2,89 2,74
Lieferforderungen 7,05 6,35
sonstige Forderungen 0,57 0,57
Cash 5,02 5,02
Gesamt 15,53 14,68
Verbindlichkeiten 5,25 5,25
NCAV   9,43
     
Innerer Wert   21,24
Anzahl Aktien   7,50
Pro Aktie   2,83

Das Jahresergebnis habe ich durch Hochrechnung des halbjährlichen Vorsteuerergebnisses 2015 auf das Gesamtjahr und Anwendung der jetzt geltenden Körperschaftssteuer von 29% ermittelt. Diese Hochrechnung ist meiner Meinung nach vertretbar, weil zwar negative Auswirkungen aus der momentanen Situation in Griechenland zu erwarten sind, aber andererseits die zweite Jahreshälfte geschäftsmodellbedingt erfolgreicher ist als die Erste. Darauf wird ein meines Erachtens ebenfalls konservativer Multiple von 8 angesetzt.

Die Vorräte habe ich angesichts des möglichen Verderbs sowie möglicher Preisreduktionen um 5% nach unten korrigiert. Die Lieferforderungen habe ich um 10% korrigiert, was angesichts der breiten Kundenbasis vertretbar erscheint. Die sonstigen Forderungen umfassen vor allem Steuervorauszahlungen und müssen nicht korrigiert werden. Die Cashbestände sollten mittlerweile auch einigermaßen sicher sein. Davon werden die Verbindlichkeiten laut Bilanz abgezogen.

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(14.09.2015)

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    Vor einigen Tagen hat die hier bereits behandelte Stelios Kanakis ihren Halbjahresgeschäftsbericht 2015 veröffentlicht. In aller Kürze möchte ich die wichtigsten Dinge aufgreifen, die mir beim Lesen des Berichtes aufgefallen sind und die ich wie folgt interpretiere:

    • Derzeit merkt die Gesellschaft noch nichts von den widrigen wirtschaftlichen Verhältnissen in Griechenland. Logischerweise wird sich die wahre Auswirkung der Kapitalverkehrskontrollen und den damit verbundenen Problemen der griechischen Wirtschaft erst im zweiten Halbjahr zeigen. Auch Stelios Kanakis rechnet mit Nachfragerückgängen, wenngleich diese branchenbedingt (Nahrungsmittel) weniger stark sein dürften.
    • Man rechnet bei einigen Produkten (insbesondere bei solchen auf Schokoladen- und Haselnussbasis) mit steigenden Einkaufspreisen, die nicht an die Kunden in Griechenland weitergegeben werden können. Angesichts des Produktmixes, den die Gesellschaft veröffentlicht, machen diese aber am Umsatz einen eher geringen Teil aus.
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    • Durch die kürzlich erhöhte Körperschaftssteuer in Griechenland (von 26 auf 29%) wird die Profitabilität noch weiter belastet.
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    • Die finanzielle Stabilität ist nach wie vor ausgezeichnet mit einer Eigenkapitalquote von 77%, 5 MEUR Net Cash und einem deutlichen Überschuss an Umlaufvermögen über die Gesamtverbindlichkeiten.

    Unternehmen, die eine Bilanzstruktur wie Stelios Kanakis aufweisen, bewerte ich grundsätzlich mit der Summe aus einem adaptierten Net Current Asset Value und einer Abschätzung des Wertes der Ertragskraft.

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    Vorräte 2,89 2,74
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    Das Jahresergebnis habe ich durch Hochrechnung des halbjährlichen Vorsteuerergebnisses 2015 auf das Gesamtjahr und Anwendung der jetzt geltenden Körperschaftssteuer von 29% ermittelt. Diese Hochrechnung ist meiner Meinung nach vertretbar, weil zwar negative Auswirkungen aus der momentanen Situation in Griechenland zu erwarten sind, aber andererseits die zweite Jahreshälfte geschäftsmodellbedingt erfolgreicher ist als die Erste. Darauf wird ein meines Erachtens ebenfalls konservativer Multiple von 8 angesetzt.

    Die Vorräte habe ich angesichts des möglichen Verderbs sowie möglicher Preisreduktionen um 5% nach unten korrigiert. Die Lieferforderungen habe ich um 10% korrigiert, was angesichts der breiten Kundenbasis vertretbar erscheint. Die sonstigen Forderungen umfassen vor allem Steuervorauszahlungen und müssen nicht korrigiert werden. Die Cashbestände sollten mittlerweile auch einigermaßen sicher sein. Davon werden die Verbindlichkeiten laut Bilanz abgezogen.

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