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Deutsche Bank: Keine Entschuldigungen mehr (Ivan Tomasevic, Marc Schmidt)

Bild: © www.shutterstock.com, Deutsche Bank, Logo, Headquarter 360b / Shutterstock.c

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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29.10.2015, 2699 Zeichen

Jetzt ist es also amtlich. Nachdem die Deutsche Bank (WKN 514000) einen möglichen Dividendenausfall für 2015 ins Spiel gebracht hatte, wird es nun für 2015 und auch für 2016 keine Ausschüttung an die Anteilseigner geben. Stattdessen wird Co-Chef John Cryan die kommenden Jahre nutzen, um beim Branchenführer am deutschen Bankenmarkt rigoros aufzuräumen.

Schließlich will er nicht noch einmal Quartalsergebnisse als „absolut enttäuschend“ bezeichnen müssen. Wertberichtigungen im Investmentbanking, Privatkundengeschäft, bei der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank und weitere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sorgten im September-Quartal für einen Nettoverlust von 6,0 Mrd. Euro. Cryan hat deshalb ganz besonders den Kosten den Kampf angesagt. Bei einer Bank dieser Größenordnung lassen sich diese am ehesten in der Belegschaft einsparen.

Aus diesem Grund stehen insgesamt 35.000 Stellen auf der Kippe, rund 9.000 Vollzeitstellen bei der Deutschen Bank, weitere 6.000 Stellen bei externen Dienstleistern und etwa 20.000 Stellen bei zu verkaufenden Beteiligungen wie der Postbank. Zudem will sich die Deutsche Bank mit ihren Aktivitäten aus zehn Ländern zurückziehen. Insgesamt sollen bis 3,8 Mrd. Euro an Kosten eingespart werden. Die derzeit wenig wettbewerbsfähige Aufwand-Ertrag-Relation soll auf 70 Prozent in 2018 und noch einmal auf 65 Prozent im Jahr 2020 verbessert werden. Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1) soll wiederum Ende 2018 bei mindestens 12,5 Prozent liegen. Damit ist Cryan noch optimistischer als seine Vorgänger.

Quelle: Guidants

Quelle: Guidants

Am Markt kamen die neuesten Nachrichten aus Frankfurt nicht ganz so gut an. Einerseits sind einige Investoren angesichts der wegfallenden Dividende enttäuscht. Gleichzeitig hat das Management der Deutschen Bank in der Vergangenheit bereits vollmundige Versprechungen in Sachen Einsparungen gemacht, jedoch nicht liefern können. Warten wir ab, ob es dieses Mal gelingt. Anleger, die trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der Deutsche-Bank-Aktie setzen möchten, könnten einen Blick auf das Produkt mit der WKN CC0UB0 werfen.

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    Aus diesem Grund stehen insgesamt 35.000 Stellen auf der Kippe, rund 9.000 Vollzeitstellen bei der Deutschen Bank, weitere 6.000 Stellen bei externen Dienstleistern und etwa 20.000 Stellen bei zu verkaufenden Beteiligungen wie der Postbank. Zudem will sich die Deutsche Bank mit ihren Aktivitäten aus zehn Ländern zurückziehen. Insgesamt sollen bis 3,8 Mrd. Euro an Kosten eingespart werden. Die derzeit wenig wettbewerbsfähige Aufwand-Ertrag-Relation soll auf 70 Prozent in 2018 und noch einmal auf 65 Prozent im Jahr 2020 verbessert werden. Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1) soll wiederum Ende 2018 bei mindestens 12,5 Prozent liegen. Damit ist Cryan noch optimistischer als seine Vorgänger.

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