03.05.2016, 3077 Zeichen
Im Vorfeld des 1. BSN Finanzmarkttags war ich gestern mit Gregor Rosinger und Martina Draper bei Wolfgang Schüssel. Was wir dort exakt gemacht haben, wird am 6.5. geoutet, einiges ist aber ohnedies schon angekündigt. Jedenfalls habe ich nach dem Termin ein Foto vom Talk mit dem Ex-Kanzler auf meinem Facebook-Profil gepostet.
Da sind meine roten Socken zu sehen. Grosses Thema natürlich. Ein politisches Statement? Ach wo: Ich trage zwar gerne T-Shirts mit Logos unserer Marken, aber politische Statement-Wear ist nicht meins. Die Wahrheit ist: Ich war bis knapp vor dem Termin in Talks mit den Dachsanierern, die seit Wochen mein Dasein mitbestimmen, gebunden. Dann schnell der Griff in die Sockenkiste, rote "dawischt" und gedacht "eh wurscht, Bilder nur im Stehen". Modisch auszusehen ist sicher keine Stärke von mir.
Dass Schüssel dann zu einem lockeren Plausch einlädt, war nicht abzusehen und extrem lässig. Ist man nicht mehr gewohnt, dass sich ein Politiker am Kapitalmarkt interessiert zeigt. So sind halt beim gemütlichen Sitzen die roten Socken aufgeblitzt. Also nix "Statement", sondern nur "Spätman". Sockenscherze immer gut.
Was mich aber traurig macht: Dass es immer wieder Postings auf meinem Profil gibt, die die Leute, mit denen ich mich treffe, verunglimpfen. Hey, es ist mein Job, Leute zu treffen. Nicht jeder wird allen recht sein. Ich finde, man sollte wieder etwas mehr Respekt voreinander haben und nicht alles für politische Statements nützen. Das wäre ein grosser Wunsch.
Ich halte zB nicht viel von grüner und blauer Politik, werde weder Van der Bellen noch Hofer wählen. Van der Bellen habe ich zB bei einem Interview kennengelernt und er geniesst hohen Respekt bei mir. Inhaltlich passen mir viele Dinge nicht, aber warum soll ich ihn deshalb schimpfen?
Ich habe heute Abend ein weiteres Treffen. Es geht u.a. um eine Studie des Lausanner "Institute for Management Development", die den steilen Abstieg Österreichs im Standort Ranking behandelt. Dazu werde ich mit einem österreichischen Experten sprechen. Vor allem der Vergleich mit Deutschland und der Schweiz tut weh. Ich sehe derzeit keinen Politiker, der ein Gegenmittel hat und sich auch durchsetzen kann. Das wäre jemand, den ich wählen würde (jetzt nicht rein auf die Bundespräsidenten-Wahl bezogen).
Um nochmal auf VdB und Hofer zurückzukommen, die ja wohl wirklich nahe 50:50 bei der Zustimmung liegen. Würde ich ein Foto mit VdB posten, gäbe es Applaus. Würde ich eines mit Hofer posten, gäbe es Häme und Defriending-Wellen. Gut, ich habe sicher viel mehr VdB-Wähler unter meinen Kontakten (ich frag nicht, kenne viele neue Leute aus dem Sport, wo sich einiges verwässert), aber die Selbstverständlichkeit, mit der die Linke (sorry) alles gegen das Weltbild gehende missioniert ("Du musst aufpassen, mit wem Du Dich zeigst ..") ist schon einzigartig. Denn kein Hofer-Wähler würde ein VdB-Bild auf meinem Profil blöd kommentieren. Das ist ein Unterschied, der auch Verzweiflungsgrade zeigt. Verzweiflung ist nie gut. Also: Machts lieber was für den Standort, Leute. Wir sandeln ab und das tut weh!
Börsepeople im Podcast S23/14: Philipp Vorndran
Bildnachweis
1.
Beim Hintergrundplausch mit Wolfgang Schüssel (c) Martina Draper
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