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Weiterer Kapitalbedarf: E.On im Fokus (Andreas Kern)

Bild: © www.shutterstock.com, E.ON, EON, 360b / Shutterstock.com , 360b / Shutterstock.co

13.05.2016, 3741 Zeichen

Die in dieser Woche vorgelegten Zahlen des Energieversorgers E.On wurden am Markt als „solide“ bis „gut“ eingestuft. Viel zu meckern gab es weder bei dem um 8 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro gestiegenen EBITDA noch beim überproportional stark verbesserten Nettogewinn von 1,3 Mrd. Euro. In Kombination mit der geplanten Aufspaltung des Konzerns hätte die Aktie damit wahrscheinlich eine gute Chance gehabt, ihre langwierige Phase der Bodenbildung endlich zu vollenden. Dass es dazu auch diesmal nicht kam, lag wahrscheinlich an den neuen Ängsten vor einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Atom-Kompromisses. Zu den bereits gebildeten Rückstellungen benötigt der Konzern womöglich weitere 2 Mrd. Euro, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Trader bei wikifolio.com lassen sich davon aber nicht abschrecken, sondern nutzen die Rückschläge mehrheitlich zum Einstieg.

Jens Jatho („JeJa“), der in seinem wikifolio „Tenbagger - Sei aufmerksam“ zuletzt im Februar eine Position bei E.On eröffnet hatte, stockte diese zur Wochenmitte noch einmal deutlich auf, was er wie folgt begründete: „Wir haben heute dazu gekauft. Ja, E.On hat Probleme. Dennoch in weniger als 4 Wochen gibt es 0,50 Euro Dividende und so schlecht ist das Unternehmen nun auch nicht. Wir bleiben dabei“. Nachdem ein kleiner Teil der zugekauften Aktien heute Morgen wieder verkauft wurde, ist der Titel in dem sehr breit diversifizierten wikifolio jetzt mit einem Anteil von 1,3 Prozent vertreten. In den vergangenen zwölf Monaten ging es mit dem Kurs des im Juli 2014 emittierten wikifolio-Zertifikats rauf und runter, ohne dass sich unter dem Strich groß etwas verändert hat. Seit der Emission hat sich der Kurs indes um 20 Prozent verteuert, während das schon im November 2013 gestartete wikifolio, bei dem die Investmentstrategie von Peter Lynch nachvollzogen werden soll, mit über 30 Prozent im Plus liegt (Maximalverlust: 16 Prozent).

Der in der Regel sehr kurzfristig agierende Michael Flender („GoldeselTrading“) hat die E.On-Aktie in seinem wikifolio „Goldesel-Trading“ in den vergangenen Tagen sehr rege gehandelt. Am Dienstagmorgen wurde zunächst eine Anfangsposition aufgebaut, worauf einen Tag später kleinere Gewinnmitnahmen folgten („E.On habe ich vorbörslich zum Teil verkauft, das war absolut richtig. Leider nicht alles verkauft, auf dem Niveau jetzt kaufe ich eher wieder zu. Die Zahlen waren inline“). Die verkündete Kaufabsicht setzte er auch zeitnah in die Tat um: „Unfassbar schon wieder dieser Abverkauf bei E.ON - habe unter 8€ nochmal aufgestockt. Die Aktie ist jetzt schon wieder massiv überverkauft. 15% vom Hoch in wenigen Tagen verloren.“ Den anschließenden Anstieg nutzte der Trader dann, um den Bestand in mehreren Schritten komplett zu verkaufen. Unter dem Strich brachten die Transaktionen insgesamt allerdings weder große Gewinne noch Verluste. Das sieht bezogen auf das gesamte wikifolio ganz anders aus. Mit einem Plus von 112 Prozent seit Oktober 2013 notiert das wikifolio bei einem Maximalverlust von nur 14 Prozent fast auf Allzeithoch. Mit dem seit knapp zwei Jahren handelbaren wikifolio-Zertifikat konnten Investoren bislang immerhin schon gut 38 Prozent gewinnen.

 10 Aktien mit den meisten Trades (06.05-13.05.2016)

# Name ISIN TradingVolume All
1 BASF DE000BASF111 5.141.367,99 483
2 BIOFRONTERA DE0006046113 722.542,88 247
3 Allianz DE0008404005 95.646,42 204
4 ThyssenKr DE0007500001 87.154,48 199
5 Daimler DE0007100000 82.630,13 198
6 Deutsche Bank DE0005140008 424.940,76 187
7 Commerzbank DE000CBK1001 92.820,00 187
8 SOLAREDGE US83417M1045 392.308,38 180
9 E.ON DE000ENAG999 371.682,90 176
10 Verbio DE000A0JL9W6 171.167,62 173

 Basis: alle investierbaren wikifolios

Alle wikifolios mit E.On (ISIN: DE000ENAG999) im Depot.

Im Original hier erschienen: Weiterer Kapitalbedarf: E.On im Fokus


(13.05.2016)

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    Die in dieser Woche vorgelegten Zahlen des Energieversorgers E.On wurden am Markt als „solide“ bis „gut“ eingestuft. Viel zu meckern gab es weder bei dem um 8 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro gestiegenen EBITDA noch beim überproportional stark verbesserten Nettogewinn von 1,3 Mrd. Euro. In Kombination mit der geplanten Aufspaltung des Konzerns hätte die Aktie damit wahrscheinlich eine gute Chance gehabt, ihre langwierige Phase der Bodenbildung endlich zu vollenden. Dass es dazu auch diesmal nicht kam, lag wahrscheinlich an den neuen Ängsten vor einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Atom-Kompromisses. Zu den bereits gebildeten Rückstellungen benötigt der Konzern womöglich weitere 2 Mrd. Euro, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Trader bei wikifolio.com lassen sich davon aber nicht abschrecken, sondern nutzen die Rückschläge mehrheitlich zum Einstieg.

    Jens Jatho („JeJa“), der in seinem wikifolio „Tenbagger - Sei aufmerksam“ zuletzt im Februar eine Position bei E.On eröffnet hatte, stockte diese zur Wochenmitte noch einmal deutlich auf, was er wie folgt begründete: „Wir haben heute dazu gekauft. Ja, E.On hat Probleme. Dennoch in weniger als 4 Wochen gibt es 0,50 Euro Dividende und so schlecht ist das Unternehmen nun auch nicht. Wir bleiben dabei“. Nachdem ein kleiner Teil der zugekauften Aktien heute Morgen wieder verkauft wurde, ist der Titel in dem sehr breit diversifizierten wikifolio jetzt mit einem Anteil von 1,3 Prozent vertreten. In den vergangenen zwölf Monaten ging es mit dem Kurs des im Juli 2014 emittierten wikifolio-Zertifikats rauf und runter, ohne dass sich unter dem Strich groß etwas verändert hat. Seit der Emission hat sich der Kurs indes um 20 Prozent verteuert, während das schon im November 2013 gestartete wikifolio, bei dem die Investmentstrategie von Peter Lynch nachvollzogen werden soll, mit über 30 Prozent im Plus liegt (Maximalverlust: 16 Prozent).

    Der in der Regel sehr kurzfristig agierende Michael Flender („GoldeselTrading“) hat die E.On-Aktie in seinem wikifolio „Goldesel-Trading“ in den vergangenen Tagen sehr rege gehandelt. Am Dienstagmorgen wurde zunächst eine Anfangsposition aufgebaut, worauf einen Tag später kleinere Gewinnmitnahmen folgten („E.On habe ich vorbörslich zum Teil verkauft, das war absolut richtig. Leider nicht alles verkauft, auf dem Niveau jetzt kaufe ich eher wieder zu. Die Zahlen waren inline“). Die verkündete Kaufabsicht setzte er auch zeitnah in die Tat um: „Unfassbar schon wieder dieser Abverkauf bei E.ON - habe unter 8€ nochmal aufgestockt. Die Aktie ist jetzt schon wieder massiv überverkauft. 15% vom Hoch in wenigen Tagen verloren.“ Den anschließenden Anstieg nutzte der Trader dann, um den Bestand in mehreren Schritten komplett zu verkaufen. Unter dem Strich brachten die Transaktionen insgesamt allerdings weder große Gewinne noch Verluste. Das sieht bezogen auf das gesamte wikifolio ganz anders aus. Mit einem Plus von 112 Prozent seit Oktober 2013 notiert das wikifolio bei einem Maximalverlust von nur 14 Prozent fast auf Allzeithoch. Mit dem seit knapp zwei Jahren handelbaren wikifolio-Zertifikat konnten Investoren bislang immerhin schon gut 38 Prozent gewinnen.

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