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Adva Optical: Kurssturz gerechtfertigt? (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Adva Optical Networking

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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29.08.2017, 2502 Zeichen

Schlechte Neuigkeit bei Adva Optical (WKN: 510300 / ISIN: DE0005103006) am heutigen Dienstag: Und zwar hat das Management die Prognose für das laufende Quartal einkassiert. Der Kurs der Aktie brach darauf umgehend um rund 20% ein.

Ist dieser Kurseinbruch übertrieben – oder im Gegenteil noch zu wenig? Um das zu beurteilen, hier der Blick auf die Änderung der Prognose. Bisher hatte die Prognosebandbreite für den Umsatz im dritten Quartal laut Adva Optical bei 120-130 Mio. Euro gelegen. Nun sollen es 110-125 Mio. Euro werden. Das klingt noch nicht besonders schlimm – es gilt aber zu berücksichtigen, dass Adva Optical diesen Monat ein Unternehmen namens „MRV“ übernommen hat. Wenn die Umsätze von MRV rausgerechnet werden, dann würde der Umsatz im laufenden Quartal demnach bei 104-114 Mio. Euro liegen. Und das liegt dann doch deutlich (= 16 Mio. Euro) unter den genannten 120-130 Mio. Euro.

Adva-Chart: boerse-frankfurt.de

Adva Optical: „Unerwartet schwache Auftragslage“

Doch noch übler wird es beim Blick auf die Profitabilität. Diese sollte der vorigen Prognose zufolge bei 2-5% liegen (Anteil des „IFRS Pro-forma-Betriebsergebnis“ an den Umsätzen). Nun soll es bei -4% bis +2% liegen bzw. ohne Berücksichtigung der Übernahme von MRV bei -3% bis +2%. Mit anderen Worten: Es ist nun durchaus wahrscheinlich, dass auf Basis dieser Kennzahl ein negativer Wert erreicht wird. Und rote Zahlen statt zuvor prognostiziertem sehenswertem Plus, das ist in der Tat eine bittere Enttäuschung. Als Begründung wird eine – Zitat „unerwartet schwache Auftragslage“ genannt. Wird sich diese im weiteren Jahresverlauf wieder bessern? Dazu keine Angaben von Adva Optical.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Der Tod ist groß.

Wir sind die Seinen

lachenden Munds.

Wenn wir uns

mitten im Leben meinen,

wagt er zu weinen

mitten in uns.“

– Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig. Seine kostenlosen Newsletter können Sie hier abonnieren. Weitere Informationen unter: www.vaupels-boersenwelt.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

 


(29.08.2017)

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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1148: ATX macht nach schlechten Politik-Signalen wieder gut, FACC gesucht, kein Sound of Silence beim Trading Volume




 

Bildnachweis

1. Adva Optical Networking , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

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