15.09.2017, 3041 Zeichen
Die Branche der strukturierten Wertpapiere ist vergleichsweise jung. Wurde etwa der erste Aktienfonds in Deutschland bereits im Jahre 1950 ins Leben gerufen, so ist die Historie der Anlage- und Hebelprodukte hierzulande weitaus kürzer. 1990 kam das erste Index-Zertifikat auf den Markt, andere Produktkategorien folgten. Und sie etablierten sich im weitverzweigten Investmentuniversum, wo ein immer größeres Angebot auf entsprechende Nachfrage trifft.
Wie etabliert strukturierte Wertpapiere bei den deutschen Privatanlegern sind und seit wann sie sich mit ihnen beschäftigen, das wollte der Deutsche Derivate Verband in seiner Umfrage im September wissen. Dabei zeigt sich: Nahezu jeder zweite Anleger in Deutschland beschäftigt sich seit fünf bis zehn Jahren oder sogar länger mit strukturierten Wertpapieren. Davon befasst sich jeder Vierte sogar seit mehr als zehn Jahren mit Zertifikaten jedweder Art. Ein Indiz dafür, dass viele scheinbar (sehr) zufrieden mit dieser Anlageklasse und den jeweiligen Ausgestaltungsmerkmalen sind und immer wieder auf diese Produkte innerhalb ihres Portfolios zurückgreifen. 15 Prozent ziehen Zertifikate immerhin seit drei bis fünf Jahren bei ihren Investmententscheidungen in Erwägung, während sich 19 Prozent seit ein bis drei Jahren mit dem Thema Zertifikate auseinandersetzen. 23 Prozent haben sich dieser Anlageform erst in der jüngeren Vergangenheit gewidmet. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Online-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV), an der sich 2.650 Personen, in der Regel Selbstentscheider ohne Berater, beteiligten.
Welche Erkenntnisse lassen sich daraus ableiten? Trotz der tiefgreifenden Wirtschafts- und Finanzkrise von vor fast zehn Jahren, deren Folgen bis heute spürbar sind und die sich unter anderem im Anleger-Misstrauen gegenüber Finanzdienstleistern zeigen, sind Zertifikate fest verankert in der deutschen Anlagekultur. Gerade auch in der jetzigen Kapitalmarktphase, in der viele Anleger die Börsen-Rallye mitunter recht skeptisch beäugen, können entsprechende Anlage- oder Hebelpapiere ihre Vorteile ausspielen. Das auch gegenüber anderen Anlagevehikeln. Insofern gehören Zertifikate als Beimischung in jedes erfolgreiche, ertragsorientierte Depot. Sie sind maßgeschneiderte Finanzprodukte. Jeder Privatanleger kann nach seiner Risikoneigung, Renditeerwartung und Markteinschätzung das für ihn geeignete Produkt finden.
Ein Beitrag von Lars Brandau
Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war Lars Brandau unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv tätig; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de
Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, Verbund-Position aufgestockt
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:AT&S, Rosenbauer, Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Bajaj Mobility AG, CPI Europe AG, SBO, Erste Group, FACC, Frequentis, RBI, UBM, Verbund, Wienerberger, SW Umwelttechnik, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
Freisinger
FREISINGER enterprises setzt auf Old-Economy im Bereich von technischen und industriellen Gütern. Persönlicher Kontakt mit einer guten Mischung aus E-Commerce ergeben eine optimale Vertriebsstruktur für technische Gase, Zubehör und Dienstleistungen.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX korrigiert nach überraschendem Allzeithoch – AT&S trotzt dem Abwärts...
» Österreich-Depots: Verbund-Position verdoppelt (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 20.4.: CA Immo, MMK, Uniqa, CPI (Börse Geschichte) (Börs...
» Nachlese: 1. Monthly Main Event, Gunter Deuber, Andreas Wölfl, Sinja Kra...
» LinkedIn-NL: Das war unser Monthly Main Event #1, Aufnahmetermin für #2 ...
» Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, V...
» PIR-News: Andritz, Strabag, Semperit, Bawag (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: AT&S, Verbund und Post gesucht
» ATX-Trends: AT&S, Flughafen Wien, DO & CO ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wie Noratis, Ibu-Tec, Hypoport, Ibiden Co.Ltd, Sn...
- Wie Wirecard, AT&S, RBI, FACC, Verbund und RWE fü...
- Wie salesforce.com, JP Morgan Chase, 3M, Goldman ...
- Wie MTU Aero Engines, SAP, RWE, Volkswagen Vz., C...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Bajaj Mobility ste...
- Wiener Börse: ATX geht 1,53 Prozent schwächer aus...
Featured Partner Video
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Der Running Gag der CIRA hat echt funktioniert (und das sogar in halber Zeit)
- kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at: Am 15.10.2025 anlässlich der CIRA-Jahreskonferenz gab ich erstmals ein "ATX-Ziel", es war ein Running Gag, dieses Kursziel. Aber es funktionier...
Books josefchladek.com
Stephen Shore
Uncommon Places
1982
Aperture
John Gossage
LAMF (Special Edition)
2026
Magic Hour Press
Anton Bruehl
Mexico
1933
Delphic Studios
Alessandra Calò
Ctonio
2024
Studiofaganel
L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)
1937
Editions Perceval
