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Air Berlin: Totalverlust für Aktionäre? (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © www.shutterstock.com, Air Berlin, Flugzeug rSnapshotPhotos / Shutterstock.com

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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16.10.2017, 2517 Zeichen

Nun ist es also nach langen Verhandlungen klar: „Air Berlin (WKN: AB1000 / ISIN: GB00B128C026) und Deutsche Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) haben sich über die Veräußerung bestimmter Unternehmensteile geeinigt“, so meldete Air Berlin. Es geht nicht um das gesamte Geschäft, sondern um „bestimmte Unternehmensteile“ wie die NIKI Luftfahrt GmbH sowie die „Luftfahrtgesellschaft Walter mbH“.

Als Kaufpreis wurden demnach 210 Mio. Euro vereinbart. Der Kaufpreis soll „Gegenstand von Anpassungen bei Vollzug des Kaufvertrags sein“, was immer das heißen soll (da mir der Kaufvertrag nicht vorliegt, kann ich das nicht näher bewerten). Was ich aber weiß: Obwohl die Air Berlin-Aktie in einer ersten Reaktion nach oben geschossen ist, bedeutet dieser Verkauf noch lange nicht, dass für die Air Berlin-Aktionäre etwas übrig bleibt.

Air-Berlin-Chart: boerse-frankfurt.de

Denn die Gläubiger stehen vor den Aktionären in der Reihe, wenn es etwas zu verteilen gibt. Und da reichen die genannten 210 Mio. Euro noch nicht einmal für die Anleihengläubiger. Ich habe nachgeschaut: Was für Anleihen hat Air Berlin noch ausstehend? Eine ganze Reihe!

  • So zum Beispiel eine Anleihe in US-Dollar, Laufzeit eigentlich bis 2020, Volumen: 131,9 Mio. US-Dollar.
  • Und dann noch eine in US-Dollar mit Laufzeit bis eigentlich 2021, Volumen 99,5 Mio. US-Dollar.
  • In Euro gibt es natürlich auch was – eine Anleihe mit Fälligkeit 2019, Volumen mal eben 252 Mio. Euro.
  • Und eine Anleihe mit Fälligkeit 2018, Volumen „150+75“ Mio. Euro.
  • Dann gibt es noch diverse ausstehende Wandelanleihen.

Quelle der Angaben ist Air Berlin, die sollten es ja wissen. Doch der Punkt dürfte klar sein: Alleine das Volumen der ausstehenden Air Berlin Anleihen liegt deutlich über dem genannten Kaufpreis. Natürlich, Air Berlin verhandelt noch mit anderen Bietern über den Verkauf der restlichen Unternehmensteile. Aber damit für die Aktionäre noch etwas bleibt, müssten die Gläubiger erstmal befriedigt werden. Und nach dem Blick auf die Liste der ausstehenden Anleihen bin ich da mehr als skeptisch.

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.

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(16.10.2017)

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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1155: ATX unverändert, mit Wienerberger / Verbund zwei Dauer-ATXler vorne, Frequentis 18/70 und Rheinmetall/Ritschy




Air Berlin Letzter SK:  0.00 ( 0.00%)
Lufthansa
Akt. Indikation:  7.93 / 7.94
Uhrzeit:  18:50:22
Veränderung zu letztem SK:  -2.36%
Letzter SK:  8.13 ( -4.58%)



 

Bildnachweis

1. Air Berlin, Flugzeug rSnapshotPhotos / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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