14.11.2017, 3370 Zeichen
Die jüngsten Kursverluste des DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) sind weniger durch die aktuellen Quartalszahlen verursacht, als durch psychologische Umstände. Man sah alleine gestern einen dynamischen Bruch der 13.000 und ein Zurücklaufen über diese Kursmarke. In den vergangenen Wochen kündigte sich diese kleine Korrektur durch das Frankfurter Börsensentiment bereits an. Auch wenn der DAX pausiert, eine panische Stimmung ist nicht zu vernehmen.
Sentiment und Charttechnik im DAX
Noch vor zwei Wochen stand das Sentiment euphorisch im Extrem. Doch eine Woche später sicherten sich insbesondere institutionelle Marktteilnehmer mit Short-Positionen ab. Das Hedging war also ein Warnzeichen für eine mögliche Erschöpfung des Marktes.
Der aktuelle Zustand des DAX ist im unteren Bild verdeutlicht.
Sie sehen hierbei:
Der DAX pausiert mit seiner Advance-Decline-Line und der New-Highs-Lows-Indikator.
Kurze Info zu den Indikatoren:
Die Advance-Decline-Line (ADL) wird über die Differenz der gestiegenen und gefallenden Aktien berechnet. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung des Index von der ADL bestätigt werden sollte. Fehlt die Bestätigung, deutet einiges darauf hin, dass der Index eine Umkehr vorbereitet.
Der untere Indikator zeigt die Differenz der Aktien, die ein neues Hoch gebildet haben, abzüglich der Aktien mit einem neuen Tief. Die Differenz der neuen Hochs und Tiefs gibt Aufschluss darüber, ob ein Trend intakt ist. Ein Aufwärtstrend ist gesund, wenn jedes Hoch vom Indikator mit einem neuen Hoch bestätigt wird.
Der Trend ist noch nicht beendet
Oftmals erkennt man zukünftige Kursschwäche an der ADL. Im oberen Chart gibt es lediglich Anzeichen in der Steilheit der Bewegung. Betrachten Sie die Pfeile: Im Kursverlauf ist der eingezeichnete Pfeil etwas steiler als innerhalb der ADL. Die kleine bearische Divergenz sollte jedoch keine schwer wiegende Wirkung haben.
Wichtiger sind die neuen Hochs der Aktien (unterer Indikator). Jeder Aufwärtstrend zeichnet sich durch neue Hochs aus. Fehlen diese, dann bekommt der Trend Probleme. In den vergangenen Monaten konnte man mehrfach einen starken Indikator mit neuen Hochs sehen. Ein Muster, das sich sechs Mal wiederholte. Im November fehlten dann die neuen Hochs. Dadurch entstand eine bearishe Divergenz, mit der aktuellen Auswirkung.
Fazit für Ihren Handel
Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es ein Fehler, den Aufwärtstrend als beendet anzusehen. Eine Korrektur ist ein normaler Prozess, der auch in einem Aufwärtstrend vorkommen muss.
Der Jahreszeitpunkt ist jetzt sogar positiv, denn zum Ende des Jahres nehmen viele Fonds ein „Windowdressing“ vor. Sie kaufen die attraktiven Aktien ein, um den Kunden am Jahresende zu zeigen, dass sie die besten Aktien im Depot haben.
Vermutlich bieten die aktuellen Kursverluste sehr bald eine neue Chance zum günstigen Einstieg. Denn der DAX pausiert meines Erachtens nur.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Christian Lukas von www.Trading-Ideen.de

Dieser Beitrag von Christian Lukas wurde von trading-treff.de zur Verfügung gestellt. Dort gibt es Analysen, Wissen und Emotionen zum Trading.
Christian Lukas beschäftigt sich seit 1998 mit der Börse. Als privater Trader handelt er in erster Linie den DAX- und den Bund-Future. Seine Spezialität ist das Volumen-Trading. Dabei wird der Kursverlauf mit dem Volumen in eine Beziehung gesetzt. Seine Webseite ist: www.trading-ideen.de
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