13.02.2019, 3894 Zeichen
Siltronic hat zwei sehr starke Jahre hinter sich gebracht. Doch nun scheinen sich die Marktaussichten für den Wafer-Spezialisten zu verdüstern. Der globale Handelsstreit und die erwartete Konjunkturabkühlung sorgen für schlechte Stimmung bei Siltronic-Kunden unter den Chipherstellern. Es stellt sich die Frage, wie groß die Delle ausfallen wird.
Seit dem Börsengang im Jahr 2015 bereitete das frühere Tochterunternehmen von Wacker Chemie Anlegern viel Freude. Auch Wacker Chemie selbst, da das MDAX-Unternehmen noch knapp 31 Prozent der Siltronic-Anteile hält. Seit Mitte 2018 litt der Kurs der Siltronic-Aktie jedoch unter den allgemeinen Börsenturbulenzen. Nun sorgen verschiedene Marktrisiken für weniger optimistische Geschäftsaussichten.
Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium. Diese liefert das TecDAX- und MDAX-Unternehmen an führende Chip-Hersteller. Siltronic ist heute etablierter Lieferant der zwanzig wichtigsten Wafer-Verbraucher weltweit. Diese verbauen auf den Siltronic-Wafern verschiedene elektronische Bauelemente wie integrierte Schaltkreise (Chips). Die Siltronic-Produkte kommen beispielsweise in Computern, Smartphones, Flachdisplays, Navigationssystemen, Steuer- und Kontrollsystemen für die Automobilbranche sowie in vielen anderen Bereichen zum Einsatz. Entsprechend hängt der Erfolg des Unternehmens zu einem großen Teil vom Befinden der Halbleiterindustrie ab. Diese bescherte Siltronic zuletzt laut Unternehmensdarstellung zwei herausragende Jahre. Doch nun geht das Management davon aus, dass sich das Geschäftsjahr 2019 insgesamt eher verhalten entwickeln wird.
Für das Jahr 2018 durfte das Management noch einmal einen sehr starken Geschäftsverlauf vermelden. Dabei wurden sogar die eigenen angehobenen Ziele übertroffen. Laut Unternehmensangaben vom 31. Januar lagen die Umsatzerlöse bei 1,46 Mrd. Euro und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1,18 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde um 67 Prozent auf 589 Mio. Euro gesteigert. Die EBITDA-Marge lag damit bei gut 40 Prozent, nach 30,0 Prozent in 2017. Das EBIT hat sich mit rund 498 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr sogar mehr als verdoppelt. Das positive Marktumfeld erlaubte es Siltronic, in 2018 die durchschnittlichen Verkaufspreise nochmals zu erhöhen.
In 2019 wird dies jedoch weitaus schwieriger. Bei der Marktprognose beruft sich Siltronic auf das Marktforschungsinstitut IHS Markit. Dieses würde für die Halbleiterindustrie 2019 einen Nachfrageanstieg nach Siliziumwafern um circa 4 Prozent vorhersagen. Der allgemein zugrundeliegende Wachstumstrend für Siliziumfläche ist aus Sicht von Siltronic intakt. Jedoch seien die Aussichten im Halbleiterbereich aufgrund makroökonomischer und politischer Unsicherheiten für 2019 derzeit verhalten. Daher geht das Management von einem vorsichtigen Jahresauftakt 2019 aus. Die Nachfrage nach Wafern liege im ersten Quartal 2019 leicht unter dem vierten Quartal 2018.
An der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Frühere Siltronic-Erfolge könnten weniger Beachtung finden als die eingetrübten Geschäftsaussichten. Zumal das Gesamtmarktumfeld mit dem globalen Handelsstreit und den verschlechterten Konjunkturaussichten derzeit nicht gerade dafür prädestiniert zu sein scheint, dass sich Unternehmen wie Siltronic oder die Halbleiterindustrie insgesamt besonders euphorisch zeigen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Siltronic-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DC0WAN) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,38, die Barriere bei 71,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS7621, aktueller Hebel 5,68, Barriere bei 98,00 Euro) auf fallende Kurse der Siltronic-Aktie setzen.
Stand: 12.02.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, Verbund-Position aufgestockt
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:AT&S, Rosenbauer, Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Bajaj Mobility AG, CPI Europe AG, SBO, Erste Group, FACC, Frequentis, RBI, UBM, Verbund, Wienerberger, SW Umwelttechnik, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
3 Banken Generali
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX korrigiert nach überraschendem Allzeithoch – AT&S trotzt dem Abwärts...
» Österreich-Depots: Verbund-Position verdoppelt (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 20.4.: CA Immo, MMK, Uniqa, CPI (Börse Geschichte) (Börs...
» Nachlese: 1. Monthly Main Event, Gunter Deuber, Andreas Wölfl, Sinja Kra...
» LinkedIn-NL: Das war unser Monthly Main Event #1, Aufnahmetermin für #2 ...
» Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, V...
» PIR-News: Andritz, Strabag, Semperit, Bawag (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: AT&S, Verbund und Post gesucht
» ATX-Trends: AT&S, Flughafen Wien, DO & CO ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Bajaj Mobility ste...
- Wiener Börse: ATX geht 1,53 Prozent schwächer aus...
- Wie Bajaj Mobility AG, FACC, UBM, Frequentis, Mar...
- Wie AT&S, RBI, Wienerberger, Erste Group, Verbund...
- ATX korrigiert nach überraschendem Allzeithoch – ...
- Österreich-Depots: Verbund-Position verdoppelt (D...
Featured Partner Video
SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Lukas Neumayer win2day-Spieler der Woche und jetzt blickt alles zum WTA 500 nach Linz
Knapp unter den 2026er-Rekorden in unseren Platzziffer- und Punkte-Rankings von mumak.me endete Woche 12. Dafür sorgte der win2day-Spieler der Woche: Lukas Neumayer hat das ATP-Challenger-Turnier ...
Books josefchladek.com
Jan Tschichold
Typografische Entwurfstechnik
1932
Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co
Jerker Andersson
ABC Diary
2025
Self published
Richard Avedon
Nothing Personal
1964
Atheneum Publishers
Dimitri Bogachuk
Atlantic
2025
form.
Daido Moriyama
Farewell Photography (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
