09.03.2020, 3381 Zeichen
"Guten Morgen"! Sie ist da die große Panik, an allen Märkten spürt man die Verunsicherung sehr deutlich, die nicht nur von den Ängsten rund um die Corona-Pandemie, sondern vor allem durch das unverantwortliche Handeln des saudischen Königshauses ausgelöst wurde. Ich bin weder ein Freund von Schuldzuweisungen, noch von politischem Aktionismus, aber die konjunkturell missliche Lage für einen "Gamble" um den Ölpreis auszunützen, und anstelle eines nicht durchzusetzenden Förderstopps einfach den Hahn bis zum Anschlag aufzudrehen, halte ich für verwerflich. Die Auswirkungen sehen Sie heute ungeschminkt. Ich schätze, in Riad wird das rote Telefon glühen, eine Abkehr von diesem Justament-Standpunkt wird die eine oder andere Position jedoch nicht mehr retten. Hier die Einschätzung unseres Investment Centers in Vaduz, ich greife indessen wieder zum Telefon. Halten Sie die Ohren steif!
Den weltweiten Aktienmärkten steht heute ein schwarzer Handelstag bevor. Nachdem es der Opec nicht gelungen ist, sich mit den Ländern ausserhalb des Kartells auf eine Förderkürzung zu einigen, brechen die Ölpreise aktuell regelrecht ein. Damit wird die Sorge um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft um eine weitere Facette ergänzt.
In Asien sind die Kurse zum Wochenstart bereits abgestürzt. Sie knüpfen damit nahtlos an die Abgaben der vergangenen Woche an, die sich zum Wochenschluss ebenfalls nochmals verstärkt hatten. Gleichzeitig sorgt die Flucht in sichere Häfen für weiter sinkende Zinsen bei den US-Staatsanleihen. Die Renditen der zehnjährigen US-Anleihen sind erstmals unter die Marke von 0.5 % gefallen. Auch am Devisenmarkt macht sich die Flucht in sichere Anlagen bemerkbar. Sowohl der Franken als auch der japanische Yen stehen unter Aufwertungsdruck.
Auslöser für die Verschärfung des Ausverkaufs ist die Nachricht, dass sich das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Stattdessen haben Saudi-Arabien und Russland einen Preiskrieg eröffnet, der die Öl-Preise heute Morgen um gut 30 % in die Tiefe schickte. Sowohl die Sorte Brent als auch US-Leichtöl erleben die größten Einbrüche seit Jänner 1991 zu Beginn des ersten Golfkrieges.
Als weitere Belastungsfaktoren kommen heute die jüngsten Konjunkturdaten aus China und Japan hinzu. Sie verschärfen die Panik an den Märkten. Am Wochenende war gemeldet worden, dass die chinesischen Exporte wegen der Corona-Krise in den ersten beiden Monaten stark eingebrochen waren, einen Tick stärker als ohnehin schon befürchtet. Die Importe gingen dagegen weit weniger stark zurück als erwartet. Die japanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2019 schneller geschrumpft als ursprünglich angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in dem Dreimonatszeitraum um annualisiert 7.1 % verglichen mit der vorläufigen Schätzung von 6.3 %. Wie aus den von der Regierung veröffentlichten Daten hervorgeht, hielten sich sowohl Unternehmen als auch Verbraucher mit Ausgaben zurück. Die US-Regierung arbeitet informierten Kreisen zufolge an Massnahmen, um sowohl die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen als auch die mit ihm verbundene Konjunkturbelastung abzumildern. Zu den erwogenen Schritten gehören eine temporäre Verlängerung bezahlter Krankheitstage und mögliche Hilfen für Unternehmen, deren Geschäft wegen des Virusausbruchs Verwerfungen gegenübersteht.
Disclaimer:
Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und berücksichtigt nicht die besonderen Umstände des Empfängers bzw. Lesers. Es stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte dieses Dokuments sind nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von in diesem Dokument genannten Wertpapieren beabsichtigt und dienen nicht als Grundlage oder Teil eines Vertrages oder einer Verpflichtung irgendeiner Art. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die von dem Verfasser als zuverlässig und korrekt erachtet werden. Der Verfasser sowie die Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG übernehmen keine Garantie oder Gewährleistung im Hinblick auf Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Insbesondere behalten sich der Verfasser sowie die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG Satz- und Druckfehler sowie Irrtümer vor. Alle Meinungen oder Einschätzungen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln jene des Verfassers und nicht zwangsläufig auch die Meinungen der Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG wieder. Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG ist nicht dazu verpflichtet dieses Dokument zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger bzw. Leser auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme oder Schätzung ändert oder unzutreffend wird. Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von Finanzinstrumenten erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den positiven Anlageertrag einer in diesem Dokument beschriebenen Einschätzung kann daher weder von dem Verfasser noch von der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG übernommen werden.
Wiener Börse Party #1067: ATX leicht im Minus; AT&S-Serie hält, weiter fortgeschrittene Bawag-Serie nicht, DAX-Close erstmals über 25.000
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Agrana, ATX Prime, Mayr-Melnhof, Rosgix, AT&S, Palfinger, Pierer Mobility, Porr, EVN, Österreichische Post, Warimpex, EuroTeleSites AG, Andritz, CA Immo, Frequentis, Gurktaler AG Stamm, Semperit, voestalpine, Wienerberger, Frauenthal, UBM, Kapsch TrafficCom, Telekom Austria, Marinomed Biotech, BTV AG, Oberbank AG Stamm, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Zumtobel.
Random Partner
Kapsch TrafficCom
Kapsch TrafficCom ist ein Anbieter von Intelligenten Verkehrssystemen in den Bereichen Mauteinhebung, Verkehrsmanagement, Smart Urban Mobility, Verkehrssicherheit sowie vernetzte Fahrzeuge und deckt mit durchgängigen Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette der Kunden aus einer Hand ab. Die Mobilitätslösungen von Kapsch TrafficCom helfen dabei, den Straßenverkehr in Städten und auf Autobahnen sicherer und effizienter zu machen.
>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse Party #1067: ATX leicht im Minus; AT&S-Serie hält, weiter f...
» Österreich-Depots: Wieder All-time-High, aber Cash-Quote von 11 auf 22 P...
» Börsegeschichte 6.1.: Extremes zu KapschTrafficCom (Börse Geschichte) (B...
» Nachlese: Franz Gasselsberger, DAX-High (audio cd.at)
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: Verbund, Frequentis und Pierer Mobilit...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Markus Remis Oddo, Preisnachlass Wiener...
» Börsepeople im Podcast S22/23: Christian Drastil MD
» ATX-Trends: EVN, wienerberger, Uniqa, Bawag ...
» Wiener Börse Party #1066: Nach schwachem Start nun doch ein ATX-Drei-Kön...
» Wiener Börse am Dreikönigstag zu Mittag fester: Agrana, Pierer Mobility ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Party #1067: ATX leicht im Minus; AT...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Semperit steigt 6,...
- Wiener Börse: ATX beendet Gewinnserie mit kleinem...
- Wie Semperit, Frequentis, Gurktaler AG Stamm, FAC...
- Wie CA Immo, voestalpine, Verbund, RBI, OMV und V...
- Raiffeisen Top Picks: Unveränderte Auswahl im Jän...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1066: Nach schwachem Start nun ein ATX-Drei-Königs-Springen, im wikifolio Cash-Anteil verdoppelt, Bell Hans Lang
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Livio Piatti
Schtetl Zürich
2001
Offizin Verlag
Wassili und Hans Luckhardt
Zur neuen Wohnform
1930
Bauwelt-Verlag
Dominique Lapierre, Jean-Pierre Pedrazzini, René Ramon
So lebt man heute in Rußland
1957
Blüchert
