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ATX-Trends: Uniqa, Semperit, FACC, Porr, SBO, Flughafen Wien ...

19.11.2020, 5046 Zeichen

Die Wiener Börse konnte den Erfolgslauf fortsetzen und auch gestern weiter zulegen, der ATX beendete den Handelstag mit einer 0,5% höheren Notierung. Die wesentlichen Impulse am heimischen Markt kamen von Unternehmensnachrichten, der Baukonzern Porr hatte am Vorabend eine Verlustwarnung ausgesprochen und rechnet für 2020 aufgrund von Covid-Effekten mit einem negativem Ergebnis vor Steuern in einer Bandbreite von 45 bis 55 Millionen Euro, auf Grund dieser Meldung musste die Aktie gestern 7,8% nachgeben. Kapsch TrafficCom lieferte Ergebnisse, der Mautsystemanbieter ist im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 stark in die Verlustzone gerutscht, das Ergebnis vor Steuern sank von einem Plus von 8,8 Millionen Euro auf ein Minus von 57,8 Millionen Euro, die Aktie reagierte auf diese Nachrichten mit einem Rückgang von 4,2%, Der Flugzeugausrüster FACC hat die Krise in der Luftfahrt voll zu spüren bekommen, das operative Ergebnis sank von einem Gewinn von 9,7 Millionen Euro auf einen Verlust von 57,5 Millionen Euro, das war aber teilweise noch schlechter erwartet worden und der Titel konnte nach der Bekanntgabe der Zahlen 5,9% zulegen. Die Baader Bank bestätigte das Kursziel von 25,0 Euro und ebenso die „Reduce“-Einstufung für den Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann, die Aktie konnte gestern dennoch 3,5% zulegen. Für den zweiten Öltitel in Wien lief es nicht ganz so gut, die OMV erzielet einen Tagesgewinn von 0,4%. Die Banken hatten einen gemischten Tag, die Erste Group hatte die Nase vorn und konnte 1,4% befestigt schliessen, die Bawag erreichte ein Plus von 1,0%, die Raiffeisen hingegen musste 0,3% nachgeben. Gewinner des Tages war der Flughafen Wien, der einen Anstieg von 6,3% verzeichnen konnte, sowie Rosenbauer, bei dem Feuerwehrausrüster kam es zu einer Verbesserung um 6,1%. Gut nachgefragt war auch S Immo mit einem Plus von 5,4%. Auf der Verliererseite war gestern Warimpex zu finden, für den Immobilienkonzern ging es um 2,2% nach unten, auch Mayr Melnhof war nur wenig beliebt und endete mit einem Minus von 1,5%.

Semperit
Semperit gab heute seine Zahlen zum Q3/20 bekannt, die den bereits hohen Erwartungen entsprachen. Im dritten Quartal 2020 verzeichnete man einen Umsatzanstieg von 10,8% auf €238,2 Mio. im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (drittes Quartal 2019: €214,9 Mio.). Im Sektor Industrie ging der Umsatz im dritten Quartal 2020 um –12,4% zurück, der Sektor Medizin konnte hingegen eine Steigerung von 51,5% verzeichnen. Das EBITDA der Gruppe stieg von €21,3 Mio. auf €60,9 Mio.. Positiv wirkte das gute Ergebnis des Sektors Medizin nach Steigerungen der Marktpreise und Absatzmengen, die infolge erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen gesteigerten Produktionsmengen und höherer Nachfrage gesteigert werden konnten. Die niedrigeren Umsätze im Sektor Industrie konnten zum Teil durch die Profitabilitätssteigerung durch die Restrukturierungsmaßnahmen und des durch die Gegenmaßnahmen wesentlich reduzierten Aufwandsniveaus im Vergleich zum dritten Quartal 2019 kompensiert werden. Die EBITDA-Marge stieg entsprechend von 9,9% auf 25,6%. Das EBIT liegt im dritten Quartal 2020 somit bei €47,2 Mio. und die EBIT-Marge bei 19,8%. In Summe ergab sich ein Ergebnis nach Steuern im dritten Quartal von €35,6 Mio. (bereinigt €46,6 Mio.) gegenüber €–39,9 Mio. (bereinigt €4,6 Mio.) im dritten Quartal 2019. Die sich weiter beschleunigende CoViD-Pandemie schlägt sich bei Nachfrage und Preis von Medizinprodukten stärker positiv nieder, als zum Halbjahr 2020 angenommen. Vor diesem Hintergrund und unter der Maßgabe weiterhin ungebrochener Rohstoffverfügbarkeit ist auf Basis aktueller Zahlen davon auszugehen, dass das EBITDA der Semperit-Gruppe auf Gesamtjahres-Sicht bei €200,0 bis 225,0 Mio. und damit deutlich über dem Wert des Vorjahres liegen wird. Demnach wird für das EBIT der Semperit-Gruppe im Gesamtjahr 2020 zwischen €230,0 und 255,0 Mio. erwartet.
Q3/2020: Umsatzerlöse: €238,2 Mio. (217,5e); EBITDA: €60,9 Mio. (65,8e); EBIT: €47,2 Mio. (Vj. -34,6), Ergebnis nach Steuern: €35,6 Mio. (Vj. -39,9)

Uniqa Group
Das heimische Versicherungsunternehmen UNIQA berichtete heute seine Ergebnisse zum Q3/2020. Die verrechneten Prämien gingen leicht um 1,4% zurück. Während die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Lebensversicherung rückläufig waren konnte man bei der Krankenversicherung zulegen. Während sich das versicherungstechnische Ergebnis um 11,4% auf €87,1 Mio. erhöhte, konnte das operative Ergebnis um 91,1% auf €176,6 Mio. gesteigert werden. Niedrigere Schadensfälle insbesondere im CEE Raum trugen zu dieser Verbesserung bei. Die Combined ratio erhöhte sich um 1,4 Prozentpunkte aufgrund gestiegener Kosten auf 94,4%. Aufgrund der hohen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen durch COVID-19 auch im weiteren Jahresverlauf will UNIQA weiterhin keine Guidance für das Geschäftsjahr 2020 geben.
Q3/2020: Verrechnete Prämien: €1.263,4 Mio. (Vj. 1.280,8); Operatives Ergebnis: €176,6 Mio. (68,0e); Ergebnis vor Steuern: €158,4 Mio. (Vj. 78,8)


(19.11.2020)

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