30.08.2024, 5328 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu VIG: "Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand nun, das obere Ende der geplanten Bandbreite beim Vorsteuerergebnis von EUR 825-875 Mio. zu erreichen. Insgesamt zeigt sich, dass sich die starke operative Entwicklung aus dem Vorjahr in der ersten Jahreshälfte 2024 fortgesetzt hat. Auch in den kommenden Quartalen sollte die Umsatzdynamik in den meisten Produktkategorien anhalten. Wir bleiben klar bei unserer Kaufen-Empfehlung, da das aktuelle Kursniveau die gute operative Entwicklung und die Ertragsstärke der VIG nicht annähernd widerspiegeln. Außerdem erwarten wir bei der soliden Kapitalisierung eine Erhöhung der Dividende."
Zu Strabag: "Der Vorstand bestätigte seinen Ausblick mit einer Leistung von rund EUR 19,4 Mrd. und einer EBIT-Marge von mind. 4%. Der Halbjahresbericht zeigt, dass die STRABAG trotz des weiter schwierigen Marktumfelds im Wohnbau mit ihrer Diversifizierung gut aufgestellt ist. Der neue Rekordauftragsstand dürfte auch in naher Zukunft für eine hohe Auslastung sorgen. Entscheidend für die Ganzjahresperformance bei Bauunternehmen ist die saisonal stärkere 2. Jahreshälfte. Wir bleiben weiter bei unserer Kaufen-Empfehlung."
Zu Lenzing: "Auf aktuellen Kursniveaus sehen wir die Vor- und Nachteile der Investment Story von Lenzing mehr oder weniger adäquat eingepreist. Kurzfristig lasten die schwache Textilnachfrage, Kostendruck und eine relativ hohe Finanzverschuldung am Ausblick. Die langfristigen Aussichten auf Basis der Marktführerschaft bei ökologisch verantwortungsvollen Spezialfasern stufen wir jedoch als intakt ein. Die Steigerung der Ertragskraft wird aber definitiv noch einige Zeit in Anspruch nehmen und Anleger müssen daher Geduld haben. Der im Juni 2024 angekündigte Einstieg der brasilianischen Suzano, dem weltweit größten Zellstoffproduzenten, als langfristiger strategischer Investor könnte für Lenzing einen wichtigen Schritt vorwärts bedeuten. Aktuell fehlen dem Kapitalmarkt aber Informationen, wie sich die Partnerschaft auf den strategischen Geschäftsausblick von Lenzing auswirken könnte."
Zu CA Immo: "Der Vorstand gab mit den Halbjahreszahlen einen ersten Finanzausblick 2024 und erwartet einen FFO 1 von über EUR 105 Mio. (2023: EUR 113,8 Mio.). Der Fokus des Managements liegt weiter auf dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählenden Liegenschaften, selektiven Investitionen in profitable Bauprojekte und Immobilien – insbesondere in den Kernmärkten München und Berlin, einer starken Bilanz und der Rückführung von überschüssigem Kapital an die Aktionäre. Wir stufen die präsentierten Ergebnisse als kursneutral ein. Bewertungstechnisch sehen wir kein Kurspotential, da die Aktie mit deutlichen Aufschlägen zu ihren Peers notiert."
Zu EVN: "Der Vorstand erwartet nun ein Konzernergebnis am oberen Ende der kommunizierten Bandbreite von EUR 420 – 460 Mio. Die Dividendenausschüttung soll heuer unverändert mind. EUR 0,82/Aktie betragen (2022/23: EUR 0,52/Aktie, zuzüglich Sonderdividende von EUR 0,62/Aktie). Wir stufen die Ergebnisse der ersten drei Quartale und den optimistischeren Ausblick als positiv ein und bleiben weiter bei unserer Kaufen-Empfehlung."
Zu Immofinanz: "Der Vorstand gibt weiter keinen konkreten Finanzausblick für 2024. Während der FFO 1 sich sehr fest zeigte, überraschten die Immobilienabwertungen doch negativ. Dadurch sanken auch die EPRA NAV-Kennzahlen gegenüber dem Q1. Die Immofinanz-Aktie notiert nach ihrer starken Kursperformance 2023 und 2024 mit Aufschlägen von rund 10% zum EPRA NTA, sodass wir keine positive Kursreaktion auf die soliden operativen Kennzahlen mehr erwarten."
Zu S Immo: "Der Vorstand gibt keinen konkreten Finanzausblick. Die Vorbereitungen für den geplanten Squeeze Out (7,13% der Aktien) laufen. Die außerordentliche Hauptversammlung zum Beschluss des Gesellschafterausschlusses wird für den Herbst erwartet. Der geplante Squeeze Out bleibt Hauptkurstreiber für die Aktie, wobei die jüngsten NAV-Kennzahlen eine wichtige Rolle spielen dürften – aber auch die Tatsache, dass die Immofinanz-Aktie mit Aufschlägen von rund 10% zu ihrem Halbjahres-NTA notiert."
Zu UBM: "Das Management rechnet 2024 weiter mit einer signifikanten Reduktion des Verlusts gegenüber 2023 (EUR -46,1 Mio.), 2025 kann mit einer Rückkehr in die Gewinnzone gerechnet werden. Die UBM investiert weiter in ihre EUR 1,9 Mrd.-schwere Projekt-Pipeline in Deutschland und Österreich (über 90%) mit Schwerpunkt Wohnen (59%) und Light Industrial & Büro (41%). Als positives Zeichen für eine Trendwende sieht das Management, dass im 1. Halbjahr 2024 mit 97 verkauften Wohnung der Gesamtwert des Jahres 2023 bereits überschritten wurde. Die Halbjahreszahlen zeigen, dass die UBM mit ihrer Strategie zwar auf dem richtigen Weg ist, der Weg zu den starken Er- tragsniveaus vor 2021 jedoch noch andauert. Die nach wie vor hohen Buch- wertabschläge von rund 40% sehen wir dennoch als zu hoch an. Wir bleiben bei unserer Kaufen-Empfehlung."
Ausblick: Kommende Woche präsentiert die Zumtobel ihre Ergebnisse zum 1. Quartal 2024/25 und Kapsch TrafficCom hält ihre Hauptversammlung ab.
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