11.03.2026, 3127 Zeichen
Der militärische Konflikt im Nahen Osten hält die Rohstoffmärkte in Atem. Während die Blockade der Straße von Hormus die Inflationssorgen neu entfacht, warten Anleger gespannt auf die heutigen US-Verbraucherpreise. Kann das Edelmetall seinen Status als sicherer Hafen in diesem volatilen Umfeld behaupten?
Nach turbulenten Handelstagen pendelt sich das Edelmetall aktuell ein. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 5.216,50 US-Dollar verzeichnet Gold auf Wochensicht ein leichtes Plus von gut einem Prozent. Der Haupttreiber dieser Entwicklung ist die geopolitische Lage: Koordinierte Militärschläge gegen den Iran und die faktische Schließung der Straße von Hormus hatten den Preis Anfang März zeitweise in Richtung des Ende Januar markierten Allzeithochs von 5.450 US-Dollar getrieben. Da durch diese Meerenge rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt, suchen Investoren verstärkt Schutz in Anlageklassen abseits der direkten Krisenregion.
Inflation und Zinsen als Gegenwind
Doch die geopolitische Risikoprämie trifft auf makroökonomischen Gegenwind. Ein steigender Ölpreis heizt die Inflation an, was wiederum die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed dämpft. Die heute anstehenden US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Februar gelten daher als entscheidender Impulsgeber. Höhere Zinsen machen das zinslose Gold im Vergleich zu US-Staatsanleihen weniger attraktiv und stärken den US-Dollar. Derzeit preist der Markt für die kommende Fed-Sitzung am 18. März fast vollständig unveränderte Leitzinsen ein.
Zentralbanken stützen den Aufwärtstrend
Ungeachtet der kurzfristigen Schwankungen bleibt das fundamentale Fundament für Gold robust. Das Edelmetall verzeichnet seit Jahresbeginn bereits einen Wertzuwachs von gut 20 Prozent und notiert komfortabel über seiner 50-Tage-Linie. Ein wesentlicher Grund dafür sind die anhaltenden Käufe der Zentralbanken. Institute aus Schwellenländern diversifizieren ihre Währungsreserven zunehmend weg vom US-Dollar. Analysten von J.P. Morgan erwarten für 2026 ein Ankaufvolumen von rund 755 Tonnen durch die Notenbanken – ein Niveau, das historisch betrachtet weiterhin sehr hoch ausfällt. Auch die stagnierende globale Minenproduktion verknappt das Angebot zusätzlich.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Die kurzfristige Richtung des Goldpreises entscheidet sich an der Reaktion auf die heutigen US-Inflationsdaten. Langfristig jedoch untermauern die anhaltenden Zentralbankkäufe und die ungelösten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Rolle des Edelmetalls als strategische Absicherung. Solange diese strukturellen Treiber intakt bleiben, sind stärkere Kursrücksetzer durch das verknappte Angebot nach unten fundamental abgesichert.
Anzeige
Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Börsepeople im Podcast S24/22: Judith Pap
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Strabag, Zumtobel, Lenzing, Agrana, Uniqa, Wolford, RBI, OMV, Porr, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Erste Group, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Wiener Privatbank, Warimpex, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, Deutsche Post, Caterpillar.
Random Partner
3 Banken Generali
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas fester: AT&S, Polytec und Semperit ...
» Börsepeople im Podcast S24/22: Judith Pap
» Börse-Inputs auf Spotify zu Robert Kleedorfer, Rüdiger Landgraf
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Deutsche Telekom, Polytec, Therese Fran...
» Börsepeople im Podcast S24/21: Hugo Brock
» Österreich-Depots: Ultimo April-Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 30.4.: MAI, S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Robert Halver (audio cd.at)
» PIR-News: Zahlen von Polytec und Erste Group, Research zu Post und Asta ...
» ATX zum Ultimo zunächst schwächer– Polytec setzt sich Ziel für die Aktie...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse zum Ultimo Mittag etwas fester: AT&S...
- Fear of missing out und Jumping the ship bei wiki...
- Analysten zu Polytec: "Voraussetzungen für zukünf...
- wikifolio Champion per ..: Michael Bichlmeier mit...
- DAX-Frühmover: Continental, RWE, Rheinmetall, BAS...
- Rhoen-Klinikum, Aixtron am besten (Peer Group Wat...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1136: ATX etwas stärker - AT&S schon wieder top, Gedanken zu Oberbank, BKS und Lenzing, Heiko Thieme lag richtig
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
John Gossage
LAMF (Special Edition)
2026
Magic Hour Press
Jack Davison
13–15 November. Portraits: London
2026
Helions
