25.03.2026, 3057 Zeichen
Auf dem XRP Ledger herrscht derzeit Hochbetrieb, während der Kurs auf der Stelle tritt. Innerhalb weniger Tage verzeichnete das Netzwerk ein Einjahreshoch bei der Transaktionsdichte, begleitet von massiven Käufen durch Großinvestoren. Diese fundamentale Stärke steht in einem scharfen Kontrast zur aktuellen Preisentwicklung der Kryptowährung.
Netzwerk am Limit und Wale im Kaufmodus
Am Montag erreichte die Auslastung des Netzwerks mit 190 Transaktionen pro Ledger einen Höchststand für die letzten zwölf Monate. Dieser Ansturm trieb die Netzwerkgebühren zeitweise auf über 1.400 XRP. Laut dem ehemaligen Ripple-CTO David Schwartz greift hier ein technischer Schutzmechanismus: Eine exponentielle Gebührenkurve wird aktiviert, sobald die Kapazitätsgrenze von etwa 200 Transaktionen erreicht ist.
Parallel dazu zogen Investoren massiv Kapital von den Handelsplätzen ab. Die Bestände an den Börsen fielen auf ein Fünfjahrestief, nachdem allein an einem Tag Abflüsse im Wert von 738 Millionen US-Dollar registriert wurden. Sogenannte Wale nutzten diese Phase der Konsolidierung und sammelten innerhalb von 48 Stunden rund 1,3 Milliarden Token ein.
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Wall Street positioniert sich
Das Interesse beschränkt sich nicht nur auf Krypto-Insider. Aktuelle Einreichungen bei der US-Börsenaufsicht zeigen, dass Goldman Sachs Positionen in Spot-XRP-ETFs im Wert von rund 154 Millionen US-Dollar hält. Damit dominiert die Investmentbank etwa 73 Prozent des Volumens der 30 größten institutionellen Halter in diesem Segment.
Auch das Ökosystem abseits des reinen Token-Handels wächst. Das Angebot an Stablecoins auf dem Ledger hat sich seit Ende 2025 mehr als verdoppelt. Zudem testet Ripple aktuell die Abwicklung des Stablecoins RLUSD für Kreditkartenzahlungen in einer regulatorischen Sandbox in Singapur, unter anderem in Kooperation mit Mastercard.
Warten auf den Katalysator
Von dieser fundamentalen Dynamik spüren Anleger beim Blick auf den Chart bisher wenig. Mit einem aktuellen Kurs von 1,42 US-Dollar notiert XRP rund 32 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt und hat auf Wochensicht leichte Verluste verbucht. Kurzfristige Unterstützung bot zuletzt lediglich die geopolitische Entspannung, nachdem ein fünftägiger Stopp von US-Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur angekündigt wurde.
Die Auflösung dieser Diskrepanz zwischen Netzwerkwachstum und Preisstagnation könnte bereits am Freitag erfolgen. Dann steht die nächste regulatorische Entscheidung über XRP-ETFs an, während parallel der CLARITY Act im US-Kongress für klarere gesetzliche Rahmenbedingungen bei digitalen Rohstoffen sorgen soll.
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