12.03.2026, 3714 Zeichen
Neue High-Fiber-Drinks mit Apfelsessig versprechen mehr, als sie halten können. Verbraucherschützer und Ernährungsexperten dämpfen jetzt die hohen Erwartungen an die teuren Lifestyle-Limonaden.
Die Getränkeindustrie hat einen neuen Trend lanciert: Limonaden, angereichert mit Apfelessig, Ballaststoffen und Milchsäurebakterien. Sie sollen die Verdauung fördern und die Darmgesundheit unterstützen. Doch die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sehen das kritisch.
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Ihr Urteil: Die zugesetzten Mengen an gesundheitsförnden Stoffen sind oft zu gering für einen spürbaren Effekt. Gleichzeitig stecken in den Drinks häufig Zusatzstoffe wie künstliche Süßungsmittel, Stabilisatoren und Konservierungsmittel.
Ein zentrales Verkaufsargument ist der zugesetzte Apfelessig. Das BZfE stellt jedoch klar: Aus industriellen Erfrischungsgetränken sind keine besonderen gesundheitlichen Effekte zu erwarten. Versprechungen wie ein schöneres Hautbild oder ein stabilerer Blutzucker seien wissenschaftlich nicht belegt.
Auch andere Inhaltsstoffe halten einer Prüfung nicht stand. Die beworbenen Milchsäurebakterien liegen oft inaktiver Form vor. Und die Ballaststoff-Menge? Eine Dose liefert sieben bis zehn Gramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch mindestens 30 Gramm pro Tag. Die Limonade ist damit nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Um den sauren Geschmack auszugleichen, setzen Hersteller oft auf Stevia. Das BZfE betont: Dabei handelt es sich um reguläre Lebensmittelzusatzstoffe, keine natürliche Wunderwaffe. Bei übermäßigem Verzehr können sie zu Blähungen führen.
Der Preis ist ein weiterer Kritikpunkt. Bis zu sechs Euro kostet ein Liter der trendigen Limonaden. Die Experten raten: Wer seine Gesundheit wirklich fördern will, sollte besser in frische, unverarbeitete Lebensmittel investieren.
In reiner Form bleibt Apfelessig ein interessantes Lebensmittel. Studien bestätigen: Naturtrüber Apfelessig kann den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit leicht abflachen und das Sättigungsgefühl unterstützen.
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Der aktuelle Social-Media-Trend, den Tag mit Wasser, Zitrone und Apfelessig zu beginnen, wird von Fachleuten differenziert betrachtet. Sie warnen vor Übertreibungen. Maximal ein bis zwei Teelöffel sollten in einem großen Glas Wasser verdünnt werden. Unverdünnte Shots schaden dem Zahnschmelz und reizen die Speiseröhre.
Statt zu teuren Trendgetränken zu greifen, raten Ernährungsexperten zu natürlichen Quellen. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse und Obst sind der deutlich effektivere Weg, um die Darmflora zu stärken.
Die Debatte um die High-Fiber-Drinks ist kein Einzelfall. Immer wieder versucht die Industrie, traditionelle Hausmittel in bequeme, massentaugliche Produkte zu verwandeln. Die klare Stellungnahme der Verbraucherschützer setzt hier einen wichtigen Kontrapunkt.
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Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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