26.03.2026, 2992 Zeichen
Ucore Rare Metals treibt den Aufbau einer unabhängigen nordamerikanischen Lieferkette für Seltenerdmagnete voran. Durch eine neue Vereinbarung mit Vulcan Elements sollen kritische Oxide künftig direkt in die US-Produktion fließen. Damit adressiert das Unternehmen die strategische Notwendigkeit, die Abhängigkeit von internationalen Lieferwegen in sensiblen Sektoren wie der Verteidigung und der Elektromobilität zu verringern.
Die Kooperation sieht vor, dass Ucore Oxide von Neodym-Praseodym (NdPr) und Dysprosium (Dy) an Vulcan Elements liefert. Erste Materialproben sollen noch im Jahr 2026 bereitgestellt werden, bevor ab 2027 großvolumige kommerzielle Lieferungen geplant sind. Diese Materialien fließen in eine neue Fabrik von Vulcan in North Carolina, die mit einem Investitionsvolumen von rund 1,4 Milliarden US-Dollar zur größten Magnetfertigung außerhalb Chinas aufsteigen soll.
Ucore nutzt für die Produktion seine bestehende Infrastruktur in Ontario sowie den geplanten Strategic Metals Complex (SMC) in Louisiana. Die Aktie reagierte heute positiv auf die Nachrichten und legte um rund 8,2 Prozent auf 3,31 Euro zu, wenngleich der Kurs auf Wochensicht noch immer zweistellig im Minus notiert.
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Das Werk in Louisiana bildet das Rückgrat der neuen Liefervereinbarung. Ucore bereitet die Anlage derzeit auf die Installation der ersten kommerziellen Trennanlagen vor, die für Mitte 2026 geplant ist. Ein gestaffelter Fahrplan sieht vor, die Kapazität kontinuierlich zu steigern:
Finanziell wird die Entwicklung des Standorts durch eine Förderung des US-Verteidigungsministeriums in Höhe von 18,4 Millionen US-Dollar unterstützt, die bereits im vergangenen Jahr gewährt wurde.
Im laufenden Jahr konzentriert sich die Partnerschaft primär auf die technische Qualifizierung der Oxide und die Festlegung exakter Reinheitsziele. Daten aus über 5.700 Betriebsstunden der Demonstrationsanlage in Kingston dienen dabei als Grundlage, um die Risiken beim Übergang zur großindustriellen Fertigung zu minimieren. Die Installation der ersten Trenneinheiten in Louisiana gilt als der zentrale Faktor, um die für 2027 anvisierten Liefermengen termingerecht bereitstellen zu können.
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