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Brief des Herausgebers zur Zukunft von economy (Christian Drastil)


Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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30.08.2010, 3945 Zeichen

Christian Czaak, Herausgeber von economy, liefert unter http://www.economyaustria.at/wirtschaft... einen medialen Trapattoni. Ich zitiere den Brief hier im Original, weil ich denke, dass eine verbreiterte Öffentlichkeit auch im Sinne Czaak`s ist. Meine persönliche Meinung: (Zu) heftig und direkt geschrieben, aber in den Kernpunkten bin ich inhaltlich d'accord. Im aktuellen Profil geht es ja unter http://www.profil.at/articles/1... in eine ähnliche Richtung ...

"Brief des Herausgebers zur Zukunft von economy.

Was vor fünf Jahren mit der ersten Ausgabe beim Forum Alpbach begonnen hat, soll allem Anschein nach hier wieder enden: Die weitere Publikation des economy-Magazins ist gefährdet. Die Wirtschaftskrise sorgt im dritten Jahr für rückläufige Werbeumsätze, und nun beendet auch die öffentliche Hand die Unterstützung. Beim Wissenschaftsministerium stoppt der neue Kabinettsleiter Peter Puller die mit Fachabteilung und Sektion für das ganze Jahr vereinbarten Auftritte. Die Rechtmäßigkeit der vorzeitigen Auflösung und der trotzdem in Anspruch genommenen Jahresrabatte für anfängliche Erscheinungen werden, entgegen der Hausmeinung, mit einer extern beauftragten rechtlichen Prüfung untermauert. Soll sein, die angenehme Zusammenarbeit der letzten Jahre mit vielen engagierten Fachabteilungen und Sektionen soll nicht von einer rechtlichen Auseinandersetzung überschattet werden. Die Niederungen von Peter Puller als ländlicher Experte für regionales Dirty Campaigning hat Anneliese Rohrer trefflich in der Presse (diepresse.com/blog/rohrer) beschrieben.

Abseits dieser Entwicklung gibt es aber auch medienpolitische Ursachen: Eine normale Presseförderung ist in Österreich für kleine Medien-Start-ups unerreichbar. Dazu eine österreichische Werbewirtschaft, die ein Publikumsmedium mit fachspezifischen Inhalten nicht versteht und nicht braucht. Auch wenn von Beginn an Leistungsfähigkeit bei Auflage und Zielgruppen von Auflagenkontrolle und Leseranalyse objektiv belegt wird. Eine Werbewirtschaft, die mittlerweile von Mediaeinkaufsagenturen gelenkt wird, die mehrheitlich dort buchen, wo es die größten monetären Boni gibt und für die qualitative Umfelder und wirklich junge Zielgruppen nicht (mehr) zählen. Dazu noch die bereits oft erörterte (Medien-)Politik mit der Hörigkeit von Bundeskanzleramt, SPÖ-Ministerien und SPÖ-Wien gegenüber den Boulevard-Medien. Horst Pirker, Styria-Boss und scheidender VÖZ-Präsident, ortete mehrmals „ein System, das wie Korruption aussieht und sich auch so anfühlt“. Diese Entwicklung ist auch ein demokratiepolitisches Signal: Unabhängige kritische Medien sind nicht gewünscht. Und Medien wie economy mit standortpolitischen Themen auch nicht – unvergessen die Antwort des Bundeskanzleramtes auf ein Werbeanbot: „Das economy-Umfeld mit Wirtschaft, Technologie und Innovation ist für das Bundeskanzleramt nicht interessant.“

Rückblickend ist auch eine selbstkritische Reflexion nötig: Die lange dauernde Findung der inhaltlichen Linie und die anfängliche Fehlbesetzung der Redaktion mit kollektivvertraglich überbezahlten Pressetextverwertungsschreibern kostete viel Substanz. Statt im Zeitungslayout hätte die Erscheinung von Anfang an als Magazin erfolgen müssen, die Bündelung der Finanzen auf Inhalt und Vertrieb hat das nötige Marketing sehr eingeschränkt. Nur Inhalt als Botschaft ist zu wenig, sie muss auch vermittelt werden. So nicht noch ein (werbliches) Wunder passiert, werden wir uns zukünftig auf unseren Online-Auftritt konzentrieren. Die Verbindung zu sozialen Netzwerken beginnt Früchte zu tragen. Positiv hat sich auch die Plattform economyaustria mit den externen Medienkooperationen entwickelt. Mit unseren langjährigen Partnern aus der IT-Industrie werden wir diese weiterforcieren. Danke an die Unternehmen für die bisherige Unterstützung. Wir werden als Plattform economyaustria weiterhin für die standortpolitisch entscheidenden Themen aus Innovation und Technologie stehen."


(30.08.2010)

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