19.11.2014, 2447 Zeichen
Gegenüber Kontrollinstitutionen des Staates sind die Betroffenen in der Öffentlichkeit in ihren Aussagen besonders vorsichtig. Es ist einerseits Furcht und andererseits Vorsicht, aber auch Feigheit, um nicht bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit die Atmosphäre mit den Prüfern zu belasten. Die saftigen Geldstrafen der Finanzmarktaufsicht (FMA) für das Verbund-Top-Management haben viele mitfühlenden Manager empört. Hinter vorgehaltener Hand wird kritisiert, dass die die FMA praxisfremd, kleinkariert, bürokratisch, formalistisch und Gegenargumenten nicht zugänglich agiert. Im konkreten Fall wird von den abgestraften Vorständen die nächsthöhere Instanz zur Klärung bemüht.
Die FMA hat zwei Vorstände, je drei Aufsichtsräte von der Nationalbank und vom Finanzministerium, circa 350 Mitarbeiter (ohne Berücksichtigung jener Mitarbeiter, die als Prüfer für die FMA tätig sind), drei Viertel davon sind Akademiker. Das Jahresbudget, das zum größten Teil von den beaufsichtigten Unternehmen aufzubringen ist, beträgt 56 Mio EUR.
Fakt ist, dass die Einhaltung der Verpflichtungen betreffend Ad-hoc-Mitteilungen bereits eine „höhere Wissenschaft“ geworden ist. Denn der Verhandlungsprozess z.B. über den Kauf oder Verkauf einer großen Beteiligung ist in der Praxis oft langwierig und nicht geradlinig: Verhandlungen werden unterbrochen bzw. sogar beendet, um wenig später nach vertraulichen Vier-Augen-Gesprächen wieder aufgenommen zu werden, um rasch beendet oder aber auch endgültig zu scheitern. Es gibt fachliche, aber auch zwischenmenschliche Gründe, warum der Verhandlungsprozess sich sehr oft in Schlangenlinien bewegt. Es ist oft eine sogenannte Elfer-Frage, wann der der richtige Zeitpunkt ist, die Öffentlichkeit zu informieren. Die Ansichten der Berater sind nicht immer eindeutig. Im Nachhinein ist es bekanntlich leichter, solche komplexen Situationen zu beurteilen.
Der Kapitalmarkt Österreich entspricht nicht der wirtschaftlichen Bedeutung des Landes. Das Vertrauen der Menschen ist nach unerfreulichen Vorfällen (Hypo Alpe Adria, ÖVAG, Meinl, AvW u.a.) nicht ausreichend gegeben. Als junge Institution ist die FMA noch ziemlich weit vom hohen Ansehen und der öffentlichen Reputation des Rechnungshofs entfernt. Es ist insgesamt eine große Herausforderung, das Vertrauen in einen effizient funktionierenden Kapitalmarkt bei allen Betroffenen, (private wie institutionelle Anleger und Investoren, Emittenten, Management) zu stärken.
Wiener Börse Party #1074: ATX etwas schwächer, Cyan wird am Börsentag Wien mit uns präsentieren und Sprachmelodie vs. grosse Trauer
Bildnachweis
1.
U Bahn Aufsicht , Treppe , Stiege
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, DO&CO, Semperit, Rosenbauer, UBM, Rosgix, AT&S, Bawag, Verbund, Uniqa, RBI, voestalpine, Austriacard Holdings AG, Rath AG, SBO, Addiko Bank, Frequentis, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, Mayr-Melnhof, Telekom Austria, Österreichische Post.
Random Partner
Baader Bank
Die Baader Bank ist eine der führenden familiengeführten Investmentbanken im deutschsprachigen Raum. Die beiden Säulen des Baader Bank Geschäftsmodells sind Market Making und Investment Banking. Als Spezialist an den Börsenplätzen Deutschland, Österreich und der Schweiz handelt die Baader Bank über 800.000 Finanzinstrumente.
>> Besuchen Sie 61 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse Party #1074: ATX etwas schwächer, Cyan wird am Börsentag Wi...
» Österreich-Depots: High zum Wochenende (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 16.1.: Extremes zu Agrana und Austriacard (Börse Geschic...
» Nachlese: Markus Cserna cyan, Barbara Riedl-Wiesinger Bell (audio cd.at)
» In den News: Flughafen Wien, Reploid, Novomatic (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag etwas fester: AustriaCard, Amag, Bawag gesucht
» Börsepeople im Podcast S23/02: Markus Cserna
» ATX-Trends: Polytec, VIG, Uniqa, Bawag, Erste Group, RBI ...
» Wiener Börse Party #1073: ATX wieder auf High, Versicherer top, auch die...
» Österreich-Depots: Das Amag-Thema macht Freude (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX geht am Freitag kaum verändert ...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Austriacard Holdin...
- Wie Austriacard Holdings AG, Rath AG, Amag, Zumto...
- Wie SBO, Wienerberger, AT&S, voestalpine, Bawag u...
- ATX charttechnisch: Kaufsignale sehr stark ausgep...
- Fazits zu Agrana und SBO
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1066: Nach schwachem Start nun ein ATX-Drei-Königs-Springen, im wikifolio Cash-Anteil verdoppelt, Bell Hans Lang
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Elizabeth Alderliesten
Remember Who You Once Were
2024
Self published
Joselito Verschaeve
As Long as the Sun Lasts
2025
Void
Henrik Spohler
Flatlands
2023
Hartmann Projects
