Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Die beste Geldanlage für 2015 ? (Alexander Schmidt)

Bild: © OeNB, Banknoten, Geld

Autor:
Alexander Schmidt

Als langjähriger Vertriebsdirektor einer Investmentbank und ehemaliger Börsenhändler (Börse Frankfurt) stieg ich 2012 bewusst aus der Branche aus. Bis dahin war ich in 5 ganz unterschiedlichen Banken tätig, dies sowohl im Sparkassen-und Landesbankensektor als auch für zwei amerikanische Großbanken leitend im Vertrieb.Im Eigenhandel handelte ich zudem für zwei Banken an der Börse in Frankfurt. Es war im Rahmen der Finanzkrise dann die fehlende Veränderungsbereitschaft einer Branche, die sich über die Jahre mehr und  mehr nur zu einer großen "Vertriebsmaschine" entwickelte, die mich dazu bewogen hat, aus dieser Branche auszusteigen.  Auch im Jahre 2014 haben sich keine signifikanten Änderungen eingestellt, aller Verlautbarungen und neuer Werbung zum Trotz.

>> Website


>> zur Startseite mit allen Blogs

09.01.2015, 7642 Zeichen

Geldanlage ist weder eine "geheime" Wissenschaft noch folgt sie festgelegten Gesetzen!

Von der Prognose der Märkte

Die Entwicklung von Volkswirtschaften, Zinsen, Kapitalmärkten und Börsenkursen ist dauerhaft nur sehr schwer zu prognostizieren.
Es finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass am Ende eines jeden Jahres sämtliche Prognosen, die zum Anfang des Jahres verbreitet wurden, dann doch nicht stimmen.
Rechtfertigungen und Erklärungen gibt es dafür dann genug, der Anleger wird vertröstet mit Erläuterungen, dass dies oder jenes ja nicht vorhersehbar war.

Die Branche selber sagt dazu, Prognosen seien wichtig als Orientierung für den Anleger.
Nun, in Kenntnis eben dieser "Ex"-Branche sage ich dazu, dass eine Prognose der Börsenstände zum Jahresende vollkommener Blödsinn ist, zu oft - von Glückstreffern abgesehen - lagen die Banken und Investmentbanken dabei schief.

Entsprechend reflektieren sollte man die Prognosen also schon, vor allem die, die ganz offensichtlich von großem Eigeninteresse, also Vertriebs-und Absatzinteressen, getrieben sind.

Bedenken Sie bitte: Keine Bank wird am Ende eines Jahres, waren deren Prognosen falsch, denen Sie vertraut haben, Ihnen auch nur einen Cent an Ausgabeaufschlägen, Provisionen und weiteren Kosten Ihrer Geldanlage zurückzahlen, sollten Sie also Geld verloren haben.
Nein, Kosten fallen immer an, egal wie sich die Märkte entwickeln. Die Fondsmanager müssen schliesslich bezahlt werden, egal, ob sie gut oder schlecht sind.
Auch dies ein Grund, warum ich sehr oft Indexfonds präferiere!
Zudem sind natürlich bei der Vermögensbetreuung über den Honorarberater ganz andere Möglichkeiten der Vereinbarung zu den Kosten und Aufwendungen in Bezug auf die Erfolge einer Geldanlage gegeben!!

Das letzte Jahr war ein gutes Beispiel dafür, wie wenig vorhersehbar doch die Märkte sind, dies nicht zuletzt wegen der geopolitischen Auswirkungen, die alle Vorhersagen über den Haufen warfen.

Vom Vertrauen

Wem soll der Anleger aber nun vertrauen, auf wen soll er sich verlassen können?
Auf den Bankberater, der in der Regel Vertriebsinteressen des eigenen Hauses verfolgt?
Auf den Finanzdienstleister, deren Mitarbeiter oft nur angelernt wurden um Absatz zu generieren?

Hier stellen sich die Anleger - noch heute - viel zu selten die Frage, warum vor allem hauseigene Produkte in Banken angeboten werden.
Verkauft werden im Investmentfondsbereich bei den Sparkassen vor allem Produkte der Deka Bank.
Die Volksbanken haben die Fonds der Union-Investment, die Deutsche Bank die der DWS.
Sicher, es gibt Kooperation mit anderen Fondsgesellschaften, so wird schon mal - auch bei Sparkassen - ein Fremdfonds angeboten, doch in der Regel bekommt man die Produkte, die zum Konzern gehören, denn hier ist der Verdienst höher.

Stellen Sie sich dabei einmal vor - theoretisch - Ihr Hausarzt würde von einem großen Pharmakonzern bezahlt, er verschriebe Ihnen also das Medikament, bei dem eine möglichst große Provision zu verdienen ist. Undenkbar, oder? Im Bankenbereich aber Praxis seit Jahrzehnten!  

Von der Kunst der Geldanlage

Entgegen der langjährigen Gepflogenheiten der Banken, Geldanlage als "Herrschaftswissen" zu verkaufen, ist die "Kunst" der Geldanlage tatsächlich keine wirkliche Kunst, beachtet man ganz einfache Regeln: 

Es geht vor allem um die Aufteilung der einzelnen Anlageklassen, eine breite Streuung also.
Dies ist keine wirklich neue Erkenntnis, schließlich wurde hier schon ein Nobelpreis vergeben vor vielen Jahren, aber wenig umgesetzt bei vielen Anlegern. 
Man nehme möglichst viele Anlageklassen ins Depot, diversifiziert breit mit Aktien, Renten, Rohstoffe, Immobilien usw.
Je breiter diese Mischung, die Streuung also, desto besser, desto breiter gestreut auch das Risiko.
Die Aktienquoten sind der Risikoneigung anzupassen, dem Anlagehorizont.
Wenig halte ich von der "Faustregel", die Aktienquote so zu berechnen, in dem man von der Zahl 100 das Lebensalter subtrahiert, so dann das Ergebnis als Quote festlegt.

Die dann gefunden Diversifizierung kann man natürlich sehr gut mit einzelnen Aktien und Anleihen umsetzen, also einem direkten Investment oder eben mit Anlageinstrumenten wie Investmentfonds. 
Zudem wird hier eine noch breitere Streuung erreicht, was zumeist mit Einzelanlagen so nicht erreicht werden kann.
Oft halten aber eben aktiv gemanagte Fonds nicht, was sie versprechen. Sie werden zudem mehr verkauft von Banken als wirklich beraten, es sind ja auch hohe Provisionen zu verdienen. 
Eine Alternative können die bereits genannten passiven Fonds sein, Indexfonds, auch ETF's genannt.
Diese haben auch einen Insolvenzschutz wie aktive Fonds, sind aber transparenter, bilden schlicht "nur" einen Index ab.
So ist direktes Investieren in einen Index, z.B. den DAX oder den EUROSTOXX, möglich.
Auch Rentenmärkte, also festverzinsliche Wertpapiere, lassen sich damit gut abbilden.

Sicher sind Kriterien der Qualität bei ETF zu beachten, keine Frage, hier gibt es erhebliche Unterschiede. 
Auch sind Sie natürlich nicht ohne Risiko, aber das Risiko eines schlechten Managements des Fonds ist auf jeden Fall ausgeschlossen.

Beraten werden diese jedoch kaum in Banken, die Gründe liegen auf der Hand, sind Sie doch viel günstiger und können ohne Aufschläge an der Börse erworben werden.

Von den guten Vorsätzen

Vielleicht nehmen sich die Anleger, die Deutschen, neben den üblichen guten Vorsätzen für das neue Jahr 2015 diesmal vor, sich wirklich stärker um deren Geldanlage zu kümmern.
Wir werden hier noch eine längere Zeit niedrige und niedrigste Zinsen behalten.
Darauf zu hoffen, in einem Jahr wieder Tagesgeldsätze von 4 oder 5 Prozent zu haben, wird sich als verfehlte Hoffnung erweisen!
Auch wenn die Inflation derzeit sehr niedrig ist, jeder EURO, der nicht benötigt und so gut wie unverzinst auf dem Konto liegt, verliert durch die Inflation an Wert.
Natürlich kenne ich als EX-Börsenhändler die schwierige Einstellung der Deutschen zu den Aktien, also der unternehmerischen Beteiligung.
Interessant ist aber, dass ich meiner 17 jährigen Tochter nun zu Weihnachten die Frage stellte, als diese nun endlich nach monatelangem "Generve" endlich ihr I-PHONE 6 in den Händen hielt, ob sie denn auch, wenn es für sie möglich wäre, Teile ihres Taschengeldes Apple zur Verfügung stellen würde? "Klar, Papa, cooler Laden......."
So gibt es Mandanten, die ich kennenlerne, die seit 30 Jahren immer wieder einen VW, einen BMW oder Mercedes fahren. Die Nivea-Creme benutzen, eine Aspirin schlucken, einen Boss-Anzug tragen, eine Cola trinken, einen PC haben, auf dem Microsoft Programme laufen, Laufschuhe von Puma, Nike oder Adidas benutzen, Müsli von Nestle essen......usw.
Man vertraut also deren Produkten, nutzt sie über Jahre und Jahrzehnte, aber viele Deutsche investieren nicht unternehmerisch, beteiligen sich nicht an den Firmen, deren Dienstleistungen und oder Produkte sie nutzen. 
Warum nicht? Weil Börsen auch mal schwanken? 
Ja, sie schwanken, das liegt in der Natur der Sache, aber Unternehmen zahlen auch Dividende, entwickeln sich weiter.
1988 war die Siemens Aktie bei etwa 11 EUR umgerechnet, heute steht sie bei fast 90 EURO.
Ja, es gäbe auch genügend negative Beispiele von Aktiengesellschaften, die sich weniger gut entwickelt haben bzw. nicht mehr vorhanden sind (Neuer Markt)
Um so wichtiger also ist eine breite Streuung, eine Mischung aus vielen Unternehmen. 

Vertrauen Sie vielleicht einmal weniger Banken und Versichern, sondern setzen, wenn Sie diese benötigen, einmal auf echte Beratung, die nicht teuer ist, sondern in den allermeisten Fällen günstiger als der Produktverkauf der Branche.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2015!

 

Ihr Alexander Schmidt


(09.01.2015)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Erwin Hof (Wiener Börse) lässt Buy & Hold gegen Sell in May antreten, hier am Beispiel ATX TR




 

Bildnachweis

1. Banknoten, Geld , (© OeNB)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, AT&S, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Oberbank AG Stamm, Verbund, OMV, CA Immo, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Allianz, Rheinmetall, Continental, Porsche Automobil Holding, Fresenius Medical Care, Fresenius, Zalando, Deutsche Boerse, Brenntag, adidas, Commerzbank, Infineon, MTU Aero Engines, SAP.


Random Partner

RWT AG
Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Buy and Hold gegen Sell in May: Welche Strategie gewinnt beim ATX TR? (P...

» ATX gönnt sich Ende der Rekordwoche eine Verschnaufpause – Analysten seh...

» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz; Verbund noch einmal erhöht (Depot Kom...

» Wiener Börse Party #1151: ATX mit kleiner Korrektur, schöne Kursziele fü...

» Börsegeschichte 8. Mai: UBM (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Harald Weygand, Felix Lamezan-Salins, Verena Tanos, Florentina...

» PIR-News zu Post, Strabag, cyan AG, Research zu FACC, Kontron, Warimpex ...

» Am Nachmittag im Podcast: Erwin Hof lässt Buy & Hold gegen Sell in May a...

» Wiener Börse zu Mittag leichter: Flughafen Wien, UBM, Frequentis gesucht

» ATX-Trends: AT&S, RBI, Lenzing ....


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Ausgewählte Events von BSN-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2097

    Featured Partner Video

    SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Sinja Kraus punktet und hier ein Song mit dem neuen ÖTV-Vizepräs. Klemens Eiter am Mic

    Woche 16 brachte einen neuen 2026er-Rekord im Platzziffer-Ranking von mumak.me, die win2day-Spielerin der Woche ist Sinja Kraus, die es ins Finale des WTA-125-Turniers in Oeiras (Portugal) schafft...

    Books josefchladek.com

    Ralph Gibson
    The Somnambulist
    1970
    Lustrum Press

    Matteo Girola
    Viewfinders
    2025
    Studiofaganel

    Daido Moriyama
    A Hunter (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Masahisa Fukase
    Sasuke
    2025
    Atelier EXB

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture


    09.01.2015, 7642 Zeichen

    Geldanlage ist weder eine "geheime" Wissenschaft noch folgt sie festgelegten Gesetzen!

    Von der Prognose der Märkte

    Die Entwicklung von Volkswirtschaften, Zinsen, Kapitalmärkten und Börsenkursen ist dauerhaft nur sehr schwer zu prognostizieren.
    Es finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass am Ende eines jeden Jahres sämtliche Prognosen, die zum Anfang des Jahres verbreitet wurden, dann doch nicht stimmen.
    Rechtfertigungen und Erklärungen gibt es dafür dann genug, der Anleger wird vertröstet mit Erläuterungen, dass dies oder jenes ja nicht vorhersehbar war.

    Die Branche selber sagt dazu, Prognosen seien wichtig als Orientierung für den Anleger.
    Nun, in Kenntnis eben dieser "Ex"-Branche sage ich dazu, dass eine Prognose der Börsenstände zum Jahresende vollkommener Blödsinn ist, zu oft - von Glückstreffern abgesehen - lagen die Banken und Investmentbanken dabei schief.

    Entsprechend reflektieren sollte man die Prognosen also schon, vor allem die, die ganz offensichtlich von großem Eigeninteresse, also Vertriebs-und Absatzinteressen, getrieben sind.

    Bedenken Sie bitte: Keine Bank wird am Ende eines Jahres, waren deren Prognosen falsch, denen Sie vertraut haben, Ihnen auch nur einen Cent an Ausgabeaufschlägen, Provisionen und weiteren Kosten Ihrer Geldanlage zurückzahlen, sollten Sie also Geld verloren haben.
    Nein, Kosten fallen immer an, egal wie sich die Märkte entwickeln. Die Fondsmanager müssen schliesslich bezahlt werden, egal, ob sie gut oder schlecht sind.
    Auch dies ein Grund, warum ich sehr oft Indexfonds präferiere!
    Zudem sind natürlich bei der Vermögensbetreuung über den Honorarberater ganz andere Möglichkeiten der Vereinbarung zu den Kosten und Aufwendungen in Bezug auf die Erfolge einer Geldanlage gegeben!!

    Das letzte Jahr war ein gutes Beispiel dafür, wie wenig vorhersehbar doch die Märkte sind, dies nicht zuletzt wegen der geopolitischen Auswirkungen, die alle Vorhersagen über den Haufen warfen.

    Vom Vertrauen

    Wem soll der Anleger aber nun vertrauen, auf wen soll er sich verlassen können?
    Auf den Bankberater, der in der Regel Vertriebsinteressen des eigenen Hauses verfolgt?
    Auf den Finanzdienstleister, deren Mitarbeiter oft nur angelernt wurden um Absatz zu generieren?

    Hier stellen sich die Anleger - noch heute - viel zu selten die Frage, warum vor allem hauseigene Produkte in Banken angeboten werden.
    Verkauft werden im Investmentfondsbereich bei den Sparkassen vor allem Produkte der Deka Bank.
    Die Volksbanken haben die Fonds der Union-Investment, die Deutsche Bank die der DWS.
    Sicher, es gibt Kooperation mit anderen Fondsgesellschaften, so wird schon mal - auch bei Sparkassen - ein Fremdfonds angeboten, doch in der Regel bekommt man die Produkte, die zum Konzern gehören, denn hier ist der Verdienst höher.

    Stellen Sie sich dabei einmal vor - theoretisch - Ihr Hausarzt würde von einem großen Pharmakonzern bezahlt, er verschriebe Ihnen also das Medikament, bei dem eine möglichst große Provision zu verdienen ist. Undenkbar, oder? Im Bankenbereich aber Praxis seit Jahrzehnten!  

    Von der Kunst der Geldanlage

    Entgegen der langjährigen Gepflogenheiten der Banken, Geldanlage als "Herrschaftswissen" zu verkaufen, ist die "Kunst" der Geldanlage tatsächlich keine wirkliche Kunst, beachtet man ganz einfache Regeln: 

    Es geht vor allem um die Aufteilung der einzelnen Anlageklassen, eine breite Streuung also.
    Dies ist keine wirklich neue Erkenntnis, schließlich wurde hier schon ein Nobelpreis vergeben vor vielen Jahren, aber wenig umgesetzt bei vielen Anlegern. 
    Man nehme möglichst viele Anlageklassen ins Depot, diversifiziert breit mit Aktien, Renten, Rohstoffe, Immobilien usw.
    Je breiter diese Mischung, die Streuung also, desto besser, desto breiter gestreut auch das Risiko.
    Die Aktienquoten sind der Risikoneigung anzupassen, dem Anlagehorizont.
    Wenig halte ich von der "Faustregel", die Aktienquote so zu berechnen, in dem man von der Zahl 100 das Lebensalter subtrahiert, so dann das Ergebnis als Quote festlegt.

    Die dann gefunden Diversifizierung kann man natürlich sehr gut mit einzelnen Aktien und Anleihen umsetzen, also einem direkten Investment oder eben mit Anlageinstrumenten wie Investmentfonds. 
    Zudem wird hier eine noch breitere Streuung erreicht, was zumeist mit Einzelanlagen so nicht erreicht werden kann.
    Oft halten aber eben aktiv gemanagte Fonds nicht, was sie versprechen. Sie werden zudem mehr verkauft von Banken als wirklich beraten, es sind ja auch hohe Provisionen zu verdienen. 
    Eine Alternative können die bereits genannten passiven Fonds sein, Indexfonds, auch ETF's genannt.
    Diese haben auch einen Insolvenzschutz wie aktive Fonds, sind aber transparenter, bilden schlicht "nur" einen Index ab.
    So ist direktes Investieren in einen Index, z.B. den DAX oder den EUROSTOXX, möglich.
    Auch Rentenmärkte, also festverzinsliche Wertpapiere, lassen sich damit gut abbilden.

    Sicher sind Kriterien der Qualität bei ETF zu beachten, keine Frage, hier gibt es erhebliche Unterschiede. 
    Auch sind Sie natürlich nicht ohne Risiko, aber das Risiko eines schlechten Managements des Fonds ist auf jeden Fall ausgeschlossen.

    Beraten werden diese jedoch kaum in Banken, die Gründe liegen auf der Hand, sind Sie doch viel günstiger und können ohne Aufschläge an der Börse erworben werden.

    Von den guten Vorsätzen

    Vielleicht nehmen sich die Anleger, die Deutschen, neben den üblichen guten Vorsätzen für das neue Jahr 2015 diesmal vor, sich wirklich stärker um deren Geldanlage zu kümmern.
    Wir werden hier noch eine längere Zeit niedrige und niedrigste Zinsen behalten.
    Darauf zu hoffen, in einem Jahr wieder Tagesgeldsätze von 4 oder 5 Prozent zu haben, wird sich als verfehlte Hoffnung erweisen!
    Auch wenn die Inflation derzeit sehr niedrig ist, jeder EURO, der nicht benötigt und so gut wie unverzinst auf dem Konto liegt, verliert durch die Inflation an Wert.
    Natürlich kenne ich als EX-Börsenhändler die schwierige Einstellung der Deutschen zu den Aktien, also der unternehmerischen Beteiligung.
    Interessant ist aber, dass ich meiner 17 jährigen Tochter nun zu Weihnachten die Frage stellte, als diese nun endlich nach monatelangem "Generve" endlich ihr I-PHONE 6 in den Händen hielt, ob sie denn auch, wenn es für sie möglich wäre, Teile ihres Taschengeldes Apple zur Verfügung stellen würde? "Klar, Papa, cooler Laden......."
    So gibt es Mandanten, die ich kennenlerne, die seit 30 Jahren immer wieder einen VW, einen BMW oder Mercedes fahren. Die Nivea-Creme benutzen, eine Aspirin schlucken, einen Boss-Anzug tragen, eine Cola trinken, einen PC haben, auf dem Microsoft Programme laufen, Laufschuhe von Puma, Nike oder Adidas benutzen, Müsli von Nestle essen......usw.
    Man vertraut also deren Produkten, nutzt sie über Jahre und Jahrzehnte, aber viele Deutsche investieren nicht unternehmerisch, beteiligen sich nicht an den Firmen, deren Dienstleistungen und oder Produkte sie nutzen. 
    Warum nicht? Weil Börsen auch mal schwanken? 
    Ja, sie schwanken, das liegt in der Natur der Sache, aber Unternehmen zahlen auch Dividende, entwickeln sich weiter.
    1988 war die Siemens Aktie bei etwa 11 EUR umgerechnet, heute steht sie bei fast 90 EURO.
    Ja, es gäbe auch genügend negative Beispiele von Aktiengesellschaften, die sich weniger gut entwickelt haben bzw. nicht mehr vorhanden sind (Neuer Markt)
    Um so wichtiger also ist eine breite Streuung, eine Mischung aus vielen Unternehmen. 

    Vertrauen Sie vielleicht einmal weniger Banken und Versichern, sondern setzen, wenn Sie diese benötigen, einmal auf echte Beratung, die nicht teuer ist, sondern in den allermeisten Fällen günstiger als der Produktverkauf der Branche.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2015!

     

    Ihr Alexander Schmidt


    (09.01.2015)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Erwin Hof (Wiener Börse) lässt Buy & Hold gegen Sell in May antreten, hier am Beispiel ATX TR




     

    Bildnachweis

    1. Banknoten, Geld , (© OeNB)   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, AT&S, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Oberbank AG Stamm, Verbund, OMV, CA Immo, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Allianz, Rheinmetall, Continental, Porsche Automobil Holding, Fresenius Medical Care, Fresenius, Zalando, Deutsche Boerse, Brenntag, adidas, Commerzbank, Infineon, MTU Aero Engines, SAP.


    Random Partner

    RWT AG
    Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Buy and Hold gegen Sell in May: Welche Strategie gewinnt beim ATX TR? (P...

    » ATX gönnt sich Ende der Rekordwoche eine Verschnaufpause – Analysten seh...

    » Österreich-Depots: Weekend-Bilanz; Verbund noch einmal erhöht (Depot Kom...

    » Wiener Börse Party #1151: ATX mit kleiner Korrektur, schöne Kursziele fü...

    » Börsegeschichte 8. Mai: UBM (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Harald Weygand, Felix Lamezan-Salins, Verena Tanos, Florentina...

    » PIR-News zu Post, Strabag, cyan AG, Research zu FACC, Kontron, Warimpex ...

    » Am Nachmittag im Podcast: Erwin Hof lässt Buy & Hold gegen Sell in May a...

    » Wiener Börse zu Mittag leichter: Flughafen Wien, UBM, Frequentis gesucht

    » ATX-Trends: AT&S, RBI, Lenzing ....


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Ausgewählte Events von BSN-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2097

      Featured Partner Video

      SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Sinja Kraus punktet und hier ein Song mit dem neuen ÖTV-Vizepräs. Klemens Eiter am Mic

      Woche 16 brachte einen neuen 2026er-Rekord im Platzziffer-Ranking von mumak.me, die win2day-Spielerin der Woche ist Sinja Kraus, die es ins Finale des WTA-125-Turniers in Oeiras (Portugal) schafft...

      Books josefchladek.com

      Anton Bruehl
      Mexico
      1933
      Delphic Studios

      Joan van der Keuken
      Achter Glas
      1957
      C. de Boer jr.

      Yusuf Sevinçli
      Oculus
      2018
      Galerist & Galerie Filles du Calvaire

      Marcel Natkin (ed.)
      Le nu en photographie
      1937
      Éditions Mana

      Bertien van Manen
      Let's Sit Down Before We Go
      2011
      MACK