23.01.2015, 3025 Zeichen
Wir sehen daher – bei aller gebotenen Vorsicht - Aktien derzeit weiter als bevorzugte Anlageklasse
Das Börsenjahr 2015 ist noch jung, aber dennoch hatte es bereits jede Menge Überraschungen auf Lager: angefangen mit der Schweizer Notenbank, die den Franken vom Euro entkoppelt hat, bis zum Anleihekaufprogramm der EZB, das in seinen Dimensionen dann doch überrascht hat.
Aber während manche Experten über die Implikationen dieser Maßnahmen noch nachdenken, hat sich der Markt bereits sein Urteil gebildet, und das fällt in Summe eigentlich positiv aus. Die großen Börsen sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, seit Jahresbeginn 2015 solide im Plus, und auch an den Rentenmärkten haben die jüngsten Ereignisse die Nachfrage nach Anleihen geschürt, was die Kurse steigen und die Renditen fallen ließ. Auch der Goldpreis konnte sich heuer besser in Szene setzen und zeigt eine steigende Tendenz.
Am höchsten fällt die Volatilität wahrscheinlich an den Währungsmärkten aus, dort zeigten die Schritte der Notenbanken wohl die unmittelbarste Wirkung. Der eigentliche Härtetest für die Börsen kommt natürlich spätestens dann, wenn die US-Notenbank (wie von vielen erwartet) Mitte des Jahres eine erste Zinsanhebung durchführt. Für den Moment aber konzentrieren sich die Marktteilnehmer eher auf die weiter reichlich sprudelnde Liquidität. Wir sehen daher – bei aller gebotenen Vorsicht - Aktien derzeit weiter als bevorzugte Anlageklasse.
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