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Alibaba: Nicht zu früh abschreiben (Christian-Hendrik Knappe)

Bild: © www.shutterstock.com, Alibaba, 360b / Shutterstock.com, 360b / Shutterst

04.02.2015, 3601 Zeichen

Alibaba musste jüngst mitansehen, wie es ist, wenn die fast schon ins unermessliche gestiegenen Erwartungen der Börsianer nicht erfüllt werden können. Trotz eines weiterhin beeindruckenden Wachstums scheinen sich aber auch an anderen Stellen Kratzer im Lack des chinesischen E-Commerce-Giganten aufgetan zu haben.

Viele andere Unternehmen können nur davon träumen, in einem Quartal einen Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 40 Prozent auf umgerechnet 4,2 Mrd. US-Dollar auszuweisen. Allerdings lag der Bloomberg-Konsens bei 4,4 Mrd. US-Dollar. Zu den hohen Erwartungen im Vorfeld des am 29. Januar präsentierten Berichts zum vierten Quartal 2014 hatte das zuletzt starke Unternehmenswachstum, der Rekordbörsengang im Volumen von 25 Mrd. US-Dollar und dann natürlich auch der Kaufrausch am 11. November im Zuge des so genannten „Single’s Day“ beigetragen. Aber auch auf der Ergebnisseite wurden die Markterwartungen mit einem Gewinnrückgang um 28 Prozent auf 964 Mio. US-Dollar enttäuscht.

Dem Unternehmen machten dabei unter anderem die höheren Ausgaben für aktienbezogene Vergütungsprogramme zu schaffen, während sich der Trend zum mobilen Internet sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen bemerkbar machte. Dabei steht man vor einem ähnlichen Problem wie Facebook oder Google. Aufgrund der im Vergleich zu Desktop-PCs kleineren Bildschirmen auf Smartphones und Tablets sowie der dementsprechend kleineren Anzeigen kann Alibaba von den auf seinen Plattformen werbenden Händlern weniger pro Anzeige verlangen. Zudem kann es sein, dass Kunden über mobile Geräte weniger einkaufen. Trotzdem mussten die Investitionen in den Ausbau des mobilen Geschäfts gesteigert werden, da es nun einmal angesichts der Verbreitung des mobilen Internets von Kundenseite verlangt wird.

Es waren jedoch nicht nur die enttäuschenden Quartalsergebnisse, die den Alibaba-Aktienkurs jüngst unter Druck brachten. Neben der Ankündigung von Yahoo-Chefin Marissa Mayer vom 27. Januar, den Anteil von 15 Prozent an Alibaba als eigenständige Investmentgesellschaft an die Börse zu bringen, muss man sich nun auch mit den chinesischen Regulierungsbehörden herumschlagen. Die Staatliche Kommission für Industrie und Handel (SAIC) in Peking hatte in einem Bericht vom 28. Januar moniert, dass Alibaba unautorisierte Händler auf seinen Plattformen zulassen würde und dass das Unternehmen den Handel mit Raubkopien nicht entschieden genug bekämpfen würde.

Bei einem Blick auf den deutlichen Einbruch beim Aktienkurs wird deutlich, dass zuletzt einiges an Porzellan zerschlagen wurde, nachdem Alibaba beim Börsengang noch der große Liebling an den Aktienmärkten war. Trotz der jüngsten Enttäuschung gilt es jedoch festzuhalten, dass der Online-Händler immer noch ein beeindruckendes Wachstumstempo vorlegen kann. Die Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft hat zuletzt zwar etwas abgenommen. Gleichzeitig sorgt der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung in dem Land dafür, dass immer mehr konsumiert werden kann, während die Internetversorgung und damit der Zugang zu Alibaba weiter verbessert wird.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Alibaba-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT95NN) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,20, die Knock-Out-Schwelle bei 65,25 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT8NKS, aktueller Hebel 2,72; Knock-Out-Schwelle bei 116,15 US-Dollar) auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie setzen.

Stand: 03.02.2015


(04.02.2015)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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