02.03.2015, 4225 Zeichen
Marktlage:
Positive Nachrichten kommen zu Beginn der Woche aus China. Die aktuelle Wirtschaftslage ist nicht so desaströs wie anfangs gedacht. Der Einkaufsmanagerindex notiert mit 50,7 Punkten über der Expansionsmarke von 50 Punkten. Zusätzlich zu der guten Nachricht aus der Wirtschaft, kommt noch eine gute Nachricht von der Geldpolitik hinzu. So senkte die chinesische Zentralbank den Leitzins um 0,25 Prozent-Punkte auf 5,32 Prozent. Doch der ganzen positiven Nachrichtenlage zum Trotz, konnte der Nikkei nur 0,2 Prozent zulegen. Die Indizes sind zwar mittlerweile sehr Heiß gelaufen, doch müssen nicht fallen, nur weil sie sehr langsam steigen. Ein Wert kann sich im „überkauften“ Zustand nämlich nicht nur nach unten, sondern auch seitwärts bewegen.
Der Grund der allerdings eine Korrektur im Dax auslösen könnte, liegt in den USA. Dort ist die fundamentale Lage, im Vergleich zu Europa, auf zweierlei Weise unterschiedlich.
Der erste gravierende Unterschied ist das höhere Zinsniveau. Getrieben durch die Aussagen der FED in den letzten Zinssitzungen, legt das Zinsniveau weiter zu. Der Unterschied zwischen den deutschen und US-amerikanischen 10-jährigen Staatsanleihen beträgt ca. 1,6 Prozent. Das US-amerikanische Zinsniveau liegt damit bei ca. 2 Prozent. Die Attraktivität für Anleger in Anleihen anstatt in Aktien zu investieren, steigt damit deutlich und somit auch das Risiko auf einen Rückschlag im Aktienmarkt.
Der zweite Unterschied ist in der erstarkten Währung zu finden. Mit einem derart starken Dollar können US-amerikanische Unternehmen nur sehr schwer Waren ins Ausland expandieren, ohne die Margen zu reduzieren. Die reduzierten Margen und ein höheres Zinsniveau sorgen dafür, dass die Bewertung von Aktien in den USA deutlich teurer ist als bei uns in Europa und vor allem in Deutschland.

Damit stellt sich jetzt die Frage, ob der Dax es schaffen kann, auch ohne einen starken Dow Jones, seinen dynamischen Aufwärtstrend fortzusetzen. Die Vergangenheit hat zumindest immer gezeigt, dass sich der Dax dem Einfluss des Dow nicht entziehen konnte. Doch auch im Dow Jones ist der Weg noch weit bis zum ersten Short-Signal, doch das Bild ist wesentlich angeschlagener als im Dax.

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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Verfasser: Frithjof Kuhlmann, Junior Analyst
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