11.03.2015, 4062 Zeichen
,Vergangenen Freitag hat die chinesische Zentralbank zum zweiten Mal in weniger als 4 Monaten die Leitzinsen gesenkt. Der Einlagenzins sank um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent und der Ausleihungssatz um 25 Basispunkte auf 5,35 Prozent. Laut Experten könnte die wiederholte Zinssenkung nur ein Teil einer potenziell größer angelegten währungspolitischen Offensive sein. Wie die Schweiz und Schweden, denkt auch China über Anleihekäufe, nach dem Vorbild der EZB oder der Bank of Japan nach. Anleihekäufe können die Liquiditätsausstattung der Aufkäuferländer erhöhen und damit die Währung des eigenen Landes schwächen. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Exporte nachhaltig angekurbelt.
Die chinesische Zentralbank begründete den Schritt mit der schwächelnden Konjunktur und den hohen Kreditzinsen. Das ist der Tatsache geschuldet, dass der Unternehmenssektor einen Teil seiner Schulden im März zurückzahlen muss. Der Hauptgrund hinter der Zinssenkung ist aber die Sorge um das schwächer werdende Wachstum. Während im letzten Jahr die Volksrepublik um 7,4 Prozent zulegte, könnte dieser Wert in diesem Jahr unterschritten werden. Da für die politische Führung der Erhalt des Wachstums die wichtigste Herausforderung ist, soll das Wachstum gestützt werden.
In Fernost reagierten die Aktienmärkte positiv auf die Zinssenkung. Der Hang-Seng-Index in Hongkong legte im Vergleich zur Vorwoche leicht zu. Im ebenfalls steigenden CSI, in dem die 300 größten chinesischen Werte berücksichtigt sind, legten besonders konjunktursensible Rohstoffunternehmen zu. Als weiteres positives Indiz kann die Veröffentlichung des HSBC-Einkaufsmanagerindex für China gewertet werden, der auf 50,7 Punkte anstieg und damit die Bloomberg-Einschätzung um 0,6 Punkte übertroffen hat.
Für Anleger, die an der konjunkturelle Entwicklung in China partizipieren möchten, bietet Vontobel das Open-End Partizipations-Zertifikat auf den China Policy Performance-Index an. Dieser Index repliziert die Wertentwicklung chinesischer Unternehmen, die am stärksten von den umfassenden Strukturreformen der chinesischen Regierung betroffen sein könnten. Dort liegt der besondere Fokus der chinesischen Regierung auf den Bereichen, die durch Urbanisierung und Technisierung der Gesellschaft am stärksten weiterentwickelt werden könnten. Dazu zählen die Gas- und Wasserversorgung, sowie erneuerbare Energien und Telekommunikation. Es fällt eine jährliche Managementgebühr von 1,50% an und die Dividenden werden in den Index reinvestiert.
China hat 100 Städte mit mehr als einer Million Einwohner, deren jährliche Wachstumsrate zuletzt 1.9% betrug. Da die Bevölkerung aus der weniger produktiven Landwirtschaft in produktivere Sektoren wie die Industrie oder den Dienstleistungsbereich migriert, nimmt die Stadtbevölkerung und damit das Wirtschaftswachstum stark zu. Dieser Urbanisierungsprozess könnte zu einer erhöhten Nachfrage an Industrie- und Konsumgütern führen. Anleger können durch ein Index-Zertifikat auf den DAXglobal® China Urbanization Performance-Index an diesem sozioökonomischen Wandel partizipieren. Das Produkt bietet einen transparenten und liquiden Zugang zu 4 wichtigen chinesischen Industriesektoren, die am stärksten von den Urbanisierungsprozessen abhängen. So ist Air China, der zweitgrößten chinesischen Fluggesellschaft oder GWM, einer der größten Autohersteller der Volksrepublik in dem Index gelistet. Darüber hinaus enthält der Index unter anderem Franshion Properties, ein großes Immobilienunternehmen und Dongfeng Motor, ein Unternehmen, das vor allem in der Nutzfahrzeugsparte tätig ist. Mit der Citic Group, einem der größten Finanz- und Investmentunternehmen der Volksrepublik China, lässt sich zudem ein Vertreter der starken Finanzindustrie finden.
Da die weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas von einer Vielzahl politischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.
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