27.05.2015, 3466 Zeichen
Im Frühjahr dieses Jahres haben sich die weltweiten Ölpreise merklich erholt, nachdem die Notierungen zuvor deutlich eingebrochen waren. Allerdings hat die Preiserholung kurzfristig an Schwung eingebüßt, so dass die Frage offen bleibt, ob die Erholungsrallye nur eine kleine Pause einlegt oder ob die Notierungen für längere Zeit unten bleiben.
Für steigende Ölpreise spricht zum Beispiel die einsetzende Konsolidierung in der US-amerikanischen Ölindustrie. Mithilfe des so genannten Fracking ist die Produktion in den vergangenen Jahren derart angestiegen, dass sich die größte Volkswirtschaft der Welt immer weiter in Richtung Unabhängigkeit von Ölimporten bewegte. Während die Fracking-Unternehmen dank der hohen Produktion und des wachsenden Angebots für fallende Ölpreise gesorgt hatten, schnitten sie sich gleichzeitig die Lebensgrundlage ab. Schließlich benötigen sie für die aufwändige Ölförderung auch sehr hohe Preise, um rentabel arbeiten zu können.
Als Folge gesunkener Ölpreise und schrumpfender Gewinne sind viele Unternehmen dazu übergegangen, Mitarbeiter zu entlassen und Ölbohrtürme stillzulegen. Laut Angaben des Ölfeld-Serviceunternehmens Baker Hughes vom 22. Mai fiel die Zahl der in den USA aktiven Bohrtürme zuletzt auf 659 und damit den niedrigsten Stand seit August 2010. Zudem war es die 24. Woche in Serie, in der ein Rückgang beobachtet werden konnte.
Diese Entwicklung wird auch bei der nächsten Sitzung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) Anfang Juni in Wien eine wichtige Rolle spielen. Die Mitglieder wie Saudi-Arabien dürften auch weiterhin bestrebt sein, keine Marktanteile an die US-Ölindustrie abzugeben und daher wie auch Ende 2014 erneut keine preisstützende Produktionskürzung beschließen. Denn obwohl die US-Ölförderer die Zahl neuer Bohrtürme zurückfahren, sorgen die alten Türme und die Konzentration auf besonders produktive Bohraktivitäten dafür, dass die gesamte Produktion auf einem historisch sehr hohen Niveau bleibt. Außerdem hat das Tempo, mit dem die Bohraktivitäten reduziert werden an Fahrt verloren.
Während die US-Ölproduktion auch weiterhin hoch bleiben könnte und die OPEC erst einmal bei ihrer Politik der Sicherung von Marktanteilen bleiben dürfte, scheint der Preisdruck von der Angebotsseite vorerst zu bleiben. Lediglich die Spannungen im Nahen Osten könnten dafür sorgen, dass die Marktteilnehmer eine Verringerung des Angebots befürchten und die Preise so ansteigen. Auf der Nachfrageseite dürften die ganz großen Preistreiber wiederum erst einmal ausbleiben. Zwar ist eine anhaltende Erholung der US-Wirtschaft zu beobachten, während sich auch in Europa eine Konjunkturerholung abzeichnet. Allerdings hat die chinesische Wirtschaft zuletzt an Schwung eingebüßt, um der Weltwirtschaft als der Wachstumsmotor vergangener Tage zu dienen. Aus diesen Gründen haben die Ölpreise zwar das Potenzial für eine Preiserholung. Dreistellige Notierungen wie noch Mitte 2014 dürften auf absehbare Zeit jedoch schwer zu erreichen sein.
Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BRT) mit dem Hebel (Faktor) von 4 auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher Short orientiert ist und auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DT4BST) mit dem Hebel (Faktor) 4 die Gelegenheit dazu.
Stand: 26.05.2015
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1192: ATX schwächer, die Volumina auf Jahreslow, FACC und Palfinger im Duett, EY lobt Ö-Versicherer
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:Kapsch TrafficCom, Polytec Group, AT&S, Austriacard Holdings AG, Amag, Semperit, Rosgix, Uniqa, Frequentis, Bajaj Mobility AG, VIG, Strabag, SBO, RBI, Palfinger, FACC, BTV AG, BKS Bank Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Deutsche Boerse, Zalando, Deutsche Bank, Fresenius, Airbus Group, Deutsche Telekom, adidas, Fresenius Medical Care, Volkswagen Vz..
Random Partner
CPI Europe AG
Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Etwas fester (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 6.7.: FACC, RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Niklas Thannhäuser #tfc26, David Aichinger Liverpool, Anna Sat...
» ATX rutscht ab: Handelsvolumina fallen auf Jahrestief, während FACC und ...
» Wiener Börse Party #1192: ATX schwächer, die Volumina auf Jahreslow, FAC...
» PIR-News zu Palfinger, Andritz, Österreichische Post, A1 Telekom Austria...
» Wiener Börse zu Mittag leichter: FACC, Palfinger, Uniqa gesucht
» Legacy-Software und Künstliche Intelligenz: Wie Unternehmen 35 Jahre IT-...
» ATX-Trends: Palfinger, Porr, Strabag, AT&S, DO & CO ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Research-Fazits zu Siemens Energy, Knorr-Bremse, ...
- Guten Morgen mit Gabler, Nordex, Ottobock ...
- Wie SFC Energy, Emerald Horizon AG, Samsung Elect...
- Wie Wirecard, bet-at-home.com, WCM Beteiligungs- ...
- Wie Boeing, IBM, Goldman Sachs, Merck Co., Walt D...
- Wie Bayer, Rheinmetall, Continental, Merck KGaA, ...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1189: ATX startet schwächer ins 2. Halbjahr, Andritz feiert in der Wiener Börse, Erste Group heuer schon +10 Mrd.
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Harry Gruyaert
Irish Summers
2020
Gallery Fifty One
Richard Avedon
Nothing Personal
1964
Atheneum Publishers
Dean Garlick
100 Sculptural Circumstances
2025
Lodge Press
Daido Moriyama
Ligh and Shadow (English Version
2019
Getsuyosha, bookshop M
