21.06.2015, 2555 Zeichen
Wir Sparer bekommen für unser Geld keine Zinsen mehr. Spareinlagen rotten vor sich hin. Keine Zinsen bedeutet: Kein Spass am Sparen. Bestraft werden vor allem alte Menschen, die gewöhnlich einen hohen Anteil ihres Vermögen in mickrig verzinsten Sparformen bunkern.
Dass den Menschen der Spass am Sparen vergeht, ist verständlich. Deutsche suchen Zuflucht in Immobilien, wobei das nicht immer gut endet.
Ein Ausweg ist langfristig die Börse. Wer dort in ein Indexprodukt investiert, macht es besser. Indexpapiere bieten sich als ideale Sparform für den Ruhestand an, weil das Risiko gering ist, wenn Sie mehrere Dekaden Zeit haben. Sparen Sie einfach regelmässig. Kaufen Sie monatlich ein ETF oder einen Indexfonds. In guten wie in schlechten Börsenzeiten.
Ich versuche, mein Einkommen wie folgt auszugeben: Ich spare ein Drittel. In Aktien. Langfristig. Ein Drittel gebe ich fürs Wohnen aus (Wohnen, Hypothek bzw. Miete). Ein Drittel für Sonstiges, worunter Essen, Entertainment, Urlaub usw. fällt.
Viele Bürger geben zu viel Geld für Ihr Dach überm Kopf aus. Manch einer zahlt die Hälfte seines Einkommens dafür. Oder noch mehr. Das Heim kann schon zu einem Konsumgut werden, wenn es zu groß und luxuriös ist.
Zurück zur Formel. Ich halte die Aufteilung in je ein Drittel für eine geniale Formel. Aber es ist zugegeben hart. Ein Drittel zu sparen, gelingt wenigen. Wenn Sie „nur“ zehn oder zwanzig Prozent schaffen, ist das schon ordentlich.
Die Börse ist schon recht teuer. Sie ist aber noch immer der ideale Ort für Ihre Spargroschen. Sie dürfen den Aktienmarkt indes nicht als ein Spielkasino betrachten. Sondern als langfristiger Hafen für Ihr Geld. Es gibt keine bessere Alternative zur Börse. Aktien sind einfach unschlagbar.
In der Bevölkerung ist das in weiten Teilen nicht bekannt. Die Mittelschicht meidet die Börse. Die Reichen nutzen sie dagegen bevorzugt. Die Börse schafft nämlich mehr Vermögen. Denn Geld macht Geld.
Vermögen beseitigt ein Problem. Das Problem der Angst. Angst ums Geld ist eine der Top-Ängste der Deutschen. Sie sorgen sich enorm um Schuldenkrisen, Armut und Inflation. Vor nichts in der Welt haben die Deutschen mehr Angst als vor steigenden Lebenshaltungskosten. Das gaben 58 Prozent der Bundesbürger in einer Umfrage an. Das ist erstaunlich. Um die Angst in den Griff zu bekommen, wäre die Börse die richtige Antwort.
Was aber machen die Deutschen? Sie setzen aufs Sparbuch, Bausparen, Lebensversicherung, Festgeld & Co. Nur ganz wenige kaufen Aktien. Verkehrte Welt!
Im Original hier erschienen: Nummer 1 Angst der Deutschen: Geld
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