05.11.2015, 3006 Zeichen
Nach wie vor gilt, dass Aktien über eine Mauer aus Sorgen nach oben klettern.
Das heurige Jahr bot für Aktienanleger vor allem eines – jede Menge Nervenkitzel. Die Entwicklung an den Weltbörsen verlief nämlich sehr erratisch.
Noch im ersten Quartal stieg z.B. der Dax um über 20 Prozent, im weiteren Jahresverlauf schmolz dieses Ergebnis dann völlig dahin und der deutsche Leitindex war zeitweise sogar im Minus. Ähnliches gilt für die großen amerikanischen Indizes.
Man kann also nicht von einem wirklich einheitlichen Jahrestrend sprechen, sondern eher von einem sehr ereignisgetriebenen Markt, der zu starken Stimmungsschwankungen neigt. Über allem steht freilich immer noch die expansive Geldpolitik der internationalen Notenbanken, die auch (mit Ausnahme der USA) von einer Straffung meilenweit entfernt sind. Damit bleiben die Zinsen tief und die Aktienmärkte attraktiv - und das trotz der starken Performance, die wir in den letzten sechseinhalb Jahren gesehen haben.
Für 2016 ist wohl zu erwarten, dass dieser Trend anhält. Schwankungsanfälligkeit sollte uns auch nächstes Jahr begleiten, denn die Herausforderungen an den Märkten werden nicht kleiner, und die Anleger zeigen gegenüber der Rallye immer mehr Skepsis, je länger sie andauert. Das mag aber andererseits ein ausgezeichnetes Argument für weiter steigende Kurse sein. Denn nach wie vor gilt, dass Aktien über eine Mauer aus Sorgen nach oben klettern……
Der Autorin auf Twitter folgen:@Monika_Rosen
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